Ein Auszug aus dem Puppenheim

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Mit Auszug meine ich nicht den Exodus, sondern einen Text-Ausschnitt und ich bin gerade, angeregt durch einen Artikel im Norwegian Textile Letter, auf Henrik Ibsens Nora oder Ein Puppenheim gestossen. Ein interessantes Statement des Advokaten Helmer, das ich hier wiedergeben möchte:

So eingestreut zwischen Banalitäten, die die eigentliche Tragik verdecken, gibt der Herr des Hauses seine Meinung von sich. Diese Meinung überrascht uns nicht, ist er doch ein Chauvinist ersten Grades, aber das Chinesische, das verwundert schon..

Nun, dies zur Einführung in den Artikel Between Knit and Purl von Espen Søbye, im Norwegian Textile Letter, den ich ja schon einmal zitiert habe hier auf der Wockensolle und der immer sehr lesenswert ist.

Die Autorin bespricht den aktuellen Hype der Strickbücher (Klompelompe, Arne und Carlos und und und) und steltl dabei auch ein Buch vor, welches sich gegen das Stricken ausspricht und die gesellschaftliche Rolle des Strickens untersucht (im Gegensatz zu den anderen Büchern, in denen das perfekte Befolgen detailliertester Anweisungen als Kreativität verherrlicht wird),
Dieser Abschnitt steckt voller Denkanstöße und deshalb zitiere ich ihn hier. Und was das verehrte Paar Alva und Gunnar Myrdal da postuliert, sollten wir alle überdenken. Stimmt das?

Knitting and crochet were enterprise gone wrong. This energy should be used for something more practical for society and the individual.

Nachstehend der Auszug aus dem Artikel und Informationen zu dem Werk von A. und G. Myrdal findet man bei wikibooks..

Helmer.
Ach was, schon?... – Gehört Ihnen das Strickzeug da?

Frau Linde (nimmt es.)
Ja, danke schön. Beinahe hätte ich es vergessen.

Helmer.
Also, Sie stricken?

Frau Linde.
Ja freilich.

Helmer.
Wissen Sie was, Sie sollten lieber sticken.

Frau Linde.
So? Und weshalb?

Helmer.
Weil es viel hübscher aussieht. Sehen Sie nur: man hält die Stickerei mit der linken Hand, – so –, und mit der rechten führt man die Nadel – so – in leichtem, langgestrecktem Bogen; nicht wahr –?

Frau Linde.
Ja, das mag schon sein –

Helmer.
Das Stricken hingegen, – das kann nur unschön sein. Sehen Sie her: die zusammengeklemmten Arme, – die Stricknadeln, die auf und ab fahren, – das hat so was Chinesisches an sich. – Es war wirklich ein glänzender Champagner, den man uns vorgesetzt hat.

In dem Artikel springt mir noch eine Klassifizierung ins Auge:

 Sweden, Alva and Gunnar’s homeland of anti-knitting

Ich bin gespannt wie die aktuellen Wahlen in Schweden ausgehen, mit dem Untergang der Sozialdemokratie dort wird Stricken vielleicht noch stärker instrumentalisiert im Sinne von zurück an die Nadeln - zurück an den Herd!

Resistance against knitting. One of the books, Rett på tråden [Right on the Thread] differs from the others, not only with its slightly impudent title. In the introduction, sisters Birte and Margareth Sandvik quote the exchange of lines in A Doll’s House, where Torvald Helmer advises Mrs. Linde to set aside her knitting and take up embroidery instead, because knitting “can never be anything but ugly, “ “there’s something Chinese about it.”

Knitting has had several vocal opponents since Ibsen’s Torvald. In their book Crisis in the Population Question (1934), the married couple Alva and Gunnar Myrdal—both tone-setting Swedish social democrats, she winning the Nobel Peace Prize, he the Nobel prize for economics—were angered by the exaggerated petit bourgeois habits that had spread among the working class and minor civil servants. Family life in these classes was, according to the Myrdals, characterized by a fussy desire to entertain, an overly-ambitious interest in food and homemaking, with a penchant for public display. But it was, above all, women’s handwork that paid the price: “All this embroidery, this knitting, sewing, and lacemaking that has filled the walls and sofas, tables and shelves.”

Knitting became equated with a confined active mind and connected to married women’s having no right to work and the two-child family having become the norm.

Staying home with one or two children resulted in women’s having lots of free time—and presto, this is how Alva and Gunnar Myrdal explained the then-current knitting wave: Knitting and crochet were enterprise gone wrong. This energy should be used for something more practical for society and the individual.

At the end of the 20th and beginning of the 21st centuries, women are having even fewer children than did their grandmothers in the 1930s, and men’s and women’s lives have become almost exactly identical. The reduction in the number of childbirths is a major reason why the buxom female with broad hips and heaving breasts is no longer the ideal woman, instead the athletic, androgynous female body that exudes health and sex appeal is. The anorexic, boyish body has become the woman’s dream physiology, and she dresses accordingly.

Jarmen ist zum Erbarmen – aber aus Rucava kommt Freude!

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Jarmen ist ein kleiner, leerer Ort in meiner Nähe, geschätzte Entfernung 8km von Gribow. Nun sollte man meinen, daß 8 Kilometer relativ flott bewältigt werden können, sogar ich Schnecke würde das (bei gutem Wetter) schaffen, aber das ist ein Trugschluß. Denn unser weltweit operierendes Zustellunternehmen DHL (Deutsche HilfsLieferanten) braucht für diese Distanz 3 Wochen!

Wie das? Am 12. Januar ging ein Buchpaket in Riga auf die (lettische) Post. Ordentlich verpackt, zusätzlich noch in einem kräftigen Plastiksack, mit Zollplombe und was die lettische Post noch so aufwandte, damit diese Sendung auch gut und ordentlich bei der Empfängerin ankommt.  Ja, und bis zum Zollamt Neustreliz / Neubrandenburg brauchte dieser Postsack 5 Tage, Eingangsstempel - besser Durchgangsstempel - 17.01. 2018.

Das gleiche Datum trägt auch ein Versandaufkleber mit dem Aufdruck Jarmen. Also: 17. Januar 2018 - Jarmen.

Heute ist der 14. Februar 2018. Das sind 3 Wochen für 8km! Da war sogar Ernst Moritz Arndt bei seinen Wanderungen durch Vorpommern Anfang des 19. Jahrhunderts schneller, und er schrieb dabei noch Wanderberichte und besuchte die lokalen Adelsfamilien.

Soviel Vorrede. Nun aber die Freude, was war denn in der Postsendung?

Ich hatte ein Buch der lettischen Wissenschaftlerin Aija Jansone bestellt. "Rucavnieku apģērbs cauri laikiem" heißt es, übersetzt "Die Kleidung von Rucava im Lauf der Zeit". Das Buch behandelt die Entwicklung der Kleidung in der westlichen Region Kurzemes / Kurlands im 19. und 20. Jahrhundert, es ist eine wissenschaftliche Arbeit, welche alle Aspekte der Kleidung aufzeigt: von Kopf bis Fuß, Schmuck, Acessoires, in alten und neuen Darstellungen.

Die ganze Schönheit der Tracht Rucavas scheint auf, und ich freue mich darüber. Denn seit dem Knitting Camp "Let's Knit Kurzeme", an dem ich im letzten Jahr teilnahm, weiß ich ob dieser Schönheiten und habe ja auch schon hier auf der Wockensolle darüber berichtet. Nun sehe ich in dem Buch die Damen, die uns damals die wundervolle Einführung in ihre Traditionen gaben, die sangen, für uns kochten, uns die eigenartigsten Strickmuster zeigten (ja, das mehrfarbige Netzpatent!) und uns mit ihrer Begeisterung ansteckten.

Aija Jansone: Rucavnieku apģērbs cauri laikiem

Aija Jansone: Rucavnieku apģērbs cauri laikiem

Sandra Aigare vom Traditions-Verein Rucava.

Selbstverständlich sind die schönen Handschuhe, Socken und Kniestrümpfe, die wir gezeigt bekamen, im Buch auch abgebildet. Wunderwerke, mit 4 Farben, 5 Farben, weiße Strümpfe mit kleinen roten Bordüren, komplett gemusterte Socken, feine Fingerhandschuhe, ein Fest für die Sinne.

Und es ist schön, daß es diese Bücher gibt! Meine Bibliothek wächst...

Nun aber noch einige Informationen zum Buch.

Zuerst einmal die biographischen Angaben:

Author Jansone Aija
Titel

Rucavnieku apģērbs cauri laikiem (19.gs. - 20.gs. sakums
The Clothing of Rucava (19th to the early 20th century)

Kategorie: Kunst- und Kulturgeschichte
Erscheinungsdatum 2017
ISBN 9789934549434
Seiten  270
Verlag Zinatne

Das Buch kostet in Riga zwischen 10,00€ und 12,00€, jenachdem in welchem Buchladen man es ersteht. Und man kann es auch online bestellen bei Valters un Rapa,. wenn man dann mehr Glück hat als ich mit den Deutschen Hilfslieferanten...

Handschuh aus Rucava

Klicken Sie auf die Überschrift um den langen Text von der Webseite der Buchhandlung Valters un Rapa in Riga, einigermaßen akzeptabel übersetzt im Chrome-Browser, zu lesen.

+ Buch-Beschreibung
Based on the memory of people about the cultural heritage and understanding of traditional values ​​in their region, the study „Rucavnieku apģērbs cauri laikiem“ published for the first time in Rucava, which was stored at the end of the 19th century – the honor and work clothes worn at the beginning of the 20th century, which is a very important social, a witness of material and intellectual culture. The author attempted to describe the author using the historical, comparative, typological, culturological, etc. methods of research, as well as using a diverse source base (expedition collections – records, clothing sketches, photographs, museum collections and written sources), the author traced the rukavnieks to the development of the 19th century clothing, cultural-historical layers, which are common features of objects, and groups of objects themselves that have arisen in a certain period of history and represent a certain level of development.

Not expressing the complete reconstruction of the 19th century Rucava clothing history, the purpose of this publication is to show how, through the ages, the rukavnieki even today, with the preserved grandmother’s shirt, glove or pair of socks, as well as the other part of the once-worn garment, are able to maintain local patriotism in their area and preserve the historical memory.

The research is based on a large amount of material and written sources: in the years 2005-2015, in Rucava, materials collected by the author of the ethnographic research expeditions, the Latvian National Museum of History, the Latvian Ethnographic Open-Air Museum, the Liepāja Museum materials, the Kurzeme Collection Collection of the Russian Ethnographic Museum, Rucava’s private collections and the ethnographers as well as specialist literature.

On the basis of the identified material, An analysis of the material in time and space from the morphological (garment equipment, its components) and artistically stylistic aspect (raw material, ornament, composition, techniques of decorating and color) is analyzed in the 19th century. the end of the 20th century, the development, decorating and assembling of clothing for rukavnieki, as well as the outlines of cultural relations.
English translation of Ingrīda Lāčkāda.

Gelegenheit!

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Was interessiert es mich, wenn in Peking ein Karton umfällt? Das hört man oft. Und es interessiert uns auch nicht wirklich.

Aber wenn in Riga ein Karton umfällt, dann ist das schon interessant. Denn in der Druckerei in Riga ist ein Karton mit der deutschen Ausgabe des Buches "Handschuhe aus Lettland" umgefallen ;=)

Einige Bücher wurden dabei beschädigt.
Die Kanten sind leicht bestoßen und deshalb können diese Bücher nicht mehr als neuwertig verkauft werden.
Darum bietet Sena Klets diese Bücher zum reduzierten Preis von 18,00€  zuzüglich Versandkosten aus Lettland an.

Mit dem nachstehenden Formular können Sie eine Bestell-Abfrage an Sena Klets senden. Danach erhalten Sie eine Mail mit den genauen Kosten (für das Buch und Versand). Erst wenn Sie auf diese Mail antworten, ist Ihre Bestellung aktiv!

Die Versandkosten nach Deutschland betragen zur Zeit 13, 00€, der Gesamtpreis für das reduzierte Buch kommt also auf 31,00€.

Ihre Nachricht wird direkt an Sena Klets weitergeleitet. Sie erhalten dann von Sena Klets eine Mail mit den genauen Kosten (18,00€ für das Buch + Versandkosten). Erst wenn Sie auf diese Mail antworten, ist Ihre Bestellung gültig

Wieviele Exemplare möchten Sie?

2 + 6 =

Falls Sie ein unbeschädigtes Buch kaufen  möchten, hier zwei Bezugsquellen für Deutschland:

  • bei Klintawolle.de kostet das Buch 38,50€ und der Versand ist kostenfrei.
  • bei amazon.de kostet das Buch 39,99€ und ist auch versandkostenfrei.

nun endlich ist das Buch lieferbar: Handschuhe aus Lettland

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Maruta Grasmane: Handschuhe aus LettlandMaruta Grasmane: Handschuhe aus Lettland

Jeden Tag haben wir bei Amazon.de vorbeigeschaut, ob das Buch endlich bestellbar ist, und nun hat es endlich geklappt:

die erste Lieferung ist nicht nur im Lager eingetroffen, sondern im Bestand eingetragen, man kann es jetzt bestellen!

Das ist eine Freude.

Strikk latviske votter!

Strikk latviske votter!

Dann stelle ich mal alle momentanen Bezugsquellen zusammen:

Und noch eine Info, die ich gerade gefunden habe:

Am 5. November wird Maruta Grasmane einen Workshop in Oslo halten, und dieser Workshop ist jetzt schon ausverkauft. Das möchte ich auch mal in Deutschland erleben!

Handschuhe aus Lettland – druckfrisch!

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Handschuhe aus Lettland - Maruta Grasmane

Handschuhe aus Lettland - Maruta Grasmane

Am Wochenende war es endlich soweit:

Die deutsche Ausgabe "Handschuhe aus Lettland" ist nun erschienen und die ersten Exemplare gab es auf dem Stand von Dörtes Wollwerkstatt Kiel beim Hamburger Wollfest.

Es ist einfach wunderbar, endlich das Buch anfassen zu können, durchblättern zu können, daran riechen zu können (ja die Druckfarben riechen noch kräftig)... wie schön dass das Team von Sena Klets in Riga es geschafft hat, die allerersten Exemplare noch rechtzeitig zum Wollfest senden zu können.

Da hat sich unsere Arbeit doch gelohnt! Die Zusammenarbeit mit Elisabeth Kopff hat so gut geklappt, ihr Fachwissen ist ein Garant für die Qualität des Buches!

Das Buch gibt es inzwischen auf lettisch, englisch, deutsch, norwegisch und japanisch!

Und jetzt geht es darum, das Buch unter die Strickerinnen und Stricker zu bringen, es ist Nachschlagewerk und Anleitungsbuch, es enthält viele kulturhistorischen Informationen und stricktechnische Erklärungen, ein Buch, das man sich selbst schenken oder wünschen kann.

Maruta Grasmane: Handschuhe aus Lettland /Latviesa cimdi / Mittens of Latvia

Gebundene Ausgabe
Verlag: Sena Klets; Auflage: 1st (2016)
ISBN-10: 9934855526
ISBN-13: 978-9934855528
Größe: 28,5 x 15,5 x 3,9 cm

In den nächsten Tagen wird das Buch auch auf amazon erhältlich sein.

So, und nun noch meine Eindrücke vom zweiten Hamburger Wollfest. Es war so wie ich es mir vorgestellt hatte und es war doch wieder ganz anders;=)

Erwartet hatte ich eine Fülle von handgefärbten Garnen mit Farbverläufen und das gab es wirklich auch zuhauf. Erwartet hatte ich eine große Zahl Woll-Fanatikerinnen und die waren selbstverständlich alle da, aber nicht erwartet hatte ich die Zahl der Begegnungen, den Spaß bei den Workshops an denen ich teilnahm, und ja, daß auch ich wieder zum Wollkauf verführt wurde obwohl ich ganz standhaft bleiben wollte...

Ich habe mich gewundert und gefreut, wie bekannt meine Wockensolle inzwischen ist. Ich habe zwei interessante Workshops erlebt (Advanced Lace Knitting mit Yarnissima und Eastern Uncrossed Knitting mit Justyna Lorkowska ) . Fröhlichkeit und Sachkenntnis - welch tolle Kombination!

Wollfest Hamburg - Einlass am Samstag

Wollfest Hamburg - Einlass am Samstag

Am ersten Tag drängten sich die Besucherinnen am Eingang, wie das Photo auf der Wollfest-Seite zeigt,

Am zweiten Tag war es dann entspannter, wir hatten alle unsere Eintritts-Bändchen und keine Fragen / Sorgen  ("ist das hier wirklich für die Workshops? / aber da ist doch auch ne Schlange / mein Workshop fängt doch gleich an") schwirrten mehr durch den Äther ;=)

Wollfest Hamburg

Wollfest Hamburg - am Sonntag (links: Justyna und Teresa)

Ich habe Claudia getroffen, die mit mir auf der Estland-Reise war, sie nahm am Bändchenweben-Workshop teil, und es reichte leider nur für ein kurzes Gespräch auf dem Flur.

Überraschend ist es auch, wenn aus virtuellen Bekanntschaften Begegnungen im richtigen Leben werden! Betta machte mich Teresa bekannt, aber wir kennen uns schon eine ganze Weile, denn Teresa hatte mich vor einiger Zeit auf die Arbeiten der WIener Künstlerin Tanja Boukal aufmerksam gemacht. Nun haben wir uns getroffen, darüber freue ich mich, ich denke wir werden uns noch öfter über den Weg laufen, abgemacht!

Ja, das ist eine kurze Zusammenfassung des Wochenendes, nun habe ich noch den letzten Sommer-Reisebericht vor mir, den Bericht über die Sena Klets - Jubiläumsfeier in Riga und sonst noch eine ganze Reihe Themen und Ideen. Es bleibt spannend, für mich und vielleicht auch für meine Leser!

Was ein Tag!

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Ganz grau ist der Tag, ich kann nur bis zur Chaussee schauen und freue mich schon, wenn es wenigstens nicht regnet und dann kommt die Post. Nicht nur, daß wir die beste fröhlichste und herzlichste Postfrau des ganzen Landes haben (ich nenne sie nur "Frau Freude"), nein sie bringt mir auch wunderbare Dinge.

Ja, wäre jetzt einfach zu sagen, wenn man bestellt dann wird geliefert und wenn man wunderbare Dinge bestellt bekommt man eben wunderbare Dinge geliefert. Aber dem ist nicht so.  Ich bekomme auch Geschenke, ganz unerwartete.

Sheila McGregor: Traditional Knitting

Sheila McGregor: Traditional Knitting

Dieses wunderbare Büchlein aus dem Jahre 1982 steckte in einem Umschlag und auf der beigefügten Karte steht:

"Liebe Connie Müller-Gödecke,
vielen Dank für Ihren Blog.

Ich danke das Buch ist bei Ihnen gut aufgehoben."

Ganz aus der Nähe kommt das Päckchen, aus Spantekow, fast um die Ecke.
Herzlichen Dank, liebe M. B.!

Von der Autorin, Sheila McGregor, besitze ich die 2 Bücher, die man bei einer Buch-Suche immer gleich findet: "Traditional Fair Isle Knitting" und "Traditional Scandinavian Knitting". Aber das Buch "Traditional Knitting" aus dem Jahre 1982 wird gar nicht mehr in den Suchergebnissen aufgeführt, ist wohl schon lange vergriffen. Schon beim ersten Durchblättern sprangen mir so viele Informationen entgegen, das werde ich heute abend bei einem Glas Orkney-Whisky intensiv studieren und genießen. Nocheinmal vielen Dank für die unerwartete Freude!

Ja, aber meine Frau Freude brachte noch ein zweites Päckchen, das aber war erwartet. Und ich wußte was darin sein wird, war aber trotzdem gespannt wie ein Flitzebogen:

wie immer: für die Anzeige auf die Vorschaubilder klicken!

Eine Sendung von Saara Verlag aus Türi in Estland.
Das kleine Büchlein mit den Muhu-Vogel-Mustern hatte ich bisher in den Buchläden in Estland nie so beachtet, aber jetzt, wo ich mich den Muhu-Strümpfen annähere, musste ich das unbedingt haben! Und die Nadel ist besonders: Das ist eine lange gebogene Nähnadel mit einer Häkelnadel-Spitze daran, damit kann man auf die traditionelle Haapsalu-Art-und-Weise die Lace-Borte an den Schal nähen, eine Erfindung, die ich schon ausprobiert habe, wirklich praktisch.

Immer wieder hübsch finde ich auch die bunten Briefmarken auf Sendungen aus Estland. Ich werde, wenn ich im kommenden Sommer etwas verschicke, wohl ein extragrosses Paket mit ganz vielen Briefmarken bekleben... Marken mit den kleinsten Beträgen...