Mecklenburger Strumpfbund

24.10.2020 – Workshop in Greifswald: Pottmütze

Am 24. Oktober findet mein Workshop "Die pommersche Pottmütze" im Kulturzentrum St. Spiritus in Greifswald statt, veranstaltet vom Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern..
Es geht um die Geschichte der Pottmütze, um die Stricktraditionen im Ostsee-Raum und dann wird es auch ganz praktisch:
Im zweiten Teil besprechen wir die Konstruktion der Muster, die Stricktechniken und beginnen mit dem Stricken der Mütze.

Haben Sie noch ein gestricktes Erbstück? Vielleicht von einer Tracht? Bringen Sie es bitte zum Workshop mit. Wir forschen weiter nach regionaler Kleidung.

Pottmütze aus Heimatmuseum Göhren
Pottmützen
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Zeit: 24.10.2020, 9.30 - 17 Uhr
Ort: Kulturzentrum St. Spiritus, Greifswald, Lange Straße 49/51
Anreise: St. Spiritus ist 15 min zu Fuß vom Greifswalder Bahnhof und Busbahnhof entfernt, die nächstgelegenen Parkplätze sind das Parkhaus am Domcenter, kostengünstiger sind die Parktplätze am Bahnhof oder am Nexö-Platz.

Kosten: 20 Euro Teilnahmegebühr und 12 Euro Materialkosten (Anleitung, Garn, Nadeln), vor Ort in bar zu entrichten

Verpflegung: Pausengetränke- Kaffee, Tee, Wasser.  In der Mittagspause kann sich jeder selbst in der Innenstadt von Greifswald verpflegen.

Bitte beachten Sie die Teilnahmevoraussetzungen: Sie haben Kenntnisse im mehrfarbigen Stricken (nicht nur Streifen!), können mit einem Nadelspiel in der Runde stricken und haben Lust, Neues zu lernen.
Dies ist kein Anfänger-Strickkurs!

Die Teilnahmegebühr (20,00€) und die Materialkosten (12,00€ für Wolle, Nadelspiel und Anleitung) bezahlen Sie bitte in bar bei Kursbeginn.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Strickkenntnisse ausreichen, laden Sie sich doch vor der Anmeldung die Anleitung für die Mütze hier auf der Seite herunter:    Flyer: Pottmütze aus Göhren

Bitte melden Sie sich verbindlich über das Anmeldeformular an, geben Sie dabei an, ob Sie eher fest oder locker stricken und was Ihr bisher aufwendigstes Strickprojekt war.

Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Falls sich mehr Interessierte anmelden, erstellen wir eine Warteliste.

Als ob ich nichts anderes zu tun hätte…

gestern hat mich eine Leserin darauf aufmerksam gemacht, daß der Download der Pottmützen-Anleitung nicht funktioniert und dieser Meldung bin ich heute nachgegangen.
Es ist wirklich ärgerlich, alle Downloads, die hier  mit einem Tool eingebunden waren, sind nicht mehr erreichbar. Ich werde alle diese Links heute korrigieren und bitte um Entschuldigung.

Aber hier schon mal die Links zur Pottmütze:   Flyer: Pottmütze aus Göhren und   Pottmütze - Korrigierte Strickschrift


Nachtrag: Die Download-Seite ist wieder in Ordnung, und ich gehe jetzt stricken...

Die Pottmütze in der Herbstausgabe der Piecework

Die Pommersche Pottmütze gehört zu meine Lieblingsprojekten, denn es lag mir auf der Seele, daß es hier im Nordosten Deutschlands nur so wenig Gestricktes aus vergangener Zeit geben soll, daß keine überkommenen gestrickten Muster oder Kleidungsstücke heute noch getragen werden. Und als ich dann die Pottmütze nach den wenigen Exemplaren, die es in Museen noch gibt, nacharbeitete, startete ich damit ein kleines Revival.
Die Mütze stieß auf angeregtes Interesse, der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern druckte die Anleitung der Mütze aus Gager, die im Museum von Goehren aufbewahrt wird, und die Anleitung wurde auch hier von der Webseite vielfach heruntergeladen.  Die Anleitung für die Mütze aus dem Stralsunder Museum ist jetzt auch erschienen, und zwar als Begleitprojekt zu meinem Artikel über die Wiederentdeckte Mütze der Fischer von der Insel Rügen, in der amerikanischen Zeitschrift Piecework. Zu dem Artikel Pomeranian Pottmütz - A Knitted Cap from the Island of Rügen gehört auch die Strickanleitung Pottmütz:  Re-creating a Forgotten Cap.

Pommersche Pottmütz

Piecework ist eine amerikanische Zeitschrift. die seit rund 30 Jahren Artikel und dazugehörende Anleitungen über traditionelle Handarbeitstechniken aus aller Welt veröffentlicht. Es wrd über neu-entdeckte vergessene Techniken berichtet, über Erbstücke amerikanischer Einwanderer ebenso wie über die strickenden Männer vom Titicaca-See. Autorinnen wie Beth Brown-Reinsel, Riina Tomberg, Nancy Bush, Angharad Thomas (to name a few) schreiben in diesem Magazin und ich konnte eine ganze Menge lernen.

Zu meinem Glück gibt es die Ausgaben in Druck- und in PDF-Format, und vergangene Jahrgänge oder einzelne ältere Ausgaben  kann man als PDF-Dateien  herunterladen. Auf diese Weise habe ich einen großen Bestand der Hefte seit 1993 und lese immer wieder und wieder in ihnen. In den rund 30 Jahren ist eine einzigartige Enzyklopädie zusammengekommen. 
Longthread Media LLC übernahm 2019 drei Magazine (Spin Off, PieceWork, and Handwoven) von der insolventen Firma F+W Media und sicherte so zu unserem Glück deren Fortbestehen.

Ich nahm also meinen ganzen Mut zusammen und schlug die Mütze zur Veröffentlichung vor. Und bekam den Auftrag, den Artikel und die Anleitung zu schreiben. Das hat mich sehr beschäftigt und mir Freude gemacht, es gab aber auch etliche Hürden zu überwinden. Natürlich habe ich den Aufsatz ersteinmal auf deutsch verfaßt und dann ins Englische übersetzt, meine Freundin Pat hat dann "kontroll-gelesen" und es zeigte sich, daß die amerikanische Zeichensetzung sehr von unserer deutschen abweicht. Ich habe auf den Rat gehört und die Zeichensetzung den amerikanischen Lektorinnen überlassen.

 

 

Piecework Herbst 2020

Nun also ist die Herbstausgabe 2020 erschienen und mein Aufsatz hat 4 Seiten bekommen, die dazugehörende Anleitung (samt Strickschriften) dann auch noch einmal 4 Seiten. Das macht mich stolz!
Mit der Empfehlung für ein Garn ist es ja immer so eine Sache, einerseits wollte ich möglichst authentische Wolle verwenden und vorschlagen, andererseits ist die Wolle des Pommerschen Rauhwollschafes ja nicht so einfach zu finden. Deshalb habe ich die Mütze mit der lettischen Wolle aus der Wollfabrik in Limbazi gearbeitet, eine sehr natürliche rauhe Wolle mit einer großen Farbauswahl und habe Farben verwendet, die denen der Originalmütze so nahe wie möglich kommen. Ich denke, das ist gelungen.

Und ich habe schon wieder neue Ideen für weitere Artikel, dazu muss ich aber noch ein wenig forschen.

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Nun noch ein paar Details:
Die Ausgaben der Piecework kann man auf der Webseite von Longthread Media kaufen, entweder als Druck- oder als digitale Ausgabe.

Das hier vorgestellte Herbstheft ist auf dieser Seite für 9,99$ zu bestellen.

Aber viel lohnender ist ein Abonnement des Magazins, das eine ganze Menge Vorteile bietet: Der Preis ist günstig und man erhält zusätzlich noch Zugang zu allen bisherigen Ausgaben! und weiteren unveröffentlichten Artikeln.
25$ für 4 Ausgaben / Jahresabo oder 45$ für ein Zweijahres-Abo, das kann ich nur empfehlen!

Piecework Herbst 2020 Titelbild

De Pottmütz bi de Plappermoehl – im Radio

An jedem letzten Sonnabend im Monat sendet NDR 1 Radio MV abends ab 19:05 die Sendung De Plappermoehl. Da geht es um Allerlei aus unserer Region auf plattdeutsch - oder besser: auf plattdütsch. Und das schon eine ganze Weile.
DIe aktuelle Sendung wurde am 23. November in Ferdinandshof aufgenommen, und Thema war neben dem lütt Stunn Lüdsnack, Musik un süst noch wat auch die Arbeit des Heimatverbandes MV. Denn der Heimatverband hat nun eine Geschäftsstelle in Südpommern,  in Ferdinandshof.
Christian Peplow ist der Leiter der Geschäftsstelle und auch Ansprechpartner für die Themen Niederdeutsch, Ortschroniken und Stier und Greif. Heimathefte für Mecklenburg-Vorpommern.

Er berichtet über die vielfältigen Projekte des Verbandes, auf plattdütsch natürlich! Und so kam meine Pottmütze ins Radio. Das können Sie hier rechts im Audioplayer nachhören.

Die komplette Sendung vom 23.11. gibts im NDR1 Podcast "Plattdeutsches aus MV" zum Download und den Podcast "Plattdeutsches aus MV" kann man natürlich auch abonnieren!

Das hab ich jetzt auch getan, muss ja meine Sprachkenntnisse verbessern...