Riina Tombergs Herbstkollektion

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Riina Tomberg ist keine Unbekannte, ich habe sie hier schon des öfteren vorgestellt; ich habe bei ihr stricken gelernt und mir eine wunderbare Jacke und einen schönen Mantel aus ihrer Kollektion geleistet, demnächst bekomme ich noch ein Kleid, das wird gerade geschneidert und ich kann es in Tallinn beim Mardilaat / Martinsmarkt im November abholen.

Riina hat in Tallinn im Haus Eesti Käsitöö (Estnische Handarbeiten) in der Straße Pikk 22 ein Geschäft und jetzt habe ich ihre neue Kollektion als Lookbook auf issuu.com entdeckt.

3 Lookbooks (oder wie soll ich diese Dateien nennen?) sind dort auf issuu.com zu sehen und auch auf meiner Wollmacht-Seite, es lohnt sich, ein Modell ist schöner als das andere.

Ich gehe jetzt in mich, denn mir fällt auf, daß ich ja noch gar nicht über das diesjährige Craft Camp berichtet habe und da habe ich Kurse bei ihr belegt und eine gute Zeit mit ihr verbracht... kommt bald!

Das schönste Buch der letzten Zeit

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Ich habe letztes Jahr ein Buch entdeckt,das mich fasziniert: Trachten (von Gregor Hohenberg)

Der Fotograf Gregor Hohenberg hat zusammen mit seiner Frau Annett Hohenberg mit unglaublicher Akribie über mehrere Jahre den Trachten in Deutschland nachgespürt und sie ausführlich dokumentiert. Wunderschöne Fotografien zeigen auf jeweils einer ganzen Seite des wirklich großformatigen Buches Menschen in ihren Trachten - mit atemberaubender Ästhetik.

5 Jahre waren sie dazu unterwegs in 22 Regionen Deutschlands!

 

Gregor Hohenberg: Trachten

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Die Gestalten Verlag; Auflage: 1. (16. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 389955566X
ISBN-13: 978-3899555660
Größe und/oder Gewicht: 25,5 x 3,2 x 33,8 cm
PS: der Link führt zu Amazon.de

Gregor Hohenberg: Traditional Couture: Folkloric Heritage Costumes

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Gestalten; Auflage: 1. (3. Juni 2015)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 3899555724
ISBN-13: 978-3899555721
Größe und/oder Gewicht: 25,2 x 3,2 x 33,7 cm
PS: this link links to amazon.com

 

Klappentext:

Trachten stehen für Heimat, Tradition, Handwerk. In der Konsequenz und Kreativität ihrer Ausführung sind sie Inspiration für die High-Fashion-Designer von heute und morgen. Trachten sind im Grunde genommen Haute Couture: hochwertige Materialien, aufwendige Verarbeitung, kostbares Kulturgut und stilbewusstes Statement. Eine überraschende Vielfalt an Kleidungsstücken repräsentiert handwerkliche Höchstleistung, Traditionsbewusstsein, Zugehörigkeit und Heimatverbundenheit. Gleichzeitig inspirieren Trachten die anspruchsvollsten und radikalsten Modemacher von heute und morgen.

Den visuellen Brückenschlag von verstaubt zu Avantgarde leistet jetzt der Fotograf Gregor Hohenberg mit seinem Buch Trachten. Er porträtiert zum einen die Menschen alte und junge gleichermaßen , die Trachten tragen, sowie zum anderen ihr Lebensumfeld in allen Regionen Deutschlands. Darüber hinaus zeigt er die besonderen Kleidungsstücke in ihren perfekten Details: Perlen, Säume, Stickerei, Materialien und Farben jenseits der saisonalen Effekte der Modeindustrie.

Es ist eine fotografische Reise mit einem fast unüberschaubaren Reichtum an visuellen Zeichen und stilistischen Inspirationen.
Dabei überrascht sowohl die Leichtigkeit als auch die Würde, mit der Trachten hier gezeigt und getragen werden. Die Tracht verändert die Haltung, verleiht Ausstrahlung, trifft ein Statement.

Hier findet sich kein Musikantenstadl, kein ­folkloristischer Kitsch, vielmehr ein entspanntes Selbst­bewusstsein, eine Leidenschaft für die besondere Garderobe zum besonderen Moment.

In kaum einer anderen Kleidung verdichten sich die Biografie des Trägers und seiner Region in vergleichbarer Art. Trachten hat man fürs Leben. Trachten werden vererbt. Manche der aufwendigen Details sind heute kaum mehr anzufertigen. Schneider, die diese Kunst noch beherrschen, sind gesucht, weit über regionale Grenzen hinaus.
Das Trachtenhandwerk verbindet. Diese besondere Qualität, diese Identität und Intensität sind es, die Modemacher anregen, ihre eigenen Kollektionen neu und anders zu denken. Während gerade große Modemarken noch auf weltumspannende, schnelllebige Trends setzen, schaffen immer mehr kleine Manufakturen Kleidungsstücke, die bleiben: ­Erbstücke statt Wegwerf-T-Shirts.
Das Buch erscheint in deutscher und englischer Sprache.

Covertext:

Traditional clothing represents the regions where it is produced along with their cultures and handcraft. Its creativity and longevity is inspiring high fashion designers of today and tomorrow.
Traditional clothing is essentially haute couture. Made with high quality fabrics and elaborate workmanship, it embodies cultural heritage and style. Encompassing a surprising variety of garments, it represents premioum handcraft, an awareness of tradition, a sense of belonging, and an affinity to one's homeland. At the same time, folkloric clothing is inspriing some of today and tomorrow's most ambitious and radical fashion designers.

In Traditional Couture, photographer Gregor Hohenberg succeeds in building a visual bridge between the outmoded and the avant-garde in German folkloric fashion. He portrays the individuals, young and old alike, who wear traditional attire in all the regions of his homeland, as well as their surroundings. Furthermore, he depicts the distinctive garments in all their glorious detail: pearls, seams, embroidery, and colors--all of which are completely unaffected by the seasonal influences of the fashion industry.

This book is a dazzling journey in pictures featuring an almost overwhelming abundance of visual symbols and stylistic inspiration.
At the same time, Traditional Couture captures the grace and dignity with which clothing is worn.
The book eschews kitschy German folklore to show how donning traditional dress can change one's composure, lend charisma, and make statement while providing a relaxed sense of self-confidence and feeding passion for special attire at special occassions.

There is simply no other clothing that represents the wearer's biography and region in quite the same way. Traditional German outfits are made to last a lifetime and handed down to future generations. Some of their details are so elaborately made that hardly anyone has the time or skill to create them today. Tailors that still master this art are in high demand far beyond regional borders.

Consequently, traditional clothing is a handcraft that connects people. The distinctive quality, identity, and intensity of the attire featured in Traditional Couture is inspiring fashion designers to rethink their collections in new directions. While giant fashion brands are surrendering to global, fast-lived trends, more and more small manufacturers are creating enduring garments: heirlooms instead of throw-away t-shirts.

 

Und jetzt noch ein ganz besonderer Knaller, der mich zum Einen freut und zum Anderen traurig macht:

Bei Jokers,de wird das Buch gerade als Restauflage für 14,99€ angeboten!

Ich finde es toll, weil dadurch mehr Menschen sich dieses wunderbare Buch leisten können und auch wiederum traurig weil die Autoren es nicht verdammt haben, daß dieses wunderbare Buch verramscht wird..

Trotzdem: Wenn meine Leser dieses Buch bei Jokers.de kaufen, kommt es in gute Hände!

 

Ein Auszug aus dem Puppenheim

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Mit Auszug meine ich nicht den Exodus, sondern einen Text-Ausschnitt und ich bin gerade, angeregt durch einen Artikel im Norwegian Textile Letter, auf Henrik Ibsens Nora oder Ein Puppenheim gestossen. Ein interessantes Statement des Advokaten Helmer, das ich hier wiedergeben möchte:

So eingestreut zwischen Banalitäten, die die eigentliche Tragik verdecken, gibt der Herr des Hauses seine Meinung von sich. Diese Meinung überrascht uns nicht, ist er doch ein Chauvinist ersten Grades, aber das Chinesische, das verwundert schon..

Nun, dies zur Einführung in den Artikel Between Knit and Purl von Espen Søbye, im Norwegian Textile Letter, den ich ja schon einmal zitiert habe hier auf der Wockensolle und der immer sehr lesenswert ist.

Die Autorin bespricht den aktuellen Hype der Strickbücher (Klompelompe, Arne und Carlos und und und) und steltl dabei auch ein Buch vor, welches sich gegen das Stricken ausspricht und die gesellschaftliche Rolle des Strickens untersucht (im Gegensatz zu den anderen Büchern, in denen das perfekte Befolgen detailliertester Anweisungen als Kreativität verherrlicht wird),
Dieser Abschnitt steckt voller Denkanstöße und deshalb zitiere ich ihn hier. Und was das verehrte Paar Alva und Gunnar Myrdal da postuliert, sollten wir alle überdenken. Stimmt das?

Knitting and crochet were enterprise gone wrong. This energy should be used for something more practical for society and the individual.

Nachstehend der Auszug aus dem Artikel und Informationen zu dem Werk von A. und G. Myrdal findet man bei wikibooks..

Helmer.
Ach was, schon?... – Gehört Ihnen das Strickzeug da?

Frau Linde (nimmt es.)
Ja, danke schön. Beinahe hätte ich es vergessen.

Helmer.
Also, Sie stricken?

Frau Linde.
Ja freilich.

Helmer.
Wissen Sie was, Sie sollten lieber sticken.

Frau Linde.
So? Und weshalb?

Helmer.
Weil es viel hübscher aussieht. Sehen Sie nur: man hält die Stickerei mit der linken Hand, – so –, und mit der rechten führt man die Nadel – so – in leichtem, langgestrecktem Bogen; nicht wahr –?

Frau Linde.
Ja, das mag schon sein –

Helmer.
Das Stricken hingegen, – das kann nur unschön sein. Sehen Sie her: die zusammengeklemmten Arme, – die Stricknadeln, die auf und ab fahren, – das hat so was Chinesisches an sich. – Es war wirklich ein glänzender Champagner, den man uns vorgesetzt hat.

In dem Artikel springt mir noch eine Klassifizierung ins Auge:

 Sweden, Alva and Gunnar’s homeland of anti-knitting

Ich bin gespannt wie die aktuellen Wahlen in Schweden ausgehen, mit dem Untergang der Sozialdemokratie dort wird Stricken vielleicht noch stärker instrumentalisiert im Sinne von zurück an die Nadeln - zurück an den Herd!

Resistance against knitting. One of the books, Rett på tråden [Right on the Thread] differs from the others, not only with its slightly impudent title. In the introduction, sisters Birte and Margareth Sandvik quote the exchange of lines in A Doll’s House, where Torvald Helmer advises Mrs. Linde to set aside her knitting and take up embroidery instead, because knitting “can never be anything but ugly, “ “there’s something Chinese about it.”

Knitting has had several vocal opponents since Ibsen’s Torvald. In their book Crisis in the Population Question (1934), the married couple Alva and Gunnar Myrdal—both tone-setting Swedish social democrats, she winning the Nobel Peace Prize, he the Nobel prize for economics—were angered by the exaggerated petit bourgeois habits that had spread among the working class and minor civil servants. Family life in these classes was, according to the Myrdals, characterized by a fussy desire to entertain, an overly-ambitious interest in food and homemaking, with a penchant for public display. But it was, above all, women’s handwork that paid the price: “All this embroidery, this knitting, sewing, and lacemaking that has filled the walls and sofas, tables and shelves.”

Knitting became equated with a confined active mind and connected to married women’s having no right to work and the two-child family having become the norm.

Staying home with one or two children resulted in women’s having lots of free time—and presto, this is how Alva and Gunnar Myrdal explained the then-current knitting wave: Knitting and crochet were enterprise gone wrong. This energy should be used for something more practical for society and the individual.

At the end of the 20th and beginning of the 21st centuries, women are having even fewer children than did their grandmothers in the 1930s, and men’s and women’s lives have become almost exactly identical. The reduction in the number of childbirths is a major reason why the buxom female with broad hips and heaving breasts is no longer the ideal woman, instead the athletic, androgynous female body that exudes health and sex appeal is. The anorexic, boyish body has become the woman’s dream physiology, and she dresses accordingly.

Es wird Herbst,

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bei ALDI und LIDL kommt wieder die Sockenwolle in die Angebots-Körbe... und ich meine, jedes Jahr werden sie noch ein wenig hässlicher, oder bin ich einfach nur ein Snob?

Ich habe zur Zeit, neben einigen anstehenden ehrenamtlich-politischen Terminen, eine Sammlungsphase. Ich sammele Strickbündchen.. und zwar ganz spezielle, Kihnu-Bündchen. Der Grund? Schon seit letztem November liegt wohl verwahrt und mit Lavendel und Ceder verwöhnt ein Kihnu-Troi-Torso in meiner Strick-Ecke, gestrickt für Heinz in Riina Tombergs Werkstatt auf der estnischen Insel Saaremaa. Ich hatte beim Craft Camp einen Workshop zum Thema "Kihnu-Pullover" belegt und die Vielfalt der Muster fasziniert mich.
EIn Kihnu-Troi, ein Männerpullover von der Insel Kihnu, zeichnet sich durch ein zweifarbiges, weiß-blaues All-over-Muster und farbig betonte Bündchen an Hals, Ärmeln und Bund und auf den Schultern aus.

 

Dieses Projekt habe ich hier auf der Wockensolle ja schon einmal vorgestellt, und im Sommer habe ich noch einen eintägigen Workshop bei Riina mitgemacht, mit dem Titel "Vitsad, pakud, täpid", und nun muss ich das wirklich fertigstellen, denn im November ist schon wieder der Martinsmarkt in Tallinn und ich fahre wieder hin..

Vitsad = plural für die Borten oder "Braids"
Pakud = die grafischen Muster zwischen den Borten
Täpid = das sind die kleinen Pünktchen, die in den Borten hervorlugen, ich mag sie ganz besonders.

Inzwischen ist mein Bündchen-Bestand erstaunlich angewachsen, und deshalb suchte ich nach einer Präsentationsmöglichkeit, die Pabbedeckel (= hessisch) sind ja nur ein Provisorium.

Ja, nicht nur für die Männer (die sich im fortgeschrittenen Alter ja am liebsten beim Urologen oder im Baumarkt aufhalten), nein auch ich greife ab und an auf die Angebote von Obi und Konsorten zurück. Und diese dezent grauen Schaumstoff-Rohre sind doch wirklich einen brauchbarer Hintergrund für die verschiedenen Teile.

Seitdem ich mich menta auf dieses Strickprojekt vorbereitete, wälzte ich ein Problem: Die Bündchen sind beim Abketten etwas weiter als beim Anschlag, ich schaffe es nicht das zweifarbige Abketten mit der gleichen Spannung wie den zweifarbigen Anschlag zu stricken, es gelingt mir nicht.

Und eigentlich sollte ein Bündchen ja am Ärmelende etwas schmaler sein als beim Beginn des Bündchens.

Wenn ich die offenen Ärmelmaschen aufnehme und das Bündchen stricke, dann habe ich am Ende das nicht so schöne Ende. Aber  das Bündchen stricken, abketten und dann mit Maschenstich hantieren wollte ich auch nicht.

Lizzy gab mir dann den entscheidenden Rat: Der Anschlag kommt "nach unten" und am Bündchen-Ende wird es mit den Ärmelmaschen per "3-needle-bind-off" verbunden. Und das klappt.

Ich habe es gleich zweimal ausprobiert, einmal an einen braunen Abschnitt (rechts) angestrickt und einmal an ein blaues Stück (links).

Und solange beim Abketten in beiden Teilen die gleichen Farben vorhanden sind, und das Bündchen außen über dem Ärmelteil zu liegen kommt,  kommt das auch gut zusammen. Da beide Teile auf je einem Nadelspiel sitzen, ist das schon ein ziemliches Gewürge... 9 Nadeln im Einsatz! Aber ich weiß jetzt wie es geht!

Nordic Knitting Symposium IX

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Der Samstag, der letzte Tag des Symposiums, der Tag vor der Abreise.

Eigenartig - mir ist bewußt daß jede Veranstaltung zu Ende geht, meistens schneller als erhofft, daß ich es gar nicht vertrage immer  zwischen so viel Menschen zu sein und seien sie noch so sympathisch, anregend, fröhlich - es braucht ja auch Zeit das Erlebte, Gesehene und Gelernte zu verarbeiten und zu verfestigen.

Der Webstuhlraum im Werkgebäude

Ich nutzte diesen Samstag auf meine Weise; auf dem Programm standen Ausstellungen an verschiedenen Orten und Besichtigungen des Vilma-Gebäudes und der Vilma-Wollmühle. DIe Ausstellung "WHITE" im Kondas-Center habe ich schon in Tallinn gesehen, dort war sie in Pikk 22 ausgestellt, Eesti Valge, und ich habe sie hier auf der Wockensolle auch schon vorgestellt. Kristi Jõestes Handschuhe habe ich schon während der ganzen Woche im Sakkala-Zentrum gesehen, man konnte sie gar nicht übersehen, und Riina Tombergs Ausstellung "Ohne Rot" hatte ich gleich zu Beginn der Woche aufgesucht und mich daran erfreut.

Im Februar 2017 nahm ich an der Winter-Akademie der Viljandi Kulturakademie teil und dabei konnte ich schon die Werk- und Wirk-Räume der Akademie und die neue Wollmühle besichtigen. Ich habe allerdings damals nicht darüber berichtet, das wollte ich mir für einen Beitrag in einer Serie über Wollmühlen aufheben, und den habe ich, muss ich gestehen, noch nicht geschrieben. Deshalb zeige ich jetzt hier jetzt doch schon einige Photos der Mühle.

wie immer: für eine größere Darstellung auf ein Bild klicken!

Hauptereignisse des Tages? Die Präsentation der Workshop-Arbeiten und das festliche Abschluß-Essen im Nationalen Zentrum für Volksmusik auf dem Burgberg.

Lange Tische waren vorbereitet, damit jeder Teilnehmer seine Prachtstücke präsentieren konnte, und selbstverständlich wurden wir auch zu einem Schlußwort aufgefordert.

  • Wunderbare Organisation, tolles Engagement
  • DIe baltischen Besonderheiten wurden hervorragend vermittelt
  • Hoffentlich kommen bald nicht nur russische Lehrerinnen, sondern auch Interessierte Teilnehmer aus Russland zu solchen Veranstaltungen (z.B. zum Craft Camp)
  • Es ist immer wieder faszinierend wie unkompliziert und fröhlich der Kontakt so vieler gleichgesinnter Frauen ist!
  • "Ich habe keine Angst mehr vor feinen Stricknadeln!"
  • Danke für Alles!

Das waren so einige Schluss-Bemerkungen. Und ich glaube, alle hatten recht.

Da aber Bilder immer mehr als 1000 Worte vermitteln, jetzt noch eine Bilderauswahl von der Schlussveranstaltung.

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Angesichts der Präsentationen konnte ich nur staunen, einige der Teilnehmerinnen müssen auch die Nächte durchgestrickt haben!
Ich glaube die Fröhlichkeit "kommt rüber" auf diesen Bildern.

Mit diesen Eindrücken beende ich meinen Bericht über das Nordic Knitting Symposium 2018 in Viljandi / Estland und ich bedanke mich bei den Organisatorinnen für dieses einmalige Erlebnis.
Da aber meine Reise noch nicht zu Ende ist, geht es hier auf der Wockensolle noch eine Weile weiter mit Berichten aus Estland, von Wolle und Menschen!

Nordic Knitting Symposium VIII

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Den Freitagnachmtittag verbrachten wir in Heimtali im dortigen Museum, von Anu Raud aufgebaut und gehütet. Einer meiner LIeblingsplätze in Estland, das Museum in der ehemaligen Schule, die Storchenfamilie auf dem Telegrafenmast, der Zaun mt den Handschuh-Malereien, und natürlich die Schätze im Museum.

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In den letzten Jahren wurde die Präsentation der Sammlung im Museum verbessert, nun gibt es viele Schaukästen, viele Exponate sind hinter Glas und damit für alle Besucher sichtbar.

Natürlich ist das Museum nicht für solch eine große Besuchergruppe eingerichtet und so wurden wir in 4 Gruppen auf unterschieldlichen Wegen herumgeführt: Anu Raud stellte die Sammlung im Museum vor, in anderen Gebäuden präsentierten Strickerinnen von der Insel Kihnu, von Saaremaa und von Töstamaa ihre Fertigkeiten.

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Alle Photos in dieser Galerie: © 2018 Sandra Urvak

Und dann das Highlight: Knit and Walk - auf estnisch: Kai ja Koo!
Ein Wettkampf, ein Strick-Staffel-Lauf, bei dem es nicht nur auf die Schnelligkeit sondern auch auf die Qualität des Gestrickten ankommt. Der diesjährige Wettbewerb war extra in den Juni gelegt worden, damit die Gäste des Symposiums daran teilnehmen konnten.
14 Mannschaften, na eigentlich Frauschaften, gingen an den Start, skandinavische, britische, baltische und auch ein asiatisches Team machte mit und gewonnen hat die norwegische Mannschaft!

wie immer: für eine größere Darstellung auf ein Bild klicken!

Alle Photos in dieser Galerie: © 2018 Sandra Urvak

Claudia hat ein kleines Filmchen von diesem sportlichen Highlight gedreht und auf Facebook und ihrer Webseite wollwaerts.eu veröffentlicht und damit die Aufmerksamkeit der Welt auf diese Veranstaltung gezogen: Ihr  Video ist inzwischen 637.858 mal geklickt worden (am 01.08.18, 12:42 MEZ) ;=)

Der dritte Platz: Baiba, Maija und Solvita

Drei strahlende Siegerinnen aus Lettland und Litauen,

herzlichen Glückwunsch!

In einer feierlichen Zeremonie wurden dann die Preise an die Siegerteams und an das Organisatoren-Team, das außer Konkurrenz lief, vergeben.