Zaun in Heimtali

Workshop-Absage / 5.12.2020 in Rostock

Kretschmer - Trachten der Völker - Rügen

Ach es ist schade, aber ich verstehe es:

Der Pottmützen-Workshop im Kulturhistorischen Museum Rostock, der für den 5. Dezember eingeplant war, muss verschoben werden.

Er wird auf jeden Fall nachgeholt, vielleicht im Februar oder März 2021?

Bereits angemeldete Teilnehmer werden persönlich angeschrieben.

Sobald der Termin "steht", gibts hier natürlich Infos dazu.

Und bis dahin? Stricken!
Die Anleitung zum Herunterladen gibt es ja auf der Pottmützen-Seite hier bei der Wockensolle und Bilder von fertiggestellten Mützen kann man mit einem Formular hochladen, für eine Pottmützen-Galerie. Das wär doch was!

Socken blocken? Unbedingt!

Stricken dauert seine Zeit, und wenn ein Strickstück fertig ist, ist die Geduld auch zu Ende und am liebsten möchte ich den Handschuh, die Jacke, die Socken gleich tragen. Was machts da schon aus, wenn die Socken, vor allem wenn sie  mit mehreren Farben im Muster gestrickt sind, noch recht krumpelig daherkommen? Beim Tragen glättet sich das doch von selbst...

Die Abbildungen in den Strickbüchern und Journalen zeigen immer wunderbare Exemplare, alle Maschen schön ausgerichtet und die Muster gut erkennbar - gar nicht vergleichbar mit dem krumpeligen Teil, das da gerade von meinen Nadeln gekommen ist. Irgendwie weiß ich, daß ich jetzt besser das Eucalan-Bad ansetzen und die Labbersocken hinlegen sollte - und trotzdem bin ich oft versucht, den offenkundigen Unterschied zwischen dem "Soll" und dem "Ist" auf die Strickkünste der Anleitungsstrickerin zu schieben. Und wenn ich mich wieder mal ein wenig mokiere über die "neue kostenlose Anleitung des 7456.ten stinknormalen Strumpfes", bei der die Bilder auch nur wieder sowas Ungrades zeigen, ist mir bewußt daß ich mit zweierlei Maß messe und mich selbst zu wenig um ein ordentliches Ergebnis schere.

Wenn Sie den Zeiger auf dem Bild rechts nach rechts oder links verschieben, wird der Unterschied doch recht augenfällig, meine ich.

Die kleine Mühe, die Socken eine Zeitlang im Eucalan-Bad schwimmen zu lassen und dann auf einem Sockenspanner zu trocknen, das ist zwar eine Geduldsprobe, aber wir sollten sie akzeptieren.
Das ist wie mit der Maschenprobe: wir wissen, daß es notwendig ist, haben aber keine Lust dazu und wollen immer gleich losstricken. Und wundern uns wenns hinterher nicht paßt!

ungeblockter lettischer Strumpfgeblockter lettischer Strumpf
Vecpiebalga geblockte und ungeblockte Strumpfspitze

Nicht nur die Schönheit, auch die Passform gewinnt: ein geblocktes Strickteil ist allemal etwas größer als das ungeblockte - bei Strümpfen mit geripptem Bündchen kann das schon mal ein, zwei Zentimeter ausmachen.
Um diese Aussage noch ein wenig zu untermauern, hier weitere Ansichten des gleichen Strumpfpaares:

geblocktes Bündchenungeblocktes Bündchen
geblockter Musterstreifenungeblockter Musterstreifen

Die Mühe lohnt sich. Und weil mir mein lieber Mann gerade etliche Sockenbretter gesägt, geschliffen und lackiert hat, werde ich das in Zukunft beim Sockenstricken auch beherzigen. Besonders dann, wenn ich mit Naturwolle und nicht mit superwash-behandelter Sockenwolle gestrickt habe, denn die rauhe Naturwolle kommt ungeblockt doch recht schluderig daher, wie schön das Strickstück geworden ist, sehe ich dann erst nach der Nachbehandlung.

Also: unbedingt waschen und spannen!

November-Stricken

Eine lange stille Zeit, die scheinbar nicht zu  Ende geht und doch sind mir die Tage immer zu kurz. Private Kontakte finden nicht mehr oft statt, aber dann genieße ich sie um so mehr. Welch ein Glück, das wir heutzutage soviele Möglichkeiten haben uns auszutauschen! Sei es im Strickforum Ravelry, per Mail, Messenger oder Telefon, wir sind nicht so isoliert wie wir es vielleicht selsbt einreden. Mit einem Päckchen eine kleine Freude bereiten, bei einem Strickproblem aushelfen oder stolz zeigen was man gestrickt hat - das alles ist möglich und gibt uns das Gefühl nicht alleine zu sein.

Heute morgen bekam ich eine freudige Nachricht: ein Päckchen, das ich am 12. Oktober in die USA abgeschickt hatte und dessen Sendungsverfolgung keinerlei Bewegungen meldete, kam jetzt endlich an! Nach 5 Wochen!

Ich weiß zwar daß die US-Post schlecht aufgestellt ist (wie man heute so gerne sagt) und andere Postsendungen wichtiger waren, aber daß die Übersee-Sendungen inzwischen per Ruderboot abgewickelt werden, das war mir neu...Aber jetzt ist es angekommen und ich bin erleichtert.

VecPiebalga Zekes

Und ich habe in der letzten Zeit immer mehr mit Freundinnen und Freunden im Ausland telefoniert, oft mit dem Facebook-Messenger, denn den benutzen nun einmal die meisten, oder mit WhatsApp und Skype, aber diese Dienste taugen nicht für alles: denn die/der Angerufene muß diesen Dienst auch nutzen, muss online sein und ehrlich gesagt, die Übertragungsqualität ist bei allen sehr oft ziemlich mies.
Ich habe trotzdem stundenlange Gespräche führen können in den letzten Wochen und diesen Tipp (keine Werbung!) möchte ich gerne weitergeben: eine deutsche Telefonie-Anbieterfirma ermöglicht das Telefonieren mit Handy- und mit Festnetzanschlüssen ohne SIM-Karte, per App im Handy, in 64 Länder dieser Erde (es werden mehr)  und 100 Minuten pro Monat sind kostenlos;  darüber kostet eine unbegrenzte Minutenzahl gerademal 4,99€!
Man selbst ist mit dieser App weltweit für Anrufe aus Deutschland erreichbar und momentan sind Anrufe in 64 Länder möglich! Satellite ist der Name, und auch wenn ich sonst ungern Werbung mache, diese App hat mir in der letzten Zeit sehr geholfen.

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Ich habe einige Projekte auf der Nadel, einige davon sogar fertiggestellt! Ein kleines Babyjäcken für einen neuen Erdenbürger ist fertig, andere Projekte noch nicht: das second-sock-syndrom schlägt zu: ein Sockenpaar aus dem lettischen Sockenbüchlein wartet auf den zweiten Strumpf und dann stricke ich gerade Strümpfe, die mir schon immer gefielen, die ich schon immer stricken wollte und die nun schon fast fertig sind: Lettische Strümpfe aus der Region VecPiebalga in Vidzeme!

VecPiebalga Zekes
Lettische Socken
Handknitted Socks of Latvia
Titelbild Praktiskie Rokdarbi

Die Musterzeichnung dazu findet sich in der aktuellen Sondernummer der lettischen Zeitschrift "Praktiskie Rokdarbi", genauere Musterzeichnungen aber in dem japanischen Buch "Hand Knitted Socks from Latvia".

Den ersten Strumpf habe ich bereits gewaschen und in Form gelegt und die Unterschiede zwischen dem geblockten und dem unfertigen Gestrick sind wirklich sehr sehr groß. Alles was hubbelig und knubbelig wirkt, wird glatt und schön!

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Ich habe im Netz nach weiteren japanischen Strickbüchern gesucht, denn die sind fast immer sehr sehr illustriert und mit einiger Mühe kann man sich darin auch zurechtfinden, auch wenn mir der Inhalt des redaktionellen Teils meistens entgeht. Ich besitze solche Bücher über Shetland, Schottland, ein Buch über fünf Strickerinnen von der Insel Kihnu und eben auch das Buch mit den lettischen Socken.

Bei der Suche nach solchen Büchern nehme ich einen online-Übersetzer zur Hilfe und da ist mir doch neulich etwas ganz Eigenartiges, Seltenes vor die Augen gekommen:
Bosnische Ekel-Handschuhe! Finden Sie nicht auch?

bosnische Ekelsocken
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Seit dem Zeitungsartikel über den Workshop bekomme immer noch Anrufe und Anfragen zur Pottmütze. Und auch Fotos. Ich habe in den letzten Tagen einen netten Brief mit kleinen Wollproben erhalten, von einer Spinnerin von der Insel Rügen, und ich werde diese Proben nun studieren ob sie sich für die Mütze eignen. Aber auch Photos habe ich gemailt bekommen und die sind so wunderbar, daß ich mir vorgenommen habe, in der Pottmützen-Abteilung eine Galerie der neu-erstandenen Mützen einzurichten.
Ich bitte Sie deshalb, wenn Sie schon eine solche Mütze fertiggestellt oder auf den Nadeln haben, mir Photos davon zur Verfügung zu stellen. Dafür habe ich ein Formular eingerichtet, mit dem Sie eine Grafikdatei oder auch eine ZIP-Archivdatei mit mehreren Bildern hochladen können. Ich binde diese dann in der neuen Galerie ein! Ich sage schon mal vielen Dank im Voraus!

Im November – hier und dort

Eine sehr sehr ruhige Zeit. Mein Studienaufenthalt in Schönberg im Museum kann nicht stattfinden, der jährliche große Martinsmarkt in Tallinn (Mardilaat) ist in den virtuellen Raum verschoben worden, die Krankheit weitet sich weiter rasend schnell aus und die unselige Mischung aus Corona-Leugnern und Rechtsradikalen verheert die politische Landschaft.
Den mangelnden Respekt vor dem Leben und der Freiheit haben sie wohl von dem amerikanischen (Ex-)Präsidenten mit dem toten Tier auf dem Kopf übernommen. Am Tag der Reichskristallnacht, dem Tag des Gedenkens an die Opfer der deutschen Nazi-Herrschaft, will Pegida demonstrieren.
Die unheilige Allianz des Aserbeidschanischen Regimes mit dem Möchtegern-Sultan vom Bosporus bringt Krieg und Vernichtung nach Artsakh und Armenien, eine Region, die mir sehr am Herzen liegt und unsere Außenpolitik? Die schweigt dazu.

Es erscheint mir als ob alle bösen Geister entfesselt sind, als ob die Dummheit, Ignoranz und Aggression sich nunmehr ungehemmt ausbreitet, alle schlechten Eigenschaften der Menschen zu Tage treten können. Schon immer waren in Seuchenzeiten entfesselte Scharlatane, Kriegslüsterne und, ja auch, Frauenfeinde unterwegs, griffen Verschwörungstheorien um sich und verloren die Menschen alle Hemmungen. Kultur ist anscheinend nur eine dünne Schicht und verdeckt nur schwerlich Wahn und Agressionen, Wissenschaftsleugnung und Zynismus - ich empfinde diese Zeit gerade als Zivilisationsbruch.

Wir alle vermissen den Kontakt mit Freunden und Gleichgesinnten und ich muss mitansehen, wie einige Freundinnen in Depression fallen. Aber ich denke es geht nicht anders. Wir müssen vorsichtig sein, Corona ist eine schlimme Krankheit und wenn wir sie in unserer Umgebung angeblich nicht wahrnehmen dann ist das doch nur ein Zeichen dafür wie gut wir (im Gegensatz zu anderen Ländern und Regionen) bisher durch die mißliche Pandemie gekommen sind.  Wir müssen die Krankheit verhindern und bekämpfen und dürfen sie nicht leugnen! Ich bitte Sie von Herzen, seien Sie vorsichtig und besonnen, passen Sie auf sich und auch auf die Menschen in ihrer Umgebung auf und bleiben Sie gesund!

nun aber zu Erfreulicherem!

Der Artikel über den Pottmützenworkshop in der Ostseezeitung hat große Wellen geschlagen, Ich erhielt viele viele Anfragen. Ob ich nicht eine Mütze verkaufen könne  - oder eine Mütze stricken - das waren die häufigsten Fragen.
Und diese habe ich verneint. Ich habe die Anleitung erstellt und der Heimatverband MV stellt sie zusammen mit mir kostenlos zur Verfügung, ich möchte ja nicht den Rest meines Lebens ununterbrochen Mützen stricken, dazu habe ich noch zu viel vor! Aber es macht mich auch ein wenig traurig. Immer wieder bekomme ich zu hören, daß man eben leider nicht selbst stricken könne - ein Argument, das ich so nicht stehen lassen möchte.

Stricken kann man lernen. Es gab mal Handarbeitsunterricht, es gibt Kurse in den Volkshochschulen etc., die Buchläden sind voll mit Anleitungsbüchern für Anfänger und Fortgeschrittene, im Internet findet man Tausende Tutorials und Anleitungsvideos -  also warum nicht sich hinsetzen und es versuchen? Neugierde ist eine gute Lehrerin! Und Selbstgestricktes ist allemal nachhaltiger als Zusammengekauftes! Warum sind so viele Menschen so zögerlich und nicht bereit, mal etwas auszuprobieren?
Ich wäre nicht so glücklich wie ich heute bin (trotz aktueller Eintrübungen), wenn ich nie etwas dazugelernt hätte, wenn ich nie neugierig gewesen wäre und mit Geduld geübt hätte.

Piecework Herbst 2020

Es gab aber auch wirklich wunderbare positive Rückmeldungen und Anrufe. Ich bin mit Spinnerinnen von der Insel Rügen ins Gespräch gekommen und Kontakte verfestigen sich. Und es gibt schon Anmeldungen für den nächsten Workshop in Rostock am 5. Dezember! Auf der Seite des Heimatverbandes MV gibt es dazu Informationen und ein Anmeldeformular. Wenn Sie sich dort anmelden, beantworten Sie bitte auch die Fragen. Der Workshop setzt einige Strickkenntnisse voraus!

So. Und eine kleine Neuigkeit noch: Aus Jux habe ich eine neue Domain eingerichtet: https://www.pottmuetze.de! Das ist aber zur Zeit noch nur eine Weiterleitung auf die Pottmützen-Seite hier bei der Wockensolle, vielleicht kann ich den Inhalt ja irgendwann weiter ausbauen.

Ich habe zu Anfangs schon geschrieben, daß der alljährliche Martinsmarkt in Tallinn dieses Jahr nur virtuell stattfinden konnte. Die Veranstalter haben eine Webseite gestaltet, auf der die Teilnehmer und Aussteller vorgestellt werden und auch Neuigkeiten veröffentlicht wurden. Diese Seite ist noch für einige Zeit online und wenn Sie sie in einem Browser öffnen, der Webseiten schnell und gut übersetzen kann (also z:B. Chrome), dann muss man auch kein Estnisch können um sich an dem interessanten Inhalt zu erfreuen.

In der  Übersicht und den Vorstellungen der Aussteller, in dem Abschnitt "kudumit - knitwear" trifft man auf Külli Jacobson aus Setomaa und auf Riina Tomberg, die Handarbeitsvereinigung aus Haapsalu mit einer wunderhübschen Kaidi-Kätlyn auf dem Foto  - ich kann sie nicht alle aufzählen!

Die unglaubliche Vielfalt des estnischen Kunsthandwerks diesmal also online - immerhin!

Haapsalu Handarbeitsorgansiation

Kaidi-Kätlyn mit einem Schal aus Haapsalu!

Und jetzt einige Mardilaat-Videos, die mir besonders gut gefallen!

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EIn Besuch in Riina Tombergs Geschäft im historischen Gewölbe des Hauses Pikk 22, dem Sitz der Estnischen Handarbeitsvereinigung!

Ich bin immer wieder bezaubert von ihren wunderschönen Kreationen!

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Anu Randmaa aus Töstamaa stellt die estnische Stricktechnik "Roosimine" vor, eine Technik, bei der Faden der Kontrastfarbe nicht mitgestrickt wird sondern vor dem Strickstück quasi mitgewebt wird.
Ich hatte das Glück, beim Nordic Knitting Symposium 2018 einen Workshop mit Anu besuchen zu können und im letzten Sommer besuchte ich mit einer Gruppe des Craft Camps das Handarbeitszentrum in Töstamaa.
Dort sollten Sie unbedingt vorbeischauen wenn Sie in der Gegend sind!

Morgen binde ich noch weitere Videos ein, sie sind einfach zu interessant.

Ein Topf für jeden Kopf

So titelt die Ostseezeitung heute im Bericht über den Workshop am Sonnabend in Greifswald. Und das war ein wirklich schöner Workshop.

Die Freude an der Mütze, das Interesse an der Geschichte und dem Stricken, fröhliche Gespräche, aktive Teilnahmerinnen und ein Teilnehmer, es geht weiter! Ein Folgetreffen wurde vereinbart, und neben dem Bericht in der OZ kommt heute oder in den nächsten Tagen auch noch ein Bericht beim NDR-Fernsehen. Ich freue mich wie Bolle!

 

Der Titel des Berichts in der OZ zeigt zwei Teilnehmerinnen in ihren wunderschönen Röcken von der estnischen Insel Kihnu!

Es wird doch noch gelingen, "unser" Pommern auf das baltische Strickniveau zu heben, das Bewußtsein für regionale Traditionen im Zeitalter der globalisierten Klamotten - wie geschrieben, ich freue mich wie Bolle!

Eine Teilnehmerin brachte 2 Pottmützen mit, die sie vor 20 Jahren für ihren Sohn gestrickt hatte. Damals mit handelsüblicher Wolle, superwash wohl, gestrickt - aber auch solchem Garn ist die Mütze immer schön!

Und ich bekam Fotos von einer zweimonatigen Reise durch das Baltikum gezeigt,viele bekannte Gesichter und Orte. Wieder ein Beweis, daß Stricken und Handarbeiten die Menschen und Regionen zusammenbringt.

Photos von der Insel Kihnu
Zwei Pottmützen

Photos: Anna-Konstanze Schröder

Workshop-Vorbereitungen

Ich habe schon viele Schulungen gehalten, war ja Teil meines Berufes, und immer ist ein Quant Unsicherheit dabei: welche Vorkenntnisse bringen die Teilnehmer mit, stimmt die Technik, sind die Unterlagen rechtzeitig mit der Post gekommen? Und (fast) immer habe ich diese Klippen gemeistert, entweder durchgezogen oder eben improvisieren müssen.

Aber dieses Jahr ist es anders.

Pottmützen

Zu den üblichen Vorbereitungen der Texte (erstellen, Korrektur lesen, drucken, wieder Fehler finden, nochmal korrigieren, erneut drucken), der Strickschriften (mit Stitchmastery die Charts zeichnen, daraus Grafiken erstellen, die Charts in druck- und lesbare Größe bringen, drucken und dann wieder Fehler finden und nochmall alles von vorn) und der Materialien (Wolle packen, Nadeln beilegen etc., etliche Luftmaschenketten häkeln damit der Workshop nicht schon beim provisorischen Anschlag scheitert) kommt dieses Jahr noch das Zaudern hinzu: kann der Kurs überhaupt stattfinden? Wieviele Teilnehmer melden sich trotz Virus-Bedenken an? Wieviele Teilnehmer passen in den Raum?
Die Infektions-Zahlen steigen, aber das Gesundheitsamt hat grünes Licht gegeben, Hygiene-Maßnahmen werden getroffen, ein Karton mit Einweg-Masken und Desinfektionsmittel sind eingepackt, dazu jede Menge Taschentücher ... jetzt kann ich mich überraschen lassen.

Überraschen lassen wovon? Wie wird die Gruppe sein, welche Vorkenntnisse bringen sie mit? Wieweit kommen wir beim Stricken? Daß die Mütze nicht fertig wird an diesem Tag, das ist schon klar.

Ich bin gespannt. Und freue mich auf viele Pottmützen, die ab jetzt gestrickt werden. Oder ab dem 5.12., wenn ich den Workshop in Rostock im Museum halten werde.