The secret history of Knitting

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Die geheime Geschichte des Strickens . ein interessanter Film, dessen Link ich auf der Webseite des britischen Knitting History Forums im Newsbeitrag Reflections on Knitting in the Media gefunden habe. In dem Beitrag wurde zur Diskussion über "Stricken in den Medien" diskutiert und dieser Film wurde zur Vorbereitung empfohlen. Nun, über verschiedene historischen Werke zum Thema wird immer wieder diskutiert, sei es über Richard Rutt's A history of Handknitting oder Heinz-Edgar Kiewes  Sacred History of Knitting. Kiewe war wohl ein recht seltsamer Zeitgenosse, wie mir Anghard Thomas schon bei meinem ersten Craft Camp erzählte

Der Film ist wirklich sehenswert.

 

Es hat geklappt – die Wockensolle ist ok

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Der Umzug der Webseite auf einen neuen Server ist überstanden. Während die Katzen sich das schlechte Wetter vom trockenen Fensterbrett aus betrachten, sitze ich am Rechner und schiebe eine Domain nach der anderen (38 insgesamt!) , ein Mailpostfach nach dem anderen vom alten auf den neuen Server, betreut und unterstützt von meinem Serverbetreuer.

Manches geht glatt über die Bühne und bei manchen Webspaces zickt es, und dann muss auch noch alles dokumentiert und gesichert werden. Deshalb ist es hier ruhig auf der Wockensolle. Die Katzen nutzen das aus und lümmeln sich auf den neugestrickten Pottmützen, täte ich auch lieber ;=)

Webseiten – Umzug am 09. Januar

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Wenn es in den nächsten Tagen zu kurzen Störungen kommen sollte oder die Webseite nicht aufrufbar ist, dann liegt das daran, daß die ganze Seite morgen auf einen anderen Server umziehen wird.

Das dauert natürlich einige Zeit und fordert auch Aufmerksamkeit, ich sitze also am Rechner und schaue daß das so schnell und reibungslos wie möglich über die Bühne geht.

Es ist aber auch eine Menge "Holz" die hier seit dem ersten Beitrag zusammengekommen ist:

  • Der erste Beitrag wurde am 11.01.2013 veröffentlicht: An die Nadeln, Ihr Socken!
    Da kommt der Umzug zum FünfjSechsjährigen Jubiläume gerade noch rechtzeitig!
  • Insgesamt 3.715 Bilder, 6 Audio-Dateien, 16 hier direkt auf dem Server gespeicherte Videos... das ist wirklich viel.
  • Tja, und dieser Beitrag ist der 801. Beitrag auf der Wockensolle, dazu kommen noch 24 veröffentlichte Seiten ..

das soll mir mal jemand nachstricken ... ;=)

Also: morgen zieht die Seite um und am 11. Januar feiere ich dann das FünfSechsjährige Jubiläum. Ich denke, es geht alles glatt, toitoitoi!

Blick zurück – im Zorn? Nein, mit Entschiedenheit

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2018 - welch ein Jahr. Schrecken - Verwüstung - Dummheit - Egoismus - Habgier - Zerstörung

ja, so könnte ich das Jahr resümieren und ich hätte nicht Unrecht. Aber war das Alles? Nicht ganz!

Ich habe in diesem Jahr viel erleben dürfen, viel gelernt, viele wunderbaren Momente erlebt. Und da ich gleich zu einer Neujahrsfeier gehe, folgt hier erst ein kleines Gedicht zum Jahresbeginn und dann meine ganz unvollständige persönliche Jahresbilanz!

Ludwig Thoma - Silvesternacht

Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
So haben wir uns was zu sagen,
Was feierlich und hoffnungsvoll
Die ernste Stunde weihen soll.

Zuerst ein Prosit in der Runde!
Ein helles, und aus frohem Munde!
Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
Wir leben doch, und das ist viel.

Noch einen Blick dem alten Jahre,
Dann legt es auf die Totenbahre!
Ein neues grünt im vollen Saft!
Ihm gelte unsre ganze Kraft!

Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
Viel lieber wollen wir es zwingen,
Daß es mit uns nach vorne treibt,
Nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.

Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
Die Zeit zu lenken, laßt uns wagen!
Dann hat es weiter nicht Gefahr.
In diesem Sinne: Prost Neujahr!

Und nun meine Liste des Jahres 2018:

  • zwei intensive Sprachkurs-Wochen an der Uni Greifswald haben mir einen kleinen Einblick in die Lettische Sprache erlaubt, aber da bleibt noch sehr sehr viel zu lernen..
  • Ich konnte im März die Baltischen Tage in Greifswald mitorganisieren und Maruta Grasmane zu einem Strickworkshop nach Greifswald einladen
  • Im Juni war ich zur Mittsommer-Feier in Daugmala in Lettland eingeladen und reiste dann weiter nach Viljandi / Estland zum Nordic Knitting Symposium, verbrachte eine Woche mit Freundinnen auf der Insel Saaremaa und lernte dann weiter beim Craft Camp in Olustvere
  • beim Nordic Knitting Symposium traf ich Zlata Ushakova wieder, in den 90ern lernten wir uns beim JazzFest in Arkhangelsk am Weißen Meer kennen
  • ich kämpfte mit kleinen Nadeln und vielen Maschen und brachte es auf 69 Maschen / 10cm = Fliegenrekord!
  • ich versuchte mich an Travelling Stitches an Handschuhen von der Insel Ruhnu
  • bei Ravelry leitete ich einen KAL mit Mustern des lettischen Designers Ventaskrasts
  • Im Herbst fuhr ich zum Martinsmarkt nach Tallinn und zur Hundertjahr-Feier Lettlands nach Riga
  • ich ärgerte mich über einen Trachtenwettbewerb des Tourismusverbands MV, und nahm diesen Ärger als Ansporn:
    • so forschte ich weiter nach pommerschen Stricktraditionen
    • wurde Mitglied im Heimatverband MV
    • nahm an einer Tagung zum Thema "Trachten" teil
    • rekonstruiere die Rüganer Pottmützen - Mützen der Fischer von der Halbinsel Mönchgut
    • plane eine Workshopwoche und beantragte Förderung
    • scheiterte (vorläufig) an der Bürokratie
  • ich habe mir ein Logo für die Wockensolle und die Wollmacht gegönnt
  • das wunderbare Trachtenbuch von Gregor Hohenberg erfreut mich immer noch
  • immer wieder erhielt ich Geschenke von meinen Blog-Leserinnen, ganz unerwartet und überraschend, und dafür möchte ich mich von Herzen bedanken!
  • ich habe viel gestrickt und trotzdem wächst mein Wollvorrat immer weiter...
  • in meiner neuen Heimat Vorpommern engagiere ich mich in einer Lokalen Aktionsgruppe des LEADER-Projektes (Projekte zur Förderung der Entwicklung des Ländlichen Raumes) und beim Kunst- und Kulturrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald - das ist alles ist bei Weitem nicht so befriedigend wie Stricken
  • Das langsame Mahlen der Fördermühle des Vorpommern-Fonds macht meine für den März geplante Wollgaster WollWoche unmöglich, der Zeitrahmen ist zu eng, alles dauert zu lange - aber:
  • aufgeschoben ist nicht aufgehoben - die Wollgaster WollWoche kommt, aber dann erst im Oktober 2019.
  • Und bis dahin arbeite ich noch viele viele Pommersche Pottmützen!
  • bei festlichen Anlässen trage ich stolz das wunderschöne Kleid von Riina Tomberg zusammen mit der warmen roten bestickten Jacke, danke Riina!

Ich hoffe ich habe nicht zu viel vergessen aufzuführen, es ist aber auf jeden Fall noch mehr geschehen in dem letzten Jahr.

Und was kommt im Neuen Jahr?

  • im Sommer geht es natürlich wieder zum Craft Camp nach Viljandi
  • im Herbst werde ich die Wollgaster WollWoche veranstalten
  • ich werde weiter in der pommerschen Strickgeschichte stochern
  • hoffentlich berherrsche ich irgendwann die Travelling Stitches, kleine verzopfte Maschen
  • die Handspindeln werden sicherlich nicht nur im Regal bleiben, ich lerne das noch!

Aber jetzt erstmal ein großer Dank an die Leserinnen und Leser der Wockensolle, an meine Freundinnen und Freunde, bleiben Sie mir gesonnen, sorgen Sie für Kultur und genießen alles Schöne!

Ihre Cornelie Müller-Gödecke(aka Wockensolle)

Falsches FairIsle – oder bewußte Blödheit?

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Daß es mittlerweile Garne gibt, die "von selbst" Muster bilden, weil sie für eine mittlere Fadenspannung, mittlere Wadendicke und definierter Nadelstärke eingefärbt sind, ist ja bekannt. Daß diese Garne dann gerne mal "Faux FairIsle" genannt werden, ist mir auch schon untergekommen.

Daß alles was irgendwie mit mehr als einer Farbe gestrickt wird, als FairIsle benamst wird, ist leidvollerweise auch bekannt (Dummheit tut bekanntlich weh, aber immer den anderen...).

Hier aber haben wir wirkliches falsches FairIsle, nämlich falsch herum getragene Pullover!

Ich hätte ja Lust eine Weihnachtsverlosung zu starten mit der Frage: "Wieviele Ignoranten haben hier mitgewirkt?". Das kann ich leider nicht, denn die Asos Foundation, mit Sitz in London, wird mir diese Information sicher nicht herausgeben.

Das ist insgesamt eine eigenartige Geschichte: Der Online-Shop geriert sich wie eine Firma, das Ganze ist aber eine Stiftung, welche junge Mode-StartUps beschleunigen möchte (ich meine, sie beschleunigt Ignoranz im Textilgewerbe!)

Ich bin mal auf die Suche gegangen, wer hinter dem Ganzen steckt und habe eine Seite gefunden About us | Who we are. wo ich dieses erstaunliche Statement vorfand:

We believe in a world where you have total freedom to be you, without judgement. To experiment. To express yourself. To be brave and grab life as the extraordinary adventure it is. So we make sure everyone has an equal chance to discover all the amazing things they’re capable of – no matter who they are, where they’re from or what looks they like to boss. We exist to give you the confidence to be whoever you want to be.

Erstaunlich! Dann geht es weiter mit solch erstaunlichem MarketingSprech wie FASHION DEMOCRACY, Choice for all, Body positivity, Creative futures - ich mag den Quatsch gar nicht komplett zitieren.

Ist es Entdeckung erstaunlicher Dinge, wenn man Pullover verkehrt herum trägt? Oder vielleicht einfach nur eine nicht ausgewachsene Pubertät? Schlicht Blödheit?

Was ist mein Fazit? Dummheit ist demokratisch (zumindest im Modebereich) oder Demokratie braucht Ignoranz?

Ach es ist einfach nur schlimm.

PS: der Link zur Seite tauchte bei FaceBook auf.