Am 16. Oktober fand die Mitgliederversammlung des Heimatverbandes M-V statt, öffentlich, für Mitglieder und Interessierte. Der NDR war mit einem Radio- und einem TV-Team vor Ort und Claudia Krischer (www.wollwaerts.eu), meine langjährige Strickfreundin und Mitreisende, und ich wurden zu einem Interview gebeten. Zu meiner Freude wurde es von Dagmar Amm  geführt, die ich schon bei CraftCamps in Estland kennengelernt hatte und von der ich wußte, daß sie im Spinnkreis Retschow sehr aktiv dabei ist. Und dann fragte sie uns, welche Ideen, Vorhaben und Projekte wir beide, woll- und strickvernarrt, mit dem Heimatverband MV im Sinn haben. Das können Sie rechts als kleinen Mitschnitt hören, aber warum meine Stimme so kratzig daher kommt, das weiß ich auch nicht.

Inlay Roositud

Aber ganz wichtig: Ich kann den nächsten Workshop mit Riina Tomberg zum Thema "Estnische Stricktechniken" ankündigen!

Am 26. November wird eine Veranstaltung des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ein Kick-Off-Meeting für einen geplanten Arbeitskreis "Textil in Mecklenburg-Vorpommern"
stattfinden und Riina Tomberg wird dabei über die Förderung und Pflege der traditionellen Handarbeitstechniken in Estland referieren. Und beim Workshop in Greifswald hatte Riina vorgeschlagen, dann doch noch einen zweiten Workshop "anzuhängen".

Und das tun wir jetzt!

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Der nächste Workshop also wird am Sonnabend, den 27.11., und Sonntag, den 28.11. im Postel in Wolgast statfinden. Und diesmal liegt der Themenschwerpunkt auf den "modernen Bündchen der Kihnu-Handschuhe" und auf  Inlay-Technik (Roositud) und den feinen Schlaufen / Fringes aus der estnischen Region Töstamaa.

Wir haben schon einige private Strickwochenenden im Postel verbracht und immer hat uns die ganz besondere Athmosphäre dort begeistert:
das Team vom Postel umsorgt uns freundlich und hilfsbereit, im großen Raum im "Knotenort" finden wir viel Platz für den Workshop,
zur Entspannung gibt es verschiedenen Sitzgruppen und einen offenen Küchen / - Pausenraum, das Frühstücksbüffet ist liebevoll angerichtet, vielseitig und lecker und jedes der Gästezimmer hat seinen ganz eigenen Charme!

Ach ja, seit unseren ersten Freundestreffen dort planen wir die Umbenennung der kleinen Stadt Wolgast in Wollgast!

Workshop "Estnische Stricktechniken II" mit Riina Tomberg

Termin: 27. und 28. November im Postel in Wolgast, Breite Str. 26, 17438 Wolgast

Melden Sie sich bitte für die Teilnahme beim Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern an und geben Sie bitte auch Ihre Adresse an!
eMail: geschaeftsstelle( at )heimatverband-mv.de
Telefon: 0385-5777 3711
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Teilnahmegebühr: 80,00€, diese können Sie beim Workshop vor Ort in bar bezahlen
Einen Rabatt können Sie beim Heimatverband erfragen.

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Ganz besonders freue ich mich, daß es im Postel auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt:
das Einzelzimmer mit Frühstück kommt auf 50,50€ / Tag und das Doppelzimmer mit 2 Frühstücken dann auch 76,00€ / Tag.

Wolgast ist eine hübsche kleine Stadt am Peenestrom, gegenüber der Insel Usedom. Sie ist gut erreichbar mit dem Wagen (das Postel hat einen eigenen Parkplatz), oder mit der Bahn (aus Richtung Greifswald oder Berlin bis Züssow, dann umsteigen in die Ostseebäderbahn bis Wolgast-Hafen, und dann noch 200m zu Fuss).
Für diesen Workshop sind, wie beim ersten Workshop ja auch schon, eine vorherige Anmeldung und Kenntnisse im Stricken mit mehreren Farben (Jaquard) und Erfahrung mit dem Stricken mit dünnen Nadeln Voraussetzung.
Bitte bringen Sie die Stricknadeln und die Wolle vom letzten Workshop wieder mit!

Wir halten uns an die dann geltenden Corona-Regeln des Kreises Vorpommern-Greifswald, eine Information über die aktuellen Regelungen erhalten die Teilnehmer "kurz vor Start" nocheinmal per Mail.
Generell gilt: Genesene und/oder Geimpfte können sicher teilnehmen, ein Sicherheitsabstand kann in dem großen Raum auf jeden Fall eingehalten werden.

Der Veranstaltungsort: Das Postel, das Posthotel an der Ostsee

Wir haben einige Räume vor-reserviert, bitte wenden Sie sich zur Buchung direkt an das Postel:
☎ 03836 237 43 83 oder ✉️ : info(at)post-aus-wolgast.de

Immer mit dem Codewort "Strickworkshop" ;=)

Das wird bestimmt wieder ein ganz besonderer Workshop, ich freue mich darauf!

Maruta Grasmane: Handschuhe aus Lettland

Ich habe eine gute Meldung bekommen: Die deutsche Ausgabe des Buches  "Handschuhe aus Lettland", welches mir bekanntermaßen ja sehr am Herzen liegt, wird gerade nachgedruckt und ist bald wieder erhältlich.

Mit Amazon.de hatte es eine Menge Schwierigkeiten gegeben, die Firma forderte von SENA KLETS eine deutsche Steuernummer und forderte und forderte...,  um das Buch in das Sortiment aufzunehmen.
Ein EU-Blödsinn, denn der Handel zwischen den EU-Mitgliedstaaten ist ja bekanntlich "schrankenlos" und demzufolge weigerten sich auch deutsche Finanzämter, eine Steuernummer zu vergeben und die Erklärung, daß das nicht nötig sei, wurde von Amazon einfach ignoriert. Der Link bei amazon.de

Jetzt aber soll es wieder werden. Wie auch immer. Das ist mir ein Rätsel genau wie ich mir nach diesen Erfahrungen nicht vorstellen kann, wie es asiatische Händler auf die Amazon-Plattform schaffen....

Und dann noch diese erfreuliche Meldung: Das Buch ist nun auch in das Sortiment von "lehmann media" , der Fachbuchhandlung für Medizin, Psychologie, Informatik und Mathematik aufgenommen worden!
Wir haben es dort ins Sortiment geschafft! Hier der Link

Also: ich werde die Augen offenhalten und auch hier vermelden, wenn es wieder lieferbar ist!.

Buch Icon

Nun ist auch der dritte Band aus der Reihe "Knit like a Latvian", von Ieva Ozolina, Hobbywool, aus Riga, erschienen. Ersteinmal die englischsprachige Ausgabe:

Knit Like a Latvian: Accessories - 40 Knitting Patterns for Gloves, Hats, Scarves and Shawls

Ich habe mir das Buch, wie die beiden Vorgänger (Handschuhe + Stulpen, Kniestrümpfe + Socken + Stulpen) auch, angeschaut. Und meine Meinung hat sich nicht geändert.
Es gibt zwar wieder eine Doppelseite mit ein paar Informationen zu den lettischen Symbolen (Mara, Salktis etc.), es gibt Basisanleitungen und dann bei den Modellen keinerlei Informationen zur Herkunft der Muster, für mich wirkt es lieblos, oberflächlich.
Und ein Modell nach einer lettischen Gottheit zu benennen, weil man das uralte Symbol dieser Gottheit für irgendwas nutzt, das gefällt mir auch nicht.

Da heißt dann ein Set aus Muster und Schal "Bright Patterns", also "helle Muster", aber es ist das Muster der wunderschönen Strümpfe aus dem Bezirk Vecpiebalga in der lettischen Provinz Vidzeme! Ich hatte sie im letzten Jahr gestrickt, nachdem ich mehrere Jahre um sie in Gedanken "herumgeschlichen" bin, sie lockten mich gar zu sehr. Aber als Mütze oder Schal?

Knit like a Latvian - Ozolina

Ieva Ozolina: Knit like a Latvian - Acessoires
ISBN-10 1-4463-0868-5 / 1446308685 / ISBN-13 978-1-4463-0868-4 / 9781446308684
Herausgeber: David & Charles (12. Oktober 2021)
Sprache: Englisch, Taschenbuch: 128 Seiten

wie immer: für eine größere Darstellung auf ein Bild klicken!

 

Das erste Bild in der kleinen Galerie zeigt das Set aus Mütze und Schal aus dem Buch "Knit like a Latvian - Accessories" nach dem alten bunten Muster, die restlichen 3 Bilder zeigen den "echten"  Strumpf und einen Ausschnitt aus dem großen Trachtenbuch über Vidzeme...

Aber ob Letten wirklich so stricken?


Ich liebe es, wenn beim Stricken immer auch ein wenig Kultur vermittelt wird, Hintergrundwissen, Geschichte - Wissen tut ja nicht weh... aber mit diesen Büchern erhält man eigentlich nur "nice, toll, bunt" - das wärs dann auch.

Der zweitägige Workshop mit Riina Tomberg in Greifswald ist schon wieder vorbei, und ich fühle mich sooooo zufrieden und beglückt.
Ich habe die Tage organisiert, Riina in Berlin am Flughafen abgeholt und gestern auch wieder zum Flughafen gebracht. Sie ist gut in Tallinn angekommen und jetzt ruhe ich mich aus. Voller Freude.

Ich freue mich

  • daß die Veranstaltung möglich war, mit allen Pandemie-Vorsichtigkeiten
  • daß Riina Tomberg aus Tallinn kommen konnte
  • daß das Thema "Estnische Stricktechniken - mit Fokus auf die Muster der Insel Kihnu" soviel Interesse weckte
  • daß so tolle Teilnehmerinnen zusammen kamen, und nicht nur aus MV, sondern auch aus den Niederlanden und Bayern
  • daß sich wieder einmal gezeigt hat, wie schön und wohltuend es ist, wenn Frauen gemeinsam lernen, sich austauschen und fröhlich sind!
  • daß der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern diese Veranstaltung ermöglicht und unterstützt hat
  • daß unser erster Workshop im Initiativenhaus STRAZE in Greifswald so prima funktioniert hat
  • daß wir weitermachen!

Wir planen nun einen Folgeworskshop, der auf diesem Workshop aufbaut. Und die wunderbare Riina auch wieder kommen wird!

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Verschiedene Maschenanschläge, die ganz speziellen "Kihnu Vits" (Borten), Muster und Maschen wurden geübt und am zweiten Tag erarbeiteten sich die Teilnehmer entweder ein eigenes Muster oder suchten sich ein Muster aus den vielen Vorlagen aus. Da kamen schöne Ergebnisse zusammen!

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Hausordnung

Und selbstverständlich habe ich mich in meiner Unterkunft an die Hausordnung gehalten...  ;=)

Ich habe in der letzten Zeit meinen Reisebericht nicht weitergeschrieben, die Gründe dafür ? Vorbereitungen für den Workshop mit Riina Tomberg am 4. und 5. 10. in Greifswald und mein Ärger über die Wahlen am letzten Sonntag. Ich habe große Sorge, daß die entstehende Bundesregierung den Herausforderungen, die uns bevorstehen, in keinster Weise gerecht werden wird (werden kann); daß die Menetekel immer noch nicht verstanden wurden.

Diese Sorge lähmt mich sehr, da habe ich lieber im Sessel gesessen und vor mich hingestrickt. Ein Tuch ist fertig geworden und muß nur noch gespannt werden, eine neue Jacke braucht nur noch Knöpfe.
Stricken tut mir gut und nun freue ich mich auf die kommenden Tage!

Aber ich schreibe auch an meinem Reisebericht weiter. Es geht weiter in Kuressaare auf Saaremaa. Riina hatte den Besuch im Archiv des Museums vorbereitet und eine interessante Auswahl an Studienobjekten zusammengestellt.
 

Stücke aus dem Archiv des Saaremaa-Museums

Also zurück nach Kuressaare auf der Insel Saaremaa!
Wie wir wissen, haben die estnischen Inseln alle ihre ganz speziellen Trachten, ob kunterbunt wie auf Muhu oder weiß-dunkel wie auf Ruhnu oder weiße Striümpfe zu roten Legwarmern wie auf Vormsi,  aber die Insel Saaremaa toppt alles: hier hat noch jede Gemeinde ihre eigenen Farben, Muster, Accessoires! Ganz besonders viele Muster und Formen stammen aus den Gemeinden Jämaja und Mustjala, aber auch aus Kihelkonna.

Bisher habe ich erhaltene Mützen, Handschuhe oder Strümpfe von der Insel nur im Estnischen Nationalmuseum in Tartu gesehen, denn mein erster Versuch, das Museum in Kuressaare zu besuchen, scheiterte, die Textil-Bestände waren gerade verpackt und nicht zugänglich, das Archiv zog um. Dieses Mal aber hatte ich Glück, Riina hatte unseren Besuch angemeldet und auch schon eine Auswahl getroffen:

Fingerhandschuhe, Fäustlinge, ein typischer roter Schal, die eigenartigen Mützen...

Die Mützen! Rot mit schwarzen Streifen - die vorherrschende Farbkombination, Männer trugen früher meistens Mützen mit weißer Grundfarbe, dunkelblaue oder schwarze Mützen gehörten zur Trauerkleidung.
Diese Mützen waren fast immer innenseitig gefüttert (wie die Pottmützen ja auch).
Einige Exemplare aus Mustjala jedoch besitzen ein geripptes Bündchen, das nach innen geklappt getragen wurde. Und damit die Mützen nicht im Wind davon fliegen, wurden sie mit einem einfarbigen oder bunten, geflochtenen Band unter dem Kinn befestigt.

 

Das Archiv des Saaremaa - Museums hat im 2. Weltkrieg viele seiner Unterlagen verloren, so zeigen die Exponate oft noch die alten Archivnummern, aber die Daten dazu sind verlorengegangen. So findet man auch im Online-Archiv bei vielen Exponaten den Hinweis "muuseumi endistest kogudest, mille kohta andmed puuduvad;" - aus den ehemaligen Sammlungen des Museums, für die keine Unterlagen vorhanden sind.

Drei Mützenformen konnte ich bewundern:

eine Mptze mit abgestuften Abnahmen
Mütze aus Anseküla
Mützen aus Jämaja

Mützen mit Abnahmen, die zwischen den Musterstreifen plaziert sind.

Mützen mit "starker Abnahme", diese Mützen sitzen knapp auf dem Kopf, der längste Teil der Mütze hängt nach unten.
Diese Mütze aus Anseküla ist 62 cm lang!

Viele der Mützen aus Jämaha tragen Quasten aus Stoff- und Spitze verziert und zeigen einen deutlichen Rand: der Saum wurde gefaltet und der Anschlag wurde über dem ersten Musterband festgenäht.
Dadurch kräuselt sich der untere Teil der Mütze sehr. Zudem sind die unteren  Musterstreifen haben immer einen hellen Hintergrund.

Aber natürlich gab es nicht nur Mützen zu bewundern, deshalb binde ich noch eine Bilderauswahl hier ein. Interessant ist, daß die "Saaremaa Schals" gehäkelt und nicht gestrickt sind!

Bestellformular
Blick auf die Ordensburg in Kuressaare
Frau  mit Tuttmüts, Video-Ausschnitt

Zum Abschluß dieses interessanten Besuches unterschrieb ich noch das Tellimisleht - das Bestellformular und wir genoßen  ein leckeres Mittagessen im Kurgarten-Restaurant von Kuressaare mit Blick auf die Ordensburg, wieder einmal schien die Sonne für uns.

Bei dem Lied- und Tanzfestival der Küstenschweden, das wir später, am letzten Tag unserer kurzen Reise, in Haapsaluu besuchten, konnte ich dann diese Mützen auch außerhalb eines Museums-Archivs bewundern, wie das Bild aus einem Handy-Video zeigt.

Selbstverständlich halten wir uns bei dem geplanten Workshop am 4. und 4. Oktober in Greifswald an die dann aktuellen Corona-Regeln des Landkreises Vorpommern-Greifswald.
Ich möchte hier nicht die Verordnung in voller Gänze wiedergeben, aber die für unsere Veranstaltung aussschlaggebenden Parameter zusammenstellen.

Es gibt eine vierstufige "Corona-Ampel", die je nach festgelegter Ampelstufe Auskunft über die geltenden Regeln gibt.
Auf der nebenstehenden Grafik kann man ersehen, welche Regeln für jede Stufe gelten.

Zur Zeit (heute, am 16. September) war für die Stadt Greifswald die Ampelstufe "Gelb" festgelegt worden.

Corona-Ampel Innenbereich

꘎ Genesene und Geimpfte  sind von der Testpflicht ausgenommen.
꘎꘎ Für Stufe 1 - 3 gilt am Sitzplatz keine Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund- und Nasen-Schutzes.

Selbstverständlich werden Hand-Desinfektionsmittel etc. bereitgestellt.

Wir bitten alle Teilnehmer, sich vor Beginn der Veranstaltung über die aktuell geltende Corona-Ampel-Stufe zu informieren. Klicken Sie dafür auf die nebenstehende Beispiel-Grafik!

Das wird uns die Freude am Stricken nicht verderben!

Bevor ich morgen mit meinem Reisebericht fortfahre, ein kurzer Rückblick auf das schöne Woll- und Backofenfest, das gestern auf dem Bechelsdorfer Schulzenhof, der zum Volkskundemuseum Schönberg in Mecklenburg gehört, gefeiert wurde.
Was ein schöner Tag war das!"Komme was Wolle" war das Motto der Norddeutschen Spinn-Meisterschaft, die gestern auf dem Schulzenhof ausgetragen wurde. Ausgerichtet wird dieser Wettbewerb von Wolfgang Woitag und den "Montagsspinnern" aus Breesen, und die Aufgabe lautet:

Aus 80g gekämmter Wolle im Kardenband soll in 90 Minuten. ein langer Faden gesponnen werden. Zugelassen sind nur mechanische Spinnräder.

Das war schon spannend! Die jüngste Teilnehmerin war gerade mal 6 Jahre alt, der älteste Teilnehmer war Herr Hans von Malottke, wie ich lernte ist er "der" Spinnrad-Spezialist schlechthin.
Ob ich jetzt auch spinnen möchte? So ein Reiserad spukt mir im Kopf herum... ich muß standhaft sein, immer wieder Wolle kaufen und dann auch noch selbst spinnen wollen, das geht einfach nicht!

Ich habe meine Pottmutzen gezeigt und auch die Strümpfe, die ich einem Strumpfpaar aus dem Volkskundemuseum Schönberg nachgestrickt habe, und war erstaunt und erfreut über das Echo. Die Pottmütze ist wirklich der Renner!
Aber nun erstmal eine Bildergalerie mit Eindrücken von der Veranstaltung!

Aber es wurde nicht nur gesponnen! Der historische Backofen war angefeuert, eine Märchenerzählerin und ein Stand, an dem Kinder die verschiedensten Dinge produzieren konnten (zum Beispiel Knöpfe verzieren), ein Stand mit schönen Dingen aus Stoff (Taschen, Tablet-Hüllen und mehr), der Stand von "Verstrickt und Zugenäht" aus Schönberg mit Unmengen Verlaufsgarn, das breite Angebot der Schönberger Handarbeitsgruppe, der Heimatbund und noch viel mehr.
Und wenn es mal ein wenig still war, konnte man die lebhaften Pommernschafe blöken hören, die hatten auch ihren Spaß.

Immer wieder stelle ich bei solchen und ähnlichen Veranstaltungen fest, wie kenntnisreich, nett und offen die Menschen sind, die ich kennenlernen kann. Wie locker und freundlich die Athmosphäre ist, bereichernd!

Und? Ach ja, natürlich habe ich auch wieder Wolle gekauft! 500g Pommernschaf-Wolle, von den Schafen des Bechelsdorfer Schulzenhof...

Danke Olaf Both vom Volkskundemuseum und Wolfgang Woitag von den Montagsspinnern!