Fiete und Heike, 2 kleine Poken

"Poken" - so nennt man die Menschen, die auf der Halbinsel Mönchgut auf Rügen leben. Sie sollen angeblich verschlossen, dickköpfig und eigensinnig sein. Nun, Eigensinn finde ich immer gut, und ich persönlich habe bisher nur nette Poken kennengelernt.
Eine ganz besonders nette Geschichte haben Heike und Fiete. Sie sind 75cm groß und waren einmal Schaufensterpuppen, bis Frau Gerda Mathis sie auf einem Flohmarkt entdeckte und zu sich nahm. Und da sie eine begeisterte Näherin ist, hat sie den beiden Kleinen die Mönchguter Tracht auf den Leib geschneidert.

Sceenshot OZ Gerda Mathis mit Fiee und Heike

Ein Screenshot der Ostsee-Zeitung vom August 2020

Als ich den Artikel über Frau Mathis und ihre 2 Poken in der Ostsee-Zeitung las, habe ich mich sehr gefreut. Welch eine schöne Idee!
Aber natürlich braucht der kleine Kerl eine richtige Mütze, eine Pottmütze.

Und so nahm ich Kontakt mit Frau Mathis auf und strickte 2 Mützen für den Bub.
Inzwischen stehen die Puppen in der Touristen-Information in Baabe und Fiete trägt jetzt seine Pottmütze!
Frau Mathis hat die beiden Puppen bei schönstem Küstenlicht am Strand für mich fotografiert.

Freuen Sie sich mit  mir über diese bezaubernden kleinen Wesen!

Ziehen Sie den Teiler nach links

Und hier alle Bilder der Photo-Session am Strand von Rügen

Vielen Dank, Frau Mathis! Ich freue mich schon daß ich irgendwann bald die beiden Poken in Baabe besuchen kann, wenn wir wieder reisen können.

VorÖsterliches

Ich habe diesen Beitrag zwar "VorÖsterliches" betitelt, aber der Schwerpunkt liegt nicht auf Ostern. Mir ist wirklich nicht österlich zumute und wenn nicht der Ostersonntag mit dem Geburtstag meines lieben Mannes Heinz zusammenfiele, würde ich so gar nicht feiern wollen. So feiern wir zu zweit und freuen uns daß wir uns haben,  über 30 Jahre nun. Ein großes Glück.

Ein großes Unglück ist vor ein paar Tagen geschehen und das liegt mir auf der Seele. Wir glauben nur allzugerne daß Unglücke einfach so geschehen. Aber der Brand der Schweine-Quäl-Anlage in Alt-Tellin, 10 km von Gribow entfernt, geschah nicht einfach so. Er war absehbar und die Schuldigen kann man benennen. Alle, die es verursacht haben, die weggesehen haben oder immer noch ihre Mitschuld leugnen.

60.000 Schweine sind verbrannt. Qualvoll, elend. Tiere empfinden Todesangst und Qualen,sie sind keine Ware. Aber jetzt sind sie Sondermüll, denn ihre Kadaver brannten in den Kunststoffboden der Ställe.

Ich versuche das so nüchtern so schreiben, aber ich kämpfe immer wieder mit den Tränen. Auch Tränen der Wut. Denn seit es die Anlage gibt war bekannt, daß es dort keinerlei Brandschutz gibt, dass immer wieder neue Ställe gebaut wurden, ohne Baugenehmigung, Kontrolle etc. Investoren haben sich bereichert, die Verwaltung hat geschlafen / weggeschaut / ignoriert..., die Politik hat wie immer keine Schuld.
Und niemand dieser Herrschaften zeigt auch nur ein Zeichen von Empathie. Sie zeigen immer nur mit dem Zeigefinger auf andere, die sollen schuld sein. Schuld sind alle, die bei diesem Schweine-System mitmachen.

Die LINKE hat für diese Katastrophe eine treffende und hoffnungsvolle Bezeichnung gefunden: das Fukushima der Mega-Ställe. Das möchte ich auch hoffen. Ob ein Umdenken möglich ist?
Die deutsche Landwirtschaftsministerin, die unsägliche Frau Klöckner, hat gerade wiedereinmal die Genehmigung für die enge Tierhaltung verlängert - sie sollte einmal so vegetieren müssen!
Der furchtbare Tod der Tiere ist ein MENETEKEL

Ich hatte mich wieder einmal verführen lassen, an einem MKAL, Mystery Knit Along bei Ravelry teilzunehmen, Denn ich schätze die Anleitungen von General Hogbuffer sehr. Also habe ich die Pescatarian-Socken auf die Nadeln geladen. Und das war diesmal wirklich kein erquickliches Stricken. Die Anleitung enthielt, zumindest für mich, einige Unklarheiten und mit dem asymetrischen Muster-Verlauf kann ich mich auch nicht so recht anfreunden. Ich empfand das Stricken als sehr sehr anstrengend, obwohl ich ja wirklich schon recht komplexe Teile gestrickt habe, und das hat mir auch die Lust an meinem eigentlich Projekt weiterzustricken für eine Zeit genommen. Ich musste nach diesem "Strick de force" erstmal noch ein paar Socken stricken, die allereinfachsten die mir so in den Sinn kamen und die Decathlon-Socken haben mich wieder in die Spur gebracht.

Was lerne ich daraus? Nie mehr an einem MKAL teilzunehmen, oder höchstens das Muster "abzugreifen" und bis zur Veröffentlichung der kompletten Anleitung zu warten und erst dann zu entscheiden, ob ich das wirklich stricken möchte. Mal sehen, wie lange dieser Vorsatz hält...

Keepers of the Sheep
Irene Waggener: Keepers of the Sheep

Dann gibt es aber auch noch ein paar Netzfunde, die ich unbedingt zeigen möchte.

Da ist erstmal das herrliche Buch "Keepers of the Sheep - Knitting in Morocco's High Atlas and Beyond" von Irene Waggerer. Meine Freundin Betta hatte dieses Buch bei Ravelry favorisiert und schon der Titel weckte meine Neugier. Ich kenne den Hohen Atlas, in den 70er Jahren war ich in Marokko und Algerien unterwegs, habe aber leider keine strickenden Schäfer kennengelernt.
Ich habe mir trotz des hohen Portos das Buch bestellt, und freue mich auf die Artikel darin und auch auf die Anleitungen. Sogar warme und schön gemusterte Legwarmer sind dabei! Und auch die Socken, die nach dem Ort Tlemcen in Algerien benannt sind, wo ich einige Male war...
Das Buch erschien im Selbstverlag und kann bei Etsy bestellt werden. Die Webseite der Autorin Irene Waggerer ist absolut lesenswert!

Und dann bin ich auf das Buch "Parimus Luksus - Luxury in Tradition" der estnischen Designerin Heli Väärtnõu-Järv, die auf der Insel Saaremaa lebt, aufmerksam geworden. Ich habe mit ihr Kontakt aufgenommen und sie hat mir das Buch geschickt. Das werde ich demnächst noch genauer vorstellen, denn sie trifft mit ihren Kreationen haargenau ins Schwarze: lässige, tragbare Mode mit Details. die sie von den traditionellen estnischen Mustern übernommen hat.
Ein Halsbündchen wird wie der Bund eines Kihnu-Pullovers gestrickt, auf der Schulternaht sitzt ein bunter Musterstreifen, oder ein Muster von Handschuhen aus Mustjala auf der Insel Saaremaa bildet den unteren Teil einer Jacke.

Das Buch ist leider nicht auf ihrer Webseite zu finden, aber die Abbildungen im Buch sind auch auf der Webseite zu finden, Beim Durchblättern ihres Portfolios juckt es mich immer mehr in den Fingern, ich möchte am liebsten sofort auch solch eine Jacke stricken, oder oder oder ... Und dazu findet man im Buch viele Ratschläge, aber keine fertigen Anleitungen. Die braucht es auch nicht, denn die Phantasie ist geweckt, der Stachel gelöckt.. Schauen Sie sich's an! Ich bin mir sicher Sie werden genauso begeistert sein.

Das ist genau das, was unseren Modedesignern (meiner Meinung nach) fehlt: sie können einfach keine zeitgemäße Modelle mit traditionellen Elementen kombinieren - wenn ich da nur an das unselige Küstendirndl für "MeckPomm" denke :=)

Heli Väärtnõu-Järv: Buchtitel
Heli Väärtnõu-Järv: Jackendetail
Heli Väärtnõu-Järv: Jacke - Parimusluksus

Wunderschön!  Mir haben es die Jacken angetan!

Unten auf der der Webseite der Designerin Heli Väärtnõu-Järv: http://parimusluksus.ee/ finden Sie die Kontaktdaten.

Netzfunde aus Lettland und Estland und tolle Musik aus Russland

Ja, Kontakte fehlen mir zur Zeit sehr. Immer nur zu zweit zuhause sein, das klappt zwar gut, aber die Freunde fehlen, die Gesellschaft, Gespräche und das Lachen. Die Telefongespräche mit Freundinnen und Freunden werden immer länger und vielleicht mal wieder ein Videotreffen - aber was ist das gegen Pfannkuchen-Essen mit Freunden?

Zum Glück gibt es immer wieder Lichtblicke. Ein Link in einer lettischsprachigen Facebook-Gruppe und ich finde einen Schatz.

Vor einer Woche schrieb ich hier auf der Wockensolle, daß ich jetzt glücklich alle drei Bände der Reihe "LATVIEŠU TAUTAS TĒRPI" besitze, und jetzt hat das Lettische Historische Nationalmuseum diese drei Bände sogar online gestellt, samt Schnittmusterbögen! Zum freien Download, eine große Freude.

Der Download lohnt sich wirklich, die Texte sind in lettischer, russischer und englischer Sprache, und die vorgestellten Objekte sind mit Inventarnummern eingebunden.

Suiti Informationen

Die Suiti, diese kleine kulturelle Gemeinschaft in Lettland, brauche ich hier auf der Wockensolle eigentlich gar nicht mehr vorzustellen.
Schon allein die farbenfrohen Strümpfe  haben es mir angetan. Ein Buch dazu habe ich hier ja schon vorgestellt, es gab sogar einmal einen Wettbewerb hier auf der Wockensolle, und jetzt  stolperte ich über den Aufruf zur Teilnahme an einem Wettberwerb des Suiti Kulturzentrums teilzunehmen und ein Paar Strümpfe zu stricken.

Und auf der Suiti-Webseite, die auch auf englisch zu lesen ist, finden sich Downloads, PDFs: Reiseführer, Einführung in die Kultur der Suiti, UNESCO-Informationen über immaterielles Kulturerbe in Lettland und Estland und noch viel mehr.

Einige der Broschüren sind im Rahmen eines EU-Interreg-Projekts entstanden, und stellen die Kulturen der Suiti, der Livonen und von Kihnu und Setomaa in Estland vor. "Jede Ecke hat ihre Besonderheiten...:" SIe sind in lettischer oder estnischer Sprache, der Text ist sicherlich deshalb  nicht allen von uns zugänglich, aber die Bilder zeigen viel!

Suiti Strumpfwettbewerb
Festtage

PDF KATRAM NOSTŪRIM SAVI PARADUMI - Every Corner has his habits
Die Kulturen von Suiti, Livland, Kihnu und Setomaa aus Lettland und Estland

Postkarte

Noch mehr Informationen sind auf der Seite Celotajs.lv zu finden, einer Seite die Öko-Tourismus und ländliche Entwicklung in den Ländern Litauen, Lettland und Estland propagiert.

Reiseführer, Landkarten, thematische Broschüren, Rezeptsammlungen - eine Fundgrube, und das meiste dann auch auf englisch oder deutsch.

Отава Ё - Тимоня | Viel Freude damit!

Dieses Video hebt die Lebensfreude! Eine Band aus St. Petersburg, die mit viel Witz moderne Folk-Musik spielt und inszeniert. Augen und Ohren auf!

Achter März ist Frauentag.

Zum Internationalen Tag der Frau wiederhole ich den Text, den ich im November 2020 für die Ausstellung Freiheit - wolność geschrieben habe.

Weltfrauentag
Rosa Luxemburg

Freiheit = meine Mutter stellte mir eine Lebensaufgabe: "Eigenes Geld + eigener Schlüssel"

Ich bin fast 70 und gehöre damit zur ersten Generation der (west-)deutschen Frauen, die frei ihr Leben selbst gestalten konnte -
Geld, Verträge, Berufswahl, Studium, Familienstand / Eherecht, Kinder - ohne Zustimmung des Mannes oder Vaters.

Ich konnte so leben, wie meine Mutter es sich gewünscht hatte - frei. Ein freies privates selbstbestimmtes Leben.
Noch dazu, und dafür bin ich sehr dankbar, frei von staatlicher Bevormundung oder Diktatur und ohne Krieg erleben zu müssen;
ich bereiste die Welt, studierte vielfältige Kulturen, schloß vielerorts Freundschaften fürs Leben - ich habe eine privilegierte Freiheit genossen.

Aber: Freiheit ist Verantwortung, die universellen Menschenrechte müssen von freien Menschen umgesetzt und geschützt werden.
Und erst wenn alle Frauen frei sind von sexueller, sozialer, politischer, religiöser Unterdrückung, sind alle Menschen frei.

Freiheit ist anstrengend. Wolność jest wyczerpująca.

Jedes Jahr habe ich zu diesem Tag einen Beitrag hier geschrieben, und die möchte ich nicht unterschlagen; dieser Beitrag aus dem Jahr 2013 ist immer noch uneingeschränkt aktuell. Die Ministerin hat gewechselt, statt der kindlichen Ministerin Kristina Schröder ist jetzt die Ministerin mit der kindlichen Stimme, Franziska Giffey, im Amt. Das Amt jedoch hat nicht an Gewicht gewonnen, und wirklich notwendige Gesetzesänderungen sind nicht auf den Weg gebracht worden.

Von der für mein Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zuständigen Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese, habe ich noch nie etwas gehört, ihre Webseite ist inhaltsleer.
Zum 8. März wünscht sie uns allen, zusammen mit unserer Ministerpräsidentin Schwesig, Alles Gute zum Internationalen Frauentag.

Von einer Sozialdemokratin erwarte ich mehr.

Die Zitatbilder stammen von der Seite gutezitate.com

Mal dies, mal das

Nicht wundern, wenn vielleicht schon in der nächsten Woche die Wockensolle in einem neuen, luftigeren Design erscheint. Ich tüftele mich nun schon seit Wochen durch das Gestrüpp der Formatierungsmöglichkeiten, die für die Seitenvorlage DIVI zur Verfügung stehen, aber grottenschlecht dokumentiert sind. Und sich gegenseitig überlagern, deaktivieren oder modifizieren. Ja, es ist ein Kreuz .. aber ich werde es meistern.

Ich habe hier auf der Seite in der letzten Zeit zwar nicht viel geschrieben, aber Stillstand war nicht. Viele Themen gingen mir durch den Kopf, manches habe ich versucht und ausprobiert.

2014 erschien in Riga ein Buch über die gefütterten, doppeltgestrickten Handschuhe Double Mittens of Folk Art - Rasmas āboltiņas dubultcimdi von Rasma Aboltina, herausgegeben vom Nationalen Kulturzentrum Lettlands. Und bei meinem Aufenthalt in Liepaja anläßtlich des ersten "Let's Knit in Kurzeme"-Treffens wurde diese Technik auch demonstriert. Ich habe mich damals darüber gewundert und konnte mir gar nicht vorstellen, daß ich das jemals versuchen werden.
Nun wurde das Buch aber als PDF-Datei zum freien Download bereitgestellt und im Forum "Knit Like a Latvian" bei Ravelry startete Mary Germain dann einen KAL, einen KnitALong, der noch bis zum 15. März geht.

Es ist schon erstaunlich, welche Effekte mit dieser Technik erzielt werden können. Die Beispiele in dem Buch zeigen Handschuhe, deren Vorderseite gemustert und die Rückseite einfarbig ist, dann gibt es Handschuhe bei denen beide Seiten positiv / negativ sind, und sogar ein Paar, bei der eine Seite im Lace-Muster gestrickt wurde. Ich habe mich mitreißen lassen und bin meiner Neugier gefolgt. Aber ich muss sagen, ich bin auch gescheitert.
Es ist zwar faszinierend, zwei Strickstücke gleichzeitig auf den Nadeln zu haben und immer abwechselnd eine Masche der Vorderseite und eine der Rückseite zu arbeiten, aber es gelingt mir nicht so recht. Ich habe ein Problem mit der Spannung. Solche Strickstücke werden immer lockerer als einlagig gestrickte, man braucht weniger Maschen, und das Ergebnis faßt sich wunderbar an. Aber ich schaffte es einfach nicht, so gleichmäßig zu stricken daß nicht die Rückseite auf der Vorderseite durchscheint.

Dabei habe ich mich ganz langsam an die Technik herangetastet. Erstmal zwei "unverbundene" Lagen gestrickt (Vorderseite weiß und Rückseite schwarz), dann aber auch mit zwei Farben. Bei mir wird das nichts. Und mein letzter Versuch ging ganz in die Grütze: beide Bündchen eines Pulswärmers waren nur mit einer Lage gestrickt und dann umgeklappt, das Mittelstück mit einem zweifarbigen Muster. Das Ergebnis: beide Bündchen sind einfach zu eng.
Und so habe ich beschlossen, daß ich jetzt gelernt habe, wie es geht, aber nicht wie ich es machen sollte - und deshalb lasse ich das auch in Zukunft.

wie immer: für eine größere Darstellung auf ein Bild klicken!

Ein Tipp

Während ich mich mit dem Doppelgestrick abplagte, stieß ich auf ein Angebot, dem ich nicht widerstehen konnte. Das Info-Portal Craftsy kennen Sie sicherlich, eine Webseite mit vielen vielen Workshops zu den verschiedensten Themenbereichen, Stricken, Weben, Kochen und und und. In letzter Zeit gab es einige Unruhe, da das Portal verkauft wurde und unter dem Blueprint weiterbestehen sollte. Das hat aber nicht so geklappt und deshalb wurde es zurückbenannt in Craftsy. Um die verärgerte Mitgliedschaft und das verlorene Vertrauen wiederzugewinnen, gibt es zur Zeit recht verlockende Abonnements-Angebot.
Der Hammer ist sicherlich ein 1-Jahres-Abonnement zum Preis von 2,49$ für das ganze Jahr! Dieses Abo-Modell bietet zwar nicht allen Komfort (keine Historie etc.), aber man kann die Video-Kurse online schauen und das Unterrichtsmaterial herunterladen. Möchte man die Kurse "behalten", kann man sie auch kaufen. Dafür gibt es auch immer wieder günstige Coupons.
Mein Tipp: in einer Suchmaschine einfach mal "Craftsy Coupon" eingeben und dann ausprobieren, ob die aufgelisteten Links noch gültig sind. Es braucht eine Kreditkarte dafür.  Beim zweiten Versuch hat es bei mir geklappt, und ich habe nun schon einige Kurse zum Thema "Doubleknitting" von Lucy Neatby (Einführung in die Thematik fängt wirklich ganz unten an) und Alistair Post-Quinn, dem Double-Knit-Guru (so wird er genannt), angeschaut. Es ist verführerisch...
Da das Abonnement aber ab dem 2. Jahr wieder zum regulären Preis berechnet wird (zur Zeit 80,00$), habe ich mir das Ablaufdatum 2022  im Kalender notiert und entscheide dann.

Lettische Trachten - alle 3 Bände

Ich habe es geschafft, ich bin jetzt vollständig!
Zu Weihnachten bekam ich den lange gesuchten und ersehnten Band mit den Trachten der Region Kurzeme aus der Reihe "LATVIEŠU TAUTAS TĒRPI" geschenkt. Den Band "Vidzeme" hatte ich schon einmal aus Riga mitgebracht, nun fehlte mir nur noch der dritte Band der Trilogie mit den Trachten aus Zemgale und Latgale. Auch dieser Band war schon lange vergriffen. Linda Rubena vom Lettischen Nationalen Kulturinstitut hat dieses Buch für mich aufgetrieben. Jetzt ist der Schatz komplett und ich kann weiter nach schönen Strümpfen stöbern!

LATVIEŠU TAUTAS TĒRPI - Vidzeme

LATVIEŠU TAUTAS TĒRPI - Kurzeme

LATVIEŠU TAUTAS TĒRPI - Zemgale, Latgale

Und sonst noch?

Wenn ich demnächst wirklich das neue Layout für die Webseite fertig habe, setze ich mich wirklich an das Aufschreiben der in der letzten Zeit erarbeiteten Anleitungen für die Strümpfe aus dem Schönberger Museum, die Socken, Pulswärmer und den Cowl mit dem Muster aus der Gützkower Kirche und dann befasse ich mich weiter mit der hessischen Zipfelmütze, die ich rekonstruiere - ich habe wohl nun ein Rätsel gelöst und kann das endlich alles nachstricken und aufschreiben.

Es ist immer genug zu tun zu lernen zu stricken zu freuen - trotz aller schlimmen Dinge da in der Welt.

Das war ein kurzer Winter

Der Winter ist wieder in sein gewohntes Grau zurückgekehrt und die schönen ruhigen Tage mit Sonnenschein, blauem Himmel oder Schneefall sind vorbei. Für ein paar Tage fühlte ich mich um 10 Jahre zurückversetzt in den unglaublichen langen Schnee-Winter 2011 - unser erster Winter hier auf dem Land.

Woanders ist aber richtig Winter. In Lettland wurde dieser Tage "Metens" gefeiert, der Gott der Fruchtbarkeit, Jumis, wird aus dem Winterschlaf geholt und freche Buben jagen übers Land. Vielleicht schläft Jumis noch ein wenig? Ich zeige hier nocheinmal ausgegebenem Anlaß das herrlich-fröhlich-freche Video der Gruppe Auli. Viel Spaß dabei!

Schnee in Gribow 2011

Winter 2011

An excerpt from the Video-description at youtube:

Budēļi are spirits of fertility who are said to live in the grain fields. In autumn, farmers perform special rituals to catch Jumis, the god of fertility, and put him to bed for the winter. At the Meteņi celebration in February they wake him up again. The arrival at this celebration of budēļi – masked figures related to mummers who wake the fertility in the soil and people– signifies that spring is nearing.