Tallinn im November: Mardilaat

In jedem November, immer vor dem St. Martinstag, veranstaltet die estnische Handarbeitsvereinigung "Estonian Folk Art and Craft Union" den St. Martinsmarkt - eben den Mardilaat. Dieses Ereignis in der großen Eissporthalle ist aber nicht nur eine Verkaufsschau, es ist auch ein Forum für Künstler, Gruppen und Organisationen, Vielfältiges wird geboten.

Und ich bin dieses Jahr wieder hingefahren. Nicht nur aus Neugierde, ich hatte auch etwas abzuholen: Riina Tomberg's Atelier hat ein Kleid für mich geschneidert. Aber der Reihe nach.

Am Donnerstag war Eröffnung und zur Eröffnung werden immer von den Organisatorinnen Grußworte ausgesprochen,  Urkunden verteilt und besonders verdiente Mitglieder dieses estnischen Mikrokosmos geehrt. Eröffnet wurde die Veranstaltung auch mit einem Grußwort von Anu Raud, der großen alten Dame des estnischen Designs.

Alles Geschehen auf der Bühne wurde auf eine riesige Leinwand projiziert, was manchmal sehr bizzar wirkte.

Nach der Eröffnung und einem ersten Rundgang durch die noch nicht so sehr gefüllte Halle ging es dann zum nächsten Höhepunkt: der Präsentation neuer Handarbeitsbücher.

Und natürlich wurde die estnische Ausgabe des Buches "Handschuhe aus Lettland" angekündigt, Monta Grasmane, Ziediete, Santa und Linda Rubena vom Institut für Immaterielles Kulturerbe waren aus Riga angereist.

Anu Pink vom Verlag Saara Kirjastus präsentierte ein lang erwartetes Werk: die englische Ausgabe des 2. Bandes der Reihe "Eesti Silmuskudumine - Estonian Knitting": Socks and Stockings. Ich hatte mir gleich beim Erscheinen der estnischen Ausgabe dieses großartige Buch gekauft und auch schon etwas daraus gestrickt. Selbstverständlich trug ich die estnischen Wadenwärmer zu diesem Anlaß!

6 Exemplare der englischsprachigen Ausgabe habe ich besorgt, das waren 6 x 2.5kg zu tragen. Es lohnt sich!Anu Pink leitet den Verlag, unterrichtet und verkauft auch Wolle. Das "HEA" steht für Wolle, die für das traditionelle estnische, generell baltische Stricken gebraucht wird. Und alle Wolle wurde von den Buchautoren des Verlags ausgewählt. Beim Craft Camp der Estnischen Kulturakademie und auch beim Nordic Knitting Symposium  in diesem Sommer war Anu dabei. Ich kann ihr (und ihrer Wolle) nicht widerstehen.
Anu stellte auch noch den Lace-Calendar für das kommende Jahr vor und ein neues Büchlein, das es bisher nur auf estnisch gibt: Kome pitsilise kleidi - wie strickt man Spitzenkleider.

Schon am ersten Tag traf ich viele Freunde und Bekannte. Wo ich mich umschaute, vertraute Gesichter. Ich empfinde das als große Freude. Engagierte Menschen und wunderbare Produkte und Techniken!

Jeder Mardilaat hat einen thematischen Schwerpunkt, dieses Mal war es die Region Setomaa im Südosten Estlands; dort und im russischen Südwesten lebt das Volk der Setokesen, ein Volk mit eigener Sprache und eigenen Traditionen. Külli Jacobson ist eine rührige Vertreterin der Seto, sie ist Mathematiklehrerin und betreibt gleichzeitig das Unternehmen "Nordic Knitters"; über das sie Handschuhe aus ihrer Region vertreibt. Auf der Wockensolle hier ist sie keine Unbekannte, wir kennen uns von Workshops und Märkten und haben immer viel Freude miteinander. Ihre Fröhlichkeit ist immer ansteckend.

 

Alle Tage gab es immer wieder Vorführungen der Seto, Tänze, Chorauftritte. Und wenn getanzt wurde war jeder eingeladen.

Sogar eine PunkBand war angereist, aber die habe ich nicht mitbekommen.

Immer wieder beeindruckend ist das Angebot auf diesem Markt. Keramik, Glas, Lederarbeiten, Kleidung, Wolle, Holzarbeiten, Lebensmittel - alle Sinne werden bedient.

Ein überbordendes Angebot an Kleidern, von tradionellen Modellen über klassisch-modernes Design bis zu verrüschten Exemplaren... jeder findet das Passende und ich liebe die wunderschönen Kreationen von Riina Tomberg und Etnowerk!

Riina's Kreationen bestechen durch eine ausgewogene Mischung aus Farben und Details, seien es die schönen Stickereien oder die Kombination verschiedener Muster bei den Saumblenden, und immer ist das Grundmaterial ein feiner Wollfilz. Das rote Kleid tanzt da etwas aus der Reihe: eine Anfertigung für mich, anprobiert in der Proovi Kabin ...

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Etnowerk is an Estonian brand of handcrafted cardigans full of emotion, bold beauty and ethnographic motifs. Two vivid designers, Liina and Annika, bring warmth to their clients' hearts and enlighten their days.

So steht es auf der Webseite von Annika und Liina und es stimmt.

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Immer mehr estnische Wolle wird angeboten, so von Kihnu-Schafen oder anderen "rare breed"-Arten. Die Wolle kommt aus der Wollmühle der Kulturuniversität Viljandi oder von HiuVill auf der Insel Hiumaa, und manchmal kann man die Wolle sogar dem Schaf, von der sie stammt, zuordnen - für mich ein Zeichen von großem Züchterstolz.

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Aber nicht nur die Aussteller und die Ensembles auf der Bühne tragen extravagante Kreationen, auch die Messebesucherinnen zeigen interessante Kleidung.

Mardilaat ist aber nicht nur Markt und Bühne, es gibt auch Workshop-Angebote und Präsentationen der verschiedenen Bildungsinstitute und Gilden  Estlands. Berufsschulen, Kulturakademie, Gilden aus verschiedenen Regionen stellten sich vor. Mir hat imponiert wie die Kinder bereits an Handarbeit herangeführt werden, Jungen und Mädchen an kleinen Webstühlen oder auch an Klöppelkissen oder Schnitzbänken.

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Zum Schluß noch ein Rundgang über den Markt mit den vielfältigen Angeboten, ich kann gar nicht alles zeigen was ich gesehen und bewundert habe.

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So, das war es erstmal. Ich habe viel gesehen, viele Freunde getroffen, und vom Besuch im Museum der Küstenbewohner in Vimssi berichte ich später, aber erst fahre ich morgen zu einer Tagung und dann nach RIga!

Es wird Herbst,

bei ALDI und LIDL kommt wieder die Sockenwolle in die Angebots-Körbe... und ich meine, jedes Jahr werden sie noch ein wenig hässlicher, oder bin ich einfach nur ein Snob?

Ich habe zur Zeit, neben einigen anstehenden ehrenamtlich-politischen Terminen, eine Sammlungsphase. Ich sammele Strickbündchen.. und zwar ganz spezielle, Kihnu-Bündchen. Der Grund? Schon seit letztem November liegt wohl verwahrt und mit Lavendel und Ceder verwöhnt ein Kihnu-Troi-Torso in meiner Strick-Ecke, gestrickt für Heinz in Riina Tombergs Werkstatt auf der estnischen Insel Saaremaa. Ich hatte beim Craft Camp einen Workshop zum Thema "Kihnu-Pullover" belegt und die Vielfalt der Muster fasziniert mich.
EIn Kihnu-Troi, ein Männerpullover von der Insel Kihnu, zeichnet sich durch ein zweifarbiges, weiß-blaues All-over-Muster und farbig betonte Bündchen an Hals, Ärmeln und Bund und auf den Schultern aus.

 

Dieses Projekt habe ich hier auf der Wockensolle ja schon einmal vorgestellt, und im Sommer habe ich noch einen eintägigen Workshop bei Riina mitgemacht, mit dem Titel "Vitsad, pakud, täpid", und nun muss ich das wirklich fertigstellen, denn im November ist schon wieder der Martinsmarkt in Tallinn und ich fahre wieder hin..

Vitsad = plural für die Borten oder "Braids"
Pakud = die grafischen Muster zwischen den Borten
Täpid = das sind die kleinen Pünktchen, die in den Borten hervorlugen, ich mag sie ganz besonders.

Inzwischen ist mein Bündchen-Bestand erstaunlich angewachsen, und deshalb suchte ich nach einer Präsentationsmöglichkeit, die Pabbedeckel (= hessisch) sind ja nur ein Provisorium.

Ja, nicht nur für die Männer (die sich im fortgeschrittenen Alter ja am liebsten beim Urologen oder im Baumarkt aufhalten), nein auch ich greife ab und an auf die Angebote von Obi und Konsorten zurück. Und diese dezent grauen Schaumstoff-Rohre sind doch wirklich einen brauchbarer Hintergrund für die verschiedenen Teile.

Seitdem ich mich menta auf dieses Strickprojekt vorbereitete, wälzte ich ein Problem: Die Bündchen sind beim Abketten etwas weiter als beim Anschlag, ich schaffe es nicht das zweifarbige Abketten mit der gleichen Spannung wie den zweifarbigen Anschlag zu stricken, es gelingt mir nicht.

Und eigentlich sollte ein Bündchen ja am Ärmelende etwas schmaler sein als beim Beginn des Bündchens.

Wenn ich die offenen Ärmelmaschen aufnehme und das Bündchen stricke, dann habe ich am Ende das nicht so schöne Ende. Aber  das Bündchen stricken, abketten und dann mit Maschenstich hantieren wollte ich auch nicht.

Lizzy gab mir dann den entscheidenden Rat: Der Anschlag kommt "nach unten" und am Bündchen-Ende wird es mit den Ärmelmaschen per "3-needle-bind-off" verbunden. Und das klappt.

Ich habe es gleich zweimal ausprobiert, einmal an einen braunen Abschnitt (rechts) angestrickt und einmal an ein blaues Stück (links).

Und solange beim Abketten in beiden Teilen die gleichen Farben vorhanden sind, und das Bündchen außen über dem Ärmelteil zu liegen kommt,  kommt das auch gut zusammen. Da beide Teile auf je einem Nadelspiel sitzen, ist das schon ein ziemliches Gewürge... 9 Nadeln im Einsatz! Aber ich weiß jetzt wie es geht!

Zurück von einer ganz besonderen Reise

Eine Reise ist zu Ende, oder war es ein Traum? Drei Wochen scheinen ewig zu dauern und doch enden sie viel zu schnell.
Der letzte Workshop geht zu Ende, am Freitagabend das Abschiedsdiner (diesmal mit Urkunden für Stammgäste und Craft-Botschafter), am Samstag ein schnelles Kofferpacken, den heruntergefallenen FIngerring unter dem Bett vorgeholt, die in den Workshops gestalteten  Arbeiten bei der Schluss-Präsentation ins rechte Licht gerückt, dann gab es die Diplome / Teilnahmebestätigungen und schon war alles vorbei - mit dem Bus nach Tallinn.

Der letzte Abend geriet dann noch sehr lecker, wir  (Claudia, Sue, Charlotte, Sim und ich) trafen uns zum Abschiedsessen im armenischen Restaurant SEWAN am Fährhafen in Tallinn, und am Sonntag flog ich dann heim.

Um das Urlaubsgefühl zu verlängern, gönnte mir Heinz, der mich in Berlin abholte, eine Fahrt durch Brandenburg und ein sommerliches Ausruhen am See in Fürstenberg an der Havel, das Restaurant am Yachthafen ist sehr zu empfehlen!

Aber so ganz war doch noch nicht alles vorbei: Uschi fuhr auf der Heimfahrt vom Craft Camp noch  in Riga bei Sena Klets vorbei und gab dort meine Geschenke für Maruta Grasmane ab und sie kam am montagabend bei uns in Gribow vorbei. Ein langer schöner Abend auf der Terrasse war der schöne Ausklang.

Ein Lebenszeichen aus Estland

Ja, ich habe eine ganze Weile nicht geschrieben, aber auch im IT-affinen Estland klappt es nicht immer so mit dem Netz.... und deshalb nur eine kurze schnelle Zusammenfassung der letzen 2 Wochen:

  • nach der intensiven Woche des Nordic Knitting Symposiums, die ich selbstverständlich noch ausführlich beschreibe, und den vielen persönlichen liebenswerten Begegnungen ging es in unser "Ausweichquartiert" auf die Insel Saaremaa.
  • Die Fähre auf die Insel Ruhnu kann wohl nicht so einfach repariert werden, für die Menschen auf der Insel ein Riesenverlust, fällt doch die Hauptsaison ins Wasser... für uns fiel der geplante Workshop mit Külli Ustaal aus, aber vielleicht können wir das das nächste Jahr nachholen.
  • Wir haben zu unserer Freude eine liebenswerte Unterkunft in Kuressare gefunden, im Ovelia B&B und so verbrachten wir eine geruhsame Strickwoche, mit abendlichen Ausflügen in die Gastronomie. Auch das werde ich später ausführlich beschreiben, habe ich doch während dieser Tage intensiv Travelling Stitches nach Art der Ruhno Handschuhe geübt.
  • Nach der Woche ging es dann mit dem Bus nach Viljandi und von dort weiter nach Olustvere. Ich nehme zum 4. Mal am Craft Camp der Culture Academy Viljandi teil, das dieses Jahr zum 5. Mal stattfindet und ich habe einen wunderbaren zweitägigen Kurs bei Riina Tomberg genossen: Travelling Stitches.

80 Maschen / Nadeln Nr, 1.25 / Teksrena Wolle - das sind die technischen Angaben für diese Herausforderung,

Aber es ist gut, daß ich noch einmal neu angefangen habe und nicht das auf Saaremaa gestrickte Handschuhteil weiterstrickte, denn so habe ich den schönen Anschlag, den ich aus dem Gedächtnis nicht mehr parat hatte, wieder üben können.

Am Ausflugstag bin ich nach Tartu ins Estnische Nationalmuseum gefahren und habe die aktuelle Ausstellung der estnischen Trachten studiert (davon nachstehend zwei Bilder) und heute nahm ich am Workshop für Card Weaving / Bändchenweben teil, eine Technik, die sich mir langsam erschließt und die mich fasziniert (sie wird aber sicherlich das Stricken nicht ersetzen!).

Das ist eine kurze geraffte Zusammenfassung, mehr später, kurzes Fazit: Wunderschön und wunderbar, daß ich das erleben kann!

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Eine bestickte Mütze aus Simuna im Nordosten Estland, 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

 

Ein noch nie wahrgenommenes Muhu-Motiv: eine Kutsche, auf einer Schürze im Estnischen Nationalmuseum, Anfang des 20. Jahrhunderts

Nordic Knitting Symposium II

Ich habe ja schon im vorigen Beitrag auf den Fernseh-Bericht hingewiesen. Nun kann ich ihn auch einbinden.

Es ist ein Bericht in estnischer Sprache, aber man sieht die verschiedenen Workshops und die Teilnehmer, bekommt einen Eindruck, was wir hier alle so erleben und lernen. Traurig aber ist, daß das hinter dem jugendlichen Moderator mit dem zu engen Jäckchen eingeblendete Hintergrundbild dickes Garn mit dicker Nadel zeigt, also keinen Bezug zum nachfolgenden Inhalt hat, nur der eingeschränkten Vorstellungskraft des Bildredakteurs entspringt.

Das wird ein Sommer…

und im Herbst gehts dann noch weiter!
Aber der chronologischen Reihenfolge nach:

viel habe ich vor:

In 4 Wochen fliege ich nach Riga, feiere das Johannisfest mit Freunden, dann gehts mit dem Bus nach  Viljandi in Estland.
Denn ich habe mich für das Nordic Knitting Symposium 2018 angemeldet und freue mich auf die Möglichkeit, mein Wissen zu erweitern oder zu vertiefen, liebe Menschen wiederzutreffen oder neu kennenzulernen.

Ganz besonders freue ich mich auf die Workshops zum Stricken in Russland, denn davon weiß ich noch viel zu wenig!

Ich bin gespannt auf die Referentinnen aus Arkhangelsk, der Stadt am Weißen Meer, wo ich schon oft war. Zu der Zeit habe ich mich aber mehr für die Holzarchitektur interessiert und für das JazzFestival, das unser lieber, leider verstorbener Freund Vladimir Resitzky immer gegen alle Widerstände ausrichtete. Das waren andere Zeiten.

Nach dem Symposium brechen wir auf in ein neues Abenteuer. Eine Woche auf der estnischen Insel Ruhnu! Mit Museumsführung und Strick-Workshop. Die Wolle dazu bringen wir aus Viljandi mit, denn auf der Insel gibt es keine so feine Wolle, das aktuell heimische Garn ist dicker, mehr was für Pullover. Da es aber beim Symposium in Viljandi auch wieder eine "Markt" gibt, konnte ich bei HEA Wolle ausreichend Garn vorbestellen für uns.

Und nach der geruhsamen Woche auf der Insel? Craft Camp 2018! Zum vierten Mal nehme ich daran teil, habe wieder Unterricht bei meiner verehrten Lehrerin Riina Tomberg und stürze mich wieder aufs Bändchenweben, das fasziniert mich.
Ein Tag in Tallinn (Karnaluks auf dem Weg zum Flughafen!) rundet dieses dreiwöchige Abenteuer ab.

Ende August setze ich dann mein Studium der lettischen Sprache an der Universität Greifswald fort, nocheinmal 2 Wochen intensivster Unterricht. Bis dahin muss ich noch einmal alle Lektionen des ersten Kurses durcharbeiten.

Zur Entspannung, und um das babylonische Sprachengewirr zu verdichten, geht es im September nach Dänemark zum Strikkefestival auf der Insel Fanø; das wird sicherlich ein wolliges Gewimmel, und das in einem Land, das ich,  obwohl so nah, eigentlich nicht kenne.

Ich habe nur einmal vor fast 30 Jahren eine Tour durch dänische Kunstmuseen unternommen.

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Der Turmbau zu Babel, Pieter Brueghel der Ältere

Ich erinnere mich gerne an die Stadt Ribe, denn dort spielte eines meiner liebsten Kinderbücher, Bibi von Karin Michaelis. Die Bücher sind auch eine Fundgrube für uns Strickerinnen, denn es enthält über 100 reizvolle  Illustrationen). Allein schon die Mütze auf dem Titelbild einer alten Ausgabe verspricht viel.

Auch die Museen in der Stadt sind besuchenswert, seien es die Gemälde der Skagenmaler, die Nalbinding-Exponate oder das großartige Wikingermuseum... wir werden sicherlich noch eine Tag in Ribe anhängen...

Dann steht noch eine Reise nach Riga im Kalender:

Im November feiert Lettland den hundertsten Jahrestag der Republikgründung und Sena Klets plant etwas Besonders:

Cimdotā Latvija!

Auf dem großen Platz am Daugava-Ufer werden viele Menschen zusammenkommen und ihre Handschuhe, als Ausdruck ihrer Freude, tragen. Ich nenne das einen Mitten-Flash-Mob, und da werden Lizzy und ich auf jeden Fall dabei sein. Ein sehr spezieller Entwurf für einen Handschuh, der einem solchen Ereignis würdig ist, ist schon erstellt. (Das kleine Bild oberhalb ist nur ein Beispiel)

Die Reise zum Loch-Ness-Strickfestival habe ich gestrichen, das wäre dann doch zu viel geworden, zuviel für meine Aufnahmefähigkeit und auch zuviel für meinen Geldbeutel. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.