Sommer 2019: der Atem der Geschichte in Töstamaa

Auf dem Craft Camp - Programm steht jedes Jahr auch ein Ausflugstag, und die häufigsten Ziele sind das Estnische Nationalmuseum in Tartu, das Museum in Heimtali, ein Ausflug nach Setomaa im Südosten des Landes und jedes Jahr kommen auch neue Ziele hinzu. Seit letztem Jahr wird ein Ausflug nach Töstamaa angeboten samt "Schafscheren auf der Insel Manilaid" und das habe ich diesmal gebucht, ich wollte das unbedingt sehen.

Töstama ist ein kleiner Ort, gehört inzwischen zur Stadt Pärnu und ist bekannt für die wunderschönen Handschuhe mit Inlay-Mustern und für das Handarbeitszentrum. Anu Randmaa, bei der ich letztes Jahr einen Workshop zu dieser Technik besuchen konnte, leitet das Käsitöökeskus / Handarbeitszentrum, das zusammen mit der Bücherhalle und einer Töpferwerkstatt einen kreativen Schwerpunkt in diesem Ort bildet. Im Sommer ist auch der Laden des Zentrums geöffnet, außerhalb der Saison kann man aber nach Voranmeldung auch wunderbare Dinge erstehen.
Ich erfuhr Einiges über die Ergebnisse der EU-Förderung für dieses Zentrum, denn das EU-Förderprogramm für ländliche Räüme, LEADER, bei dem ich hier in Ostvorpommern auch aktiv bin, hat hier viel Gutes unterstützt. Hier wird auch das immaterielle Kulturerbe gefördert, nicht nur das materielle wie bei uns. Infrastruktur gäbe es genug. meinte Anu, nun muss sie genutzt werden.
Und das wird es. Es gibt Kurse und Workshops, Frauen fertigen hier ihre eigene Tracht an  (ein Prozeß. der bis zu zwei Jahre dauern kann) und Kinder und Jugendliche lernen textile Techniken und Töpfern.
Ein wunderbarer Ort!

 

Bevor es ins Handarbeitszentrum ging, besuchten wir aber erst den Gutshof von Töstamaa, Sitz eines deutsch-schwedisch-baltischen Adelsgeschlecht westfälischen Ursprungs (Stael von Holstein) , der heute in postklassizistischer Pracht als Schule dient. Was eine tolle Umgebung fürs Lernen.

Ich war zum ersten Mal hier, aber zu meinem Erstaunen stellte ich einige Verbindungen zu diesem Ort fest.

Alexander von Stael-Holstein

Universitätsbibliothek Heidelberg [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Der letzte Gutsherr, Alexander Stael von Holstein (1877 - 1937), war Kultur- und Sprachwissenschaftler, studierte in Berlin und Halle Indologie mit dem Schwerpunkt auf Prakrit, die Urform das Sanskrit. Er lehrte in St. Petersburg, studierte in Harvard und lebte und lehrte dann bis zu seinem Tod in Peking.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erforschten die Junggrammatiker die Entwicklung der Sprachen, und versuchten durch das Studium der alten Sprachen die Ursprache, das Indogermanische / Indoeuropäische, zu rekonstruieren. Sie wandten sich von der Geisteswissenschaft zur Naturwissenschaft hin, denn ihre Arbeitshypothese, die Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze, war nur durch Beweise und nicht durch gesellschaftlichen oder anderen Kontext zu belegen.
Warum ich hier zu den Junggrammatikern verweise? Mein Urgroßonkel Hermann Osthoff war einer der führenden Köpfe der Junggrammatiker mit Schwerpunkt auf Griechisch, Latein, altindische (Sanskrit) und altgermanische Sprachen  und Alexander Stael von Holstein muß seine Arbeiten gekannt haben. Ich selbst habe mich im ersten Staatsexamen über die Junggrammatiker prüfen lassen und ich hätte nie gedacht, irgendwo diesem Thema wieder so nahe zu kommen.

Es gibt einige Referenzen im Netz über Stael-Holsteins Leben und Wirken, aber nur sehr wenige Fotos.

Die Universität Heidelberg veröffentlichte ein eindrucksvolles Porträt von Hermann Osthoff und ich bin sicher daß ich in meinen geerbten Fotoalben auch noch Bilder finden könnte. Aber die sind auf dem Speicher sicher verwahrt und ich mag sie jetzt nicht hervorkramen.

Und noch ein, nein zwei Exkurse zur Famile Stael-Holstein, deren diverse Stammbäume sehr akribisch auf der Familienwebseite aufgelistet sind.

Der russische Dichter Anton Tschechow gehört zu meinen bevorzugten Autoren, ich habe sein ganzes Werk studiert und bin immer noch berührt von seiner Menschenkenntnis und seiner Nachsicht mit den Schwächen der Menschen. Aber nicht Alles hat er verstanden. Er unterhielt einen langen Briefwechsel mit Jelena Alexejevna Pletschejeva,und hielt sie sogar für seine Braut. Sie allerdings heiratete 1892 den kaiserlich-russischen Hofchef Baron Stael von Holstein.

Auf der genannten Webseite der Stael-Holstein  finden sich auch einige Anekdoten und diese hier hat es mir angetan;

Während des Großen Nordischen Krieges geriet der Königliche Schwedische Feldmarschall Georg Bogislaus Freiherr Stael von Holstein in russische Gefangenschaft. In Moskau vermählte er sich mit Gräfin Ingeborg Horn von Rantzien. 1711 wurde er entlassen, während seine Frau in Russland zurückblieb und für tot galt.

Als sich nun der Feldmarschall mit Sophie Elisabeth von Ridderschanz verlobte, kehrte seine Ehefrau kurz vor der Hochzeit aus Russland zurück und lebte noch 50 Jahre. Nach ihrem Tode ließ sich Georg Bogislaus noch mit 77 Jahren mit seiner gewesenen Braut von Ridderschanz trauen, die inzwischen das Alter von 64 Jahren erreicht hatte.

Gräfin Ingeborg Horn zu Rantzien

Gräfin Ingeborg Horn zu Rantzien

Gräfin Ingeborg Horn von Rantzien - diese Dame stammt aus dem Gribower Nachbardorf Rantzin, keine zwei Kilometer Luftlinie entfernt!

Und was für ein Leben!

Wieder ein Zufall.

Dieser Beitrag ist sehr lang geworden und ich bin gehörig abgeschweift. Aber zumindest für mich ist es interessant, wie verknüpft und verflochten unsere Orte und unsere Leben / Familien sind.

Über das Handarbeitszentrum, die Küstenwiesen von Töstamaa und die Erlebnisse auf der Insel Manilaid schreibe ich im nächsten Beitrag, für heute mags genug sein.

Sommer 2019: Workshop: Intarsienstricken in der Runde

Auf den Craft Camp - Workshop "Muhu mitten with eight-pointed star" von Riina Tomberg habe ich mich sehr gefreut. In jedem ihrer Workshops, die ich bisher erlebte, habe ich unglaublich viel Schönes sehen und lernen können (auch wenn ich manchmal einige Zeit brauche bis ich die Techniken wirklich beherrsche). Dieser Workshop war so angekündigt:

In this workshop the participants will learn to knit eight-pointed motif widely used in Muhu traditional textile - called "Muhu mänd". This motif, knitted on the back of a mittens hand, makes these mittens to stand out among knitwear known to us from the 19th century.

Und immer schon hatte ich mich gewundert wie dieses Motiv so "standalone" auf dem Handrücken sitzen kann, denn ich kannte zum Einen die Intarsientechnik nur von wenigen Versuchen und vor Allem nicht in Runden gestrickt.

Selbstverständlich hatte Riina etliche wunderschöne Handschuhe mitgebracht, was ermutigen soll aber auch entmutigen kann ;=)
Aber die Teilnehmerinnen im Workshop waren alle erfahrene Strickerinnen und ich denke, wir genossen alle diesen Tag.

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Das Besondere an der Technik?

Für das Motiv strickt man ja mit zwei Farben. Das bedeutet, daß nach dem Motiv mit der Grundfarbe Weiß weitergestrickt wird bis man wieder am Motiv-Beginn ankommt.

Dann aber ist der Faden der Kontrastfarbe nicht auch am Motiv-Beginn, zumindest nicht in jeder zweiten Runde.
Also strickt man in jeder zweiten Runde nur die weißen Maschen und verzwirnt nach der letzten Motivmasche den weißen und den schwarzen Faden und strickt dann mit linken Maschen und schwarz auf der Rückseite des Gestrickes zurück.
Danach strickt man die restlichen Maschen der Runde in weiß und verzwirnt / twisted wieder die Fäden bevor man die nächste Reihe wieder mit beiden Farben stricken kann.

Bei dieser Technik braucht es keine Fadenbefestigung einige Maschen nach dem Motiv, und wenn man die Spannung richtig hält wird es auch recht sauber.

So sieht meine Arbeit aus:

In Riina's Workshop wechseln sich angeregte Unterhaltung und konzentrierte Stille immer wieder ab und bei jeder Frage gibt sie ermutigende Antworten.

Es ist eine Freude.

© Mathilde Frances Lind (e-mail sassysamovar@gmail.com)

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Diese beiden Damen, Liina Laaneoja und Annika Vaalma, die zusammen das Label EtnoWerk (Latvian Crafted Knitwear) betreiben, hatten auch ihren Spaß, nicht nur nach dem Workshop Kihnu Tip Decorations, sondern garantiert auch während des Workshops!

Sommer 2019: Workshop: Färben mit Indigo

Es hat ein wenig gedauert bis ich diesen Beitrag verfassen konnte. Ich wollte zwar immer schreiben, aber eine Infektion hat mich geschwächt, und erst jetzt, am Ende der 2. Krankheitswoche, sehe ich mich in der Lage hier weiter zu berichten.

Bei der Auswahl der Workshops für das diesjährige Craft Camp  war mir die Wahl schwergefallen. Selbstverständlich wollte ich beide von Riina Tomberg gehaltenen Workshops belegen, aber nur einer dieser Workshops wurde dann auch tatsächlich gehalten, Muhu Mitten With Eight-Pointed Star. Warum der zweitägige Workshop abgesagt worden war, blieb uns allen ein Rätsel, am "lack of interest" kann es wirklich nicht gelegen haben. So kam ich in den Workshop "Industrial Yarn Making" und hatte zwar jeden Craft-Camp-Tag mit Wolle zu tun, aber zum Stricken kam ich aber nur an einem Tag.

Wie dem auch sei, der erste Workshop hatte "Wolle färben mit Indigo" als Thema und die wunderbare Liis Luhamaa war unsere Lehrerin, Ich hatte schon beim vorigen Craft Camps mitbekommen, wie begeistert die Teilnehmerinnen waren und freute mich auf diesen Tag. Mir war klar, daß ich wohl nie selbst unter die Färberinnen gehen würde, aber ich wollte den ganzen Prozeß von Anfang bis Ende kennenlernen, (wenn auch manche Schritte nur theoretisch, wir mussten nicht unseren eigenen Pisspott füllen und mitbringen..:)

3 verschiedene Wollen dienten als Grundlage: eine naturfarbene Wolle, eine graue Wolle und eine bereits mit Birkenblättern gefärbte helle Wolle - dementsprechend unterschiedlich waren dann auch die Ergebnisse: dunkles Blau, mittleres Blau, tolles Grün -- und diese Farbtöne wurden durch mehrere Färbebäder noch verstärkt.

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Das Auflösen der Pigmente, das Eintauchen der Wolle, alle Arbeitsschritte wurden genau erklärt und vollzogen. Faszinierend zu sehen wie sich das Garn verfärbt!

Das Schwierigste? Do not drip!  Hausfrauen sind es gewohnt beim Kochen immer alles abtropfen zu lassen, damit kein Tropfen der Sauce verloren geht oder die Küche verschmiert wird, aber beim Färben? Jeder Tropfen, der in den Färbetopf zurückgeschüttelt wird, bringt Sauerstoff in die Färbelösung ein und das sollte auf keinen Fall geschehen! Aber bringen Sie das mal gestandenen Hausfrauen bei!

Also? Do not drip!

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Am Ende des Workshops hatten wir alle wunderbares Garn in tollen Blautönen und einen Strang mit richtig dunklem Tannengrün.

Den Stolz kann man uns ansehen!

Sommer 2019: nach Viljandi!

Nach Viljandi zum Craft Camp gelangt man auf verschiedenste Weise, wir haben uns für die Zug- und Bus-Kombination entschieden:
Im Regionalzug bis zur lettisch-estnischen Grenze und dann mit dem Bus weiter nach VIljandi.
Bequem reist es sich im Zug, die Fahrt geht durch dichtbewaldetes Land und der Bahnhof der Grenzstadt Valga überrascht uns mit seinem schönen Wartesaal und dem netten Café für die Wartezeit auf den Bus.

Valga - Eine Stadt Zwei Länder!  steht auf dem Bahnhofsgebäude. Früher im Sowjetreich trennten die Grenzen auch die sozialistischen Brudervölker gewaltsam, heute sind sie kein Hindernis mehr. Bessere Zeiten!

Auch wenn wir uns nur kurz in diesem Städtchen aufhielten, ich fühlte mich sehr wohl und werde bestimmt wiederkommen.

Denn, was wir erst hinterher herausfanden, in der Nähe gibt es mehrere Schafsfarmen, die sich zu einer NGO zusammengeschlossen haben und ihre Erzeugnisse unter dem Label Maavillane vermarkten.

Dieses Garn gibt es in vielen schönen Farbe zu einem zauberhaften Preis bei Karnaluks, auch online, und ich konnte es zwar schon bewundern, habe aber noch nicht damit gestrickt. Es kommt der Teksrena-Wolle gleich und steht ganz oben auf meiner ImmerNochWolleKaufenWollenListe.

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Dieser Montag, der 8. Juli, zählte schon als erster Tag des Craft Camps, denn wir wurden in Viljandi im Sakala-Center erwartet und konnten uns registrieren und zu Abend essen. Die Das Organisationsteam und einige der Workshop-Leiter wurden vorgestellt, das Ganze ein großartiges ComeTogether mit vielen Hallos, Du auch hier, Wie schön, ich freue mich

Mein Plan für dieses Craft Camp?
Ein Tag "Wolle färben mit Indigo", dann ein Workshop mit Riina Tomberg: "Muhu-Handschuh mit achtzackigem Stern", ein Ausflug nach Töstamaa und ein zweitägiger Workshop "industrielle Wollherstellung".

Es wird interessant!

Sommer 2019: in Cēsis

Nach dem verregneten Riga genossen wir das sommerliche Wetter in Cēsis, das kleine Café in der Rigaer Strasse, wir erkundeten die Altstadt und das Neue Schloß.

Cēsis gilt als hübscheste Stadt Lettlands. Ich kann das zwar nicht bestätigen (weil ich noch nicht alle Städte des Landes kenne), aber hübsch ist es allemal. Wir wohnten in einem kleinen Häuschen direkt an der großen Johanniskirche, in der Altstadt, ganz nah an all den Attraktionen.

Die große Kirche mit einem erstaunten Engel, ist umgeben von einem Bauzaun, der wiederum als Rahmen für eine ganze Reihe von großformatigen Fotos dient, vom Kleinkind bis zum posaunenlehrenden alten Mann - ein liebenswertes Portrait der Bürger von Cēsis.

Auch gastronomisch wird viel geboten: leckere Suppen und kleine Speisen im Cafè Vinetas un Allas Kārumlāde, von lustigen Bäckerinnen betrieben, wie ein Blick in GoogleMaps zeigt,  mein Lieblingsgebäck, die Pavlova, und das excellente Essen im Bistro Priede, wo man unbedingt das geröstete Graubrot mit Käse und Dipp bestellen sollte!

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Einige Souvenir- und Käsitöö-Geschäfte haben auch am Wochenende geöffnet, aber das Angebotene überwältigte uns nicht unbedingt.

Aber wir haben am Montagmorgen ja auch noch einen ganz speziellen Termin: einen Besuch im Handarbeitszentrum Vēverīšas. Ich war schon einmal vor 2 Jahren hier und damals wie heute war Jana dabei, die Inhaberin von Klinta-Wolle, wo man die lettische Wolle direkt bestellen kann.
Jana spricht gut deutsch und englisch und wir haben uns schon mehrmals getroffen, sind Freundinnen geworden. So war sie diesmal unser Gast, kam am Sonntagmittag aus Riga und begleitete uns dann am Montagmorgen zum Zentrum Vēverīšas, wo wir mit Dagnija Kupče, der renommierten Textilkünstlerin und Weberin, verabredet waren,

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Hier werden die Stoffe nach den überlieferten Mustern und Techniken gewebt.

Dagnija Kupče führte Sue, die gerade ihr Weberdiplom erarbeitet hatte, den großen Webstuhl vor und erklärte uns einige der Muster und Trachten. Und selbstverständlich gab es hier auch schöne  Handarbeiten (Handschuhe und Socken natürlich) zu kaufen.

Ich interessiere mich zur Zeit sehr für Legwarmer, Beinstulpen, und deshalb fragte ich auch hier danach, obwohl ich weiß daß diese nicht unbedingt zur regionalen Tracht gehören. Aber wer weiß? Ich fand zwar keine Stulpen, aber ein Paar Kniewärmer! (ich habe sie noch nicht fotografiert, dieses unerwartete Exemplar werde ich später noch vorstellen!

Trachten sind nicht nur ländlich, wie man oft so meint, es gibt auch städtische Trachten, wie die tollen Hüte eindrucksvoll beweisen!

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Eine Sehenswürdigkeit möchte ich noch erwähnen, die uns sehr beschäftigt hat: Die Ausstellung "Das Feuer des Gewissens", die im ehemaligen Gefängnis des KGB direkt beim Neuen Schloß gezeigt wird und über den Widerstand der Bevölkerung gegen die deutsche und die sowjetische Beseztung in den Jahren 1939 bis 1957  berichtet und ihre Leiden schildert.

In ungewöhnlich eindringlicher Weise werden die Vorkommnisse, Jahr für Jahr, aufgezeigt und erläutert. In Gefängniszellen werden Einzelschicksale in künstlerisch-respektvoller Weise gewürdigt, ich denke niemand kann diesen Ort verlassen ohne sich zu schämen für die Verbrechen, die das 20, Jahrhundert so schrecklich prägten.

Die Webseite sirdsapzinasugunskurs.lvzeigt die Ausstellung auch in einem Web-Format. Ansehen!

Sommer 2019: Erste Station: Riga

Riga war die erste Station auf der Reise, leider verregnet und wenig sommerlich. Ich wurde aber so freudig von Ansis Grasmane am Flughafen begrüßt, daß das Wetter mich kalt ließ.
Hier in Riga begann unsere Reise, wir hatten für ein paar Tage ein Apartment direkt an der Peter-Basilika gebucht und waren so mitten drin im Zentrum. Zu dritt streiften wir durch die Innenstadt, inspizierten die Buchläden und besuchten natürlich Sena Klets.

 

Rockausstellung in Sena Klets
Pat und Sue
Rigaer "Beute"

Sena Klets zeigte eine interessante Ausstellung lettischer Trachtenröcke, einer schöner als der andere.
Bei Tines gönnte ich  mir ein blaugrünes Verlaufsgarn und im  Upes-Laden in der Richard-Wagner-Straße fand ich dann auch CDs von Auli. Die anderen Büchlein habe ich nicht wie sonst bei Valters un Rapa, aber im benachbarten GLobus-Buchladen gefunden.

So hatte ich gleich zu Beginn der Reise schon ein paar Dinge mehr im Koffer, dazu kamen dann SenaKlets-LATVIEŠA CIMDI - Projektbeutel, die uns Maruta Grasmane beim Abendessen dann auch signierte.