4. Mai in Riga: Trachtenprozession

Das ist doch mal ein Deal, wenn auch nur für eine kleine Zielgruppe:

für drei Tage Stricken oder Häkeln erhalten die Gefangenen im Hochsicherheits-Zuchthaus von Arisvaldo de Campos Pires in Brasilien.

Eine brasilianische Designerin, Raquel Guimaraes,  lässt seit 2009 ihre Modelle von speziella usgebildeten Häftlingen anfertigen, weil sie keine Auftragsstricker für ihre Kreationen fand. Mehr als 100 Häftlinge nehmen inzwischen an dem Projekt Flor de Lotus (‚Lotus Flower‘) teil und erhalten für ihre Arbeit 75% des brasilianischen Mindestlohns.

Selbstbewußtsein, Kenntnisse und Selbstvertrauen erwerben die Häftlinge laut der Projektleitung, und das hilft ihnen sicherlich bei dem Neu-Start in das zivile Leben nach der Haftenlassung.

Unter dem Bericht finden sich natürlich auch kritische Kommentare, u.a. zur Ausnutzung von Gefangenen in kommerziell betriebenen Gefängnissen.

Link zum Bericht: Knitting their way to freedom, the maximum security prisoners who get a day off their sentence for every three days they work for luxury fashion label