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Überall Spezialisten…

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Während ich Videodateien in mein Medienverzeichnis hochlade, fällt mein  Blick noch einmal auf die Bilder der unseligen "Trachtentaufe" des mecklenburg-vorpommerschen Tourismusverbandes samt Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur und da fällt mir was auf:

Warum kam mir das Preisträger-Outfit nur so bekannt vor? Urteilen Sie selbst!

© Kermit: Staff Sgt. Jason Colbert (https://www.dvidshub.net/image/597604/tops-blue) [Public domain], via Wikimedia Commons

 

 Till Eulenspiegel: Elmschrat [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) oder GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], vom Wikimedia Commons

Jetzt aber zum eigentlichen Inhalt, von den Trachtenspezialisten zu den Geschichtsspezialisten:

selbstverständlich ist die Alltagsgeschichte ein Teilgebiet der Geschichtswissenschaften, das haben wir ja schon in langen Diskussionen im Studium Generale oder im ersten Proseminar an der Uni herausgearbeitet. Das bedeutet aber nicht, daß das Niveau der Forschung dabei zwangsläufig sinken muss, daß der Stoff in Hochglanzbanalität versinkt.

Das wiederum aber ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal der ZDF-History-Reihe. EIn Sendeformat, deren Folgen "Die großen Attentate der Geschichte" oder "Die größten Lügen der Weltgeschichte" abhandeln, in dem Personen der Geschichte nachgeschauspielert werden und sich Sorgen um ihre Figur machen (so stöhnt Cleopatra  vor dem Treffen mit Julius Cäsar schaut:  „Ich glaube, ich sollte abnehmen.“), da kann man nicht viel erwarten. Insofern war ich eher gespannt, wie in der Folge am Sonntag das Reisen in den Siebzigern präsentiert wird denn als was gezeigt wird.

Und die Fachberater waren dann auch wirklich äußerst kompetent. Der Herr Professor weiß grinsend das Versinken der Busfahrer im Haschisch-Abgrund und LSD-Nirwana zu benennen und spricht dabei von den Sehnsüchten in den 60ern, belegt das aber mit Filmen aus den 70ern (eben auch mit unserem) und die junge Professorin für Tourismus kennt keinen Unterschied zwischen Hippies und Travellern und subsummiert alle Reisen unter die Suche nach dem Originalen, Authentischen..

Sorry, ich suchte nicht das Originale, das Authentische, ich war neugiering und wollte explizit die Pyramiden besichtigen, in Amphitheatern herumklettern, die Seen von Band-e-Amir und die Buddhastatuen in Afghanistan erleben, und in den herrlichen Moscheen von Isfahan mehr über die islamische Baukunst erfahren. Wir besuchten im Rahmen unseres Geografiestudiums Bewässerungsanlagen im Südiran, Salzseen in Tunesien, den Großen Erg in der Sahara. Der Film "Lawrence von Arabien" hatte uns angestachelt ins Wadi Rum nach Jordanien zu reisen und ein Bericht über das Hoggar-Gebirge weckte die Sehnsuch nach dem Sonnenaufgang dort oben. Leider habe ich nicht einen köstlichen Joint in Afghanistan oder KifKif in Marokko geraucht...

Nun denn, das Gegenteil von ehrbarer  Populärwissenschaft ist nun mal ZDF-populistische Wissenschaft, und jeder kann sich ein Bild machen.

Deshalb ein Ausschnitt aus der Sendung: der grüne Bus, das ist unser Bus, und alle Filme, in denen er zu sehen ist habe ich wohl aufgenommen...

Geschichte wird gemacht…

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Ich habe ja schon in einem früheren Beitrag von meinen Reisen in der Studentenzeit geschrieben. Ich erinnere mich gerne an die langen und abwechslungsreichen Reisen, daß sie aber nun historische Dimensionen erhalten, das hätte ich nie gedacht. Historisch?...

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100%  Wolle? 90% vertan…

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Gegenwärtig sind, das stelle ich mal so fest, so ziemlich alle Völkerkunde- und Volkskunde-Museen in Deutschland in der Krise, permanent in Frage gestellt durch eine Gemengelage aus Poltical Correctness, Sparwut, Umwandlung in gewinnorientierte GmbHs,...

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Das wird ein Sommer…

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