Muhu ist Juhu, Saaremaa ist wunderbar!

Ein Tag voller Erlebnisse nach unserem ersten Tag auf der Insel Muhu. Gestern haben wir uns das Muhu-Museum angeschaut und das Handarbeitszentrum in Liva sowie die „Klippen“ im Norden der Insel.

Heute ging es auf die Nachbarinsel Saaremaa. Als erstes haben wir die von Riina Tomberg für mich geschneiderte Jacke abgeholt, dann die Läden durchstöbert und das „KnowSheep Center“ in Kuressaare entdeckt. Wirklich eine Entdeckung!

Danach noch ein Rundgang über einen großen Markt, Besichtigung des Meteoritenkraters und der Windmühlensammlung in Angla, wir sind einfach nur begeistert.

Und deshalb mache ich jetzt hier Schluß. Morgen legen wir einen faulen Tag ein, da schreibe ich mehr und dann gibt es auch ein paar Fotos.

Haapsalu, Hiumaa und Muumaa

Wie soll man bei soviel Schönem zum Berichten kommen?

Der Tag in Haapsalu bei schönstem Sommerwetter, das Treffen im Lace Center, mit Anne Rekaro am Strand, ein Abendessen mit Anne und Lembi aus Haapsalu, die Vorfreude auf den Geburtstag stieg!

Im Lace Center in Haapsalu

Im Lace Center in Haapsalu

Am Morgen danach gab es doch tatsächlich einen kleinen Kuchen und Kerzen für mich auf dem Frühstückstisch, bevor wir uns auf den Weg auf die Insel Hiumaa machten. Strahlendes Geburtstagswetter den ganzen Tag über, und als erstes lockte uns die Wollfabrik „Hiu Vill“ in Vaemla auf Hiumaa. Die Zulieferer für dieses Unternehmen hielten sich ziemlich bedeckt.

Schafe auf Hiumaa

Schafe auf Hiumaa

Das Logo der Wollfabrik findet sich auf  allen Stricksachen, ein liebenswertes Detail:

Hiu Vill

Hiu Vill

Beim Mittagessen am Jachthafen von Kärdla stellte Claudia dann ihre Muhu-Pulswärmer fertig:

Muhu Pulswärmer

Muhu Pulswärmer

Tja, und an diesem hübschen Handarbeitsgeschäft kamen wir natürlich auch nicht vorbei.

Handarbeitsgeschäft in Kärdla auf Hiumaa

Handarbeitsgeschäft in Kärdla auf Hiumaa

Wir waren alle ganz bezaubert von diesem kleinen Fleckchen Erde, die hübschen kleinen Orte, die wundervolle Landschaft, der strahlende Sonnenschein, hier komme ich bestimmt noch einmal hin. Aber erstmal setzten wir auf die Insel Saaremaa über, um in unser Quartier auf Muhu zu kommen. Auf den ersten Blick wirkt Saaremaa etwas rauher als Hiumaa, das werde ich am Freitag nochmal in Augenschein nehmen, wenn wir auf Tour über diese Insel gehen.

Die Ankunft in Muhu war etwas beschwerlich, der Navi versagte komplett und es dauerte einige Zeit, bis wir unsere Unterkunft im Museumsdorf Koguva fanden, Das beschreibe ich im nächsten Beitrag…

Apfelgarten in Koguva

Apfelgarten in Koguva

Eines unserer Zimmer in Koguva

Eines unserer Zimmer in Koguva

Solch ein schöner Geburtstag, ich habe ihn genossen.

In Tallinn und unterwegs

Alles hat wunderbar geklappt, unser Leihwagen stand vollgetankt vor dem Hotel parat und bei dem Abendessen im Restaurant im Teliskivi-Bezirk kam dann auch noch Ewa, unsere vierte Mitreisende, zu uns dazu. Nun sind wir komplett.

Unsere Beute

Unsere Beute aus dem Paradies von Karnaluks

Nach dem Kaufrausch in Tallinn brauchten wir frische Luft und Kultur und das bietet das Estnische Freilichtmuseum in Hülle und Fülle. Nette Gespräche mit den Damen, die die einzelnen Häuser „bewachen“ oder „hüten“, viel Grün und viel Interessantes zu sehen. so bekam ich wunderbare Hardanger-Stickereien gezeigt und wir haben uns dann auch gleich für den St. Martins-Markt im November verabredet.

Im Kolonialwaren

Im Kolonialwaren-Laden

Dann haben wir uns von Simone verabschiedet, die am Sonntagnachmittag in die Schweiz zurückflog, ihre Begeisterung und ihr Lachen war sehr ansteckend.

Die Tür zum Paradies

Die Tür zum Karnaluks-Paradies

Ewa kannte Karnaluks noch nicht und so legten wir vor der Fahrt nach Haapsalu doch noch einen Stop ein. Diese unscheinbare Tür führt direkt ins Kurzwaren-Paradies und ich mußte mich schon sehr beherrschen.

Wir genossen nach  den Tagen in der Stadt, zwischen den vielen Menschen und den Nächten in den kleinen Hotelzimmern mit wenig frischer Luft die weite estnische Landschaft und den grossen Himmel umsomehr. In Padiste bei der Klosterruine entdeckten wir auch einen Handarbeitsladen, und gestärkt von Kaffee und Pfannkuchen auf der hochherrschaftlichen Gutshausterrasse konnte ich den Verlockungen hier doch widerstehen.

Die Klosterruine von Padiste

Die Klosterruine von Padiste

Padiste Kääsitöö

Padiste Kääsitöö

Trotz guter Vorsätze wanderten aber doch ein paar Knäuel über die Theke;=)

Wenn Engel reisen...

Wenn Engel reisen…

Haapsalu ist ein nettes kleines Städtchen mit einer schönen Kurpromenade und vielerlei Verlockungen, gastronomischen und wolligen.

In der Bar Hugo an der Promenade

In der Bar Hugo an der Promenade

Den Rest des Tages ruhten wir uns in dem geräumigen Apartment aus, strickten, diskutierten über estnische Getreidesorten („Kama“ ist das Zauberwort) und … was soll ich jetzt berichten? Es tut alles gut und alles macht Freude!

Und heute geht es ins Museum, ins Lace-Center und zum Treffen mit den Damen aus dem Lace-Center beim Abendessen. Wieder habe ich einen schönen Tag vor mir!

PS: Und wie immer: nach der Reise nehme ich mir die Zeit und beschreibe alles ausführlicher,

Was ein eine herrliche Zeit!

Das Craft Camp hat gerade erst begonnen und schon ist es schwupps vorüber. Aber wie intensiv war es. Und wieviel Schönes konnte ich sehen und lernen.

Faszinierend für mich war der Stickworkshop „Archaistic embroidery from Mulgi region“, ich hätte nicht gedacht, daß mir das Sticken soviel Freude bringt, aber die beiden Lehrerinnen,  Liina Laaneoja und Annika Vaalma bringen das auch so fröhlich und leicht rüber…

Ein estnisches Mühle-Spiel

Ein estnisches Mühle-Spiel

Am Dienstag habe ich an dem Ausflug nach Pärnu teilgenommen und habe mir das Küstenstädtchen angeschaut, ein wenig ausgeruht und natürlich Wolle erstanden, ich konnte nicht widerstehen und habe mir ausreichend Teksrena-Knäuel gekauft, die zusammen mit der schwarzen Teksrena von Regina für eine schöne Jacke verstrickt werden.

Die Maria-Magdalena-Gilde in Pärnu

Die Maria-Magdalena-Gilde in Pärnu

Die Die Maria-Magdalena-Gilde ist einfach ein Kunsthandwerk-Kaufhaus, aber nicht besonders ergiebig, da haben wir schon viel Feineres gesehen. Zum Beispiel in den schönen Leinengeschäften…

Am Mittwoch fand der Workshop „Saaremaa and Runö sweater and jacket knitting techniques“ statt und Riina Tomberg hat es wieder einmal geschafft, die einzelnen Techniken an einem einfachen und schönen Beispiel zu vermitteln. Aber die zweifarbige Flechtborte mit Hintergrundmaschen sind schon sehr fordernd, das alles mit 1.25er Nadeln gestrickt…

Pulswärmer - Original und Nachahmung

Pulswärmer – Original und Nachahmung

Der dreieckige Ansatz am Bündchen ist auch eine reizvolle Variante. Und bei meinem Strickstück wird der Ansatz beim „Weaving in“ natürlich noch ordentlicher. Eine so wunderbare und reizvolle Strickerei, die werde ich bestimmt bald fertiggestrickt haben.

Der letzte Workshop am Donnerstag war dann „Wristlets in Muhu style“, mein zweiter Workshop diesmal bei Kristi Jõeste und es hat sich gelohnt, auch wenn ich schon letztes Jahr an diesem Workshop teilgenommen habe. Jetzt kann ich das einfach viel besser, eine gute Übung für mich.

Die Muhu-Pulswärmer

Die Muhu-Pulswärmer

Am Abend schon das Abschiedsessen im Gutshaus und ein Konzert mit interessanter estnischer Volksmusik, hervorragend dargebracht von drei jungen Damen, die dann auch noch zum Tanzen aufforderten und die ganze Gruppe aufmischten.  Vorher aber wollte ich noch ein wenig die Ruhe im Park genießen, gelang mir aber nicht, denn:

Im Park kannst du  nicht liegen, da fressen dich die Fliegen

…Im Park kannst du nicht liegen, da fressen dich die Fliegen

Tja, das war schon das Craft Camp 2016 im Schnellüberblick, Frauen aus 13 Ländern nahmen daran teil, Freundschaften wurden geschlossen oder vertieft und natürlich haben wir uns versprochen, daß wir alle wiederkommen.

Am Freitagmorgen dann spazierte der Storch über das Gras von Olustvere, im Schulgebäude zeigten wir unsere Arbeiten und bekamen die Diplome.

Ein Storch aus Olustvere

Ein Storch aus Olustvere

Das alles werde ich noch ausführlich vorstellen, aber das Tolle ist, daß mit der Rückfahrt nach Tallinn noch nicht alles vorbei war. Nicht nur, daß wir ja noch eine Rundreise durchs Land vorhaben, es hat sich ergeben, daß doch noch einige Teilnehmerinnen in Tallinn bleiben und wir uns für den Abend verabreden konnten. Wir trafen uns nach ausgiebigen Stöbereien in den verschiedenen Handarbeitsgeschäften am Rathausplatz und fanden Platz in einem russischen Restaurant. Das war schon irrwitzig, denn alle halbe Stunde tauchten drei junge Tänzerinnen aus dem Hinterhalt auf und brachten authentische russische Folklore zur Darbietung.

Troika Restaurant

Das russische Restaurant Troika am Rathausplatz.

So, für heute reicht es. Der Besuch im Kurzwarenparadies „Karnaluks“ und der Samstag verdient einen eigenen Beitrag

 

 

Nur ein kurzes Lebenszeichen…

Die Tage beim Craft Camp sind so ausgefüllt, dass ich keine Zeit finde zum Berichten oder es gibt gerade kein Netz.

Nachdem ich mir heute beim wunderbaren Workshop von Riina Tomberg eine Nadel tief unter die Haut gerammt habe, möchte ich die Hand jetzt auch  nicht mehr weiter bewegen, sondern schonen.

Nur noch ein Wollbild aus Pärnu:

Wolle in Pärnu

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