Ich fahr nach Riga, juhu!

Kategorie: Wockensolle -

Nach dem ganzen Umbaustress und dem Geburtstagsstress (den hab ich allerdings noch vor mir, erst am Sonntag) hab ich gedacht, ich muß mir auch mal was gönnen und nicht nur beruflich oder ehrenamtlich reisen, und so habe ich mir 7 Tage Riga, Flug und Unterkunft in einem alten Konvent direkt in der Innenstadt, gebucht, Ende August geht es los.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Und freue mich über meine  Großzügigkeit mir selbst gegenüber ;=)

Auf dem Plan steht natürlich: Museumsbesuche, Museumsbesuche, Ausflug nach Jurmala, Museumsbesuche, Spaziergänge, Wollgeschäfte (Hobbywool z.B.), mal sehen, was noch alles

Wer Tipps zu Riga hat, nur her damit!


Vitalija Bagdžiūnienė: Kepurių mezgimas virbalais

Vitalija Bagdžiūnienė: Kepurių mezgimas virbalais

Vitalija Bagdžiūnienė: Kepurių mezgimas virbalais

Das dritte Buch im Bunde ist “Kepurių mezgimas virbalais“, auf deutsch: Hüte zum Stricken.

Dieses 2013 im gleichen Verlag wie die anderen Bücher erschiene Taschenbuch zeigt Kopfbedeckungen in grosser Bandbreite: von scheußlichaberwärmend bis elegant, von einfarbig bis mehrfarbig, von Kappe bis Tam.

Autor: Vitalija Bagdžiūnienė
Titel: Hüte stricken
Verlag: Conto Litera
Jahr: 2013
Format: 14,5×21, Taschenbuch
136 Seiten
ISBN: 9786099525341


Hüte zum Stricken

Vitalija Bagdžiūnienė: Hüte zum Stricken


3 Bücher von Vitalija Bagdžiūnienė // Teil 2

Das erste meiner drei Strickbüchern von Vitalija Bagdžiūnienė habe ich ja schon vorgestellt, Apykaklių, šalikų, skarų mezgimas virbalais. Dann will ich doch heute mal die anderen zwei Neu-Erwerbungen vorstellen, damit die Reihe komplett ist:

PirVitalija Bagdžiūnienė: Pirštinių mezgimas virbalais Pirštinių mezgimas virbalais 2Diesen ersten Band habe ich nicht im Geschäft gefunden, jedoch den 2. Band: Pirštinių mezgimas virbalais 2. 

98 Anleitungen für Handschuhe aller Art sind enthalten: im ersten Teil sind die Handschuhe schön farbig gezeigt, im zweiten Teil dann folgen die genauen Anleitungen mit Charts und eventuell Text-Erläuterungen. Aber so vieles ist selbsterklärend, das Nachstricken dürfte nicht sehr schwierig sein. Und wenn die Farben oft auch ein wenig düster daherkommen, das kann man ja ändern.

Handschuh Nr. 50

Handschuh Nr. 50

Handschuh Nr. 50: Musterzeichnung

Handschuh Nr. 50: Musterzeichnung


Autor: Vitalija Bagdžiūnienė
Titel: Handschuhe Stricken 2
Verlag: Conto Litera
Jahr: 2011
Format: 17×24, Taschenbuch
123 Seiten
ISBN: 9786099525327

Die Bücher kann man übrigens leicht bestellen, per BING- oder Googlesuche nach der Autorin suchen, dann findet man schon die Online-Buchgeschäfte, und mit Paypal und einem Online-Übersetzer findet man sich auch einigermaßen zurecht.


Die verstrickte Dienstagsfrage 28/2014

Die Dienstagsfrage vom 8. Juli 2014:

Hattet Ihr in Zusammenhang mit Eurem Hobby schon mal ein negatives Erlebnis?

Musstet Ihr Euch vielleicht dumme Sprüche oder abfällige Bemerkungen anhören?
Oder hattet Ihr schon mal Streit mit dem Partner wegen Eurer Wollkäufe oder weil Ihr Euch mehr mit dem Strickzeug als mit ihm beschäftigt?
Wart Ihr womöglich in einen Zickenkrieg unter Wollweibern verwickelt?
Habt Ihr eventuell sogar schon Verletzungen oder andere negative gesundheitliche Folgen -verursacht durch Euer Hobby- erleiden müssen?

Und wenn ja, wie seid Ihr mit der Situation umgegangen?

Diese Frage kommt meinem Fragenvorschlag für eine der nächsten Runden recht nahe. Ich wollte nämlich fragen, weshalb bei der Präsentation fertiger Strickteile, und seien sie noch so scheußlich, nur höchstes Lob erwartet wird und Kritik oder Anmerkungen, daß dies eben nicht gefalle oder gar schauderbar sei, absolut fehlt am Platz ist und entsprechend weggebissen wird.

Ich bin bekannt für direkte Worte und ich halte nichts von “naja, jeder hat so seinen Geschmack“… damit wird nämlich jede Diskussion unter den Tisch gekehrt / vermieden / abgewürgt. Es ist eben nicht jedes geschmackvoll. Manches ist einfach furchtbar grauslig.

Ich frage mich, warum in manchen Foren (Ravelry oder auch bei Google+ und sonstwo) Strickstücke präsentiert werden und um Kommentare gebeten wird, wenn nur positive Antworten und Freudenschreie mental verarbeitet werden können? Dass man auf das, was man geschaffen hat, stolz ist, ist selbstverständlich.

Wenn aber die 50.te selbstmusternde, augentötende Socke vorgestellt wird, darf man dann nicht mal nachfragen, ob es nicht langsam genug sei, darf man keinen Vorschlag machen, vielleicht mal was anderes zu stricken?

Ich sehe da eine eigenartige Mischung aus Stolz, Selbstüberschätzung und Empfindlichkeit, und das zusammen ist keine gute Mischung.  Erstaunlicherweise herrscht da oft eine uneingestandene Solidarität, wer kritisch fragt oder anmerkt, wird von allen Seiten verbal angegriffen.

Ich kritisiere aber nicht nur. Ich ermuntere auch. Aber auch das kommt nicht gut an. Wie neulich in einem Ravelry-Forum, als eine unsichere Strickerin bei gefühlt jeder 2. Reihe (einer  recht einfachen Anleitung) im Forum nachfragte, wie sie denn nun dies stricken solle oder jenes. Sie schaffte es, einen Thread von rund 50 Posts loszutreten. Mein Rat, doch einfach mal zu probieren und wenn es nicht gelingt, zu ribbeln, macht doch nichts, hat doch jeder mal so angefangen, kam gar nicht gut an. Ich wurde angegiftet. Die Fragende hat sich wohl den Wind aus den Segeln nehmen lassen, jedenfalls habe ich von ihr nichts mehr gelesen. Oder sie ist mutiger geworden…

Ja was denn nun? Müssen wir in einer Eiteitei-Welt leben, ist alles niedlich und wunderschön? Darf man nicht kritisieren oder Vorschläge machen? Darf man, wenn aufgefordert, nicht seine Meinung sagen? Muß denn immer alles so verdruckst sein?

Wir sind doch autonome, selbständige Menschen (das ist jedenfalls meine Vorstellung), die die Welt (mit-)gestalten und sich in der Welt behaupten. Muß man da so engherzig, kleingeistig und verdruckst sein?

Da freue ich mich über meine Wollfreundin, den Wollfrosch.

Begeisterungsschreie, Gedanken, Ideen, Lob, Trost, Gemecker, Nörgelei – alles das passt und darf hier rein! Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Auf ihrer Seite  (ein Beispiel für Sockenkritik) herrscht ein anderes Klima. In den Kommentaren wird gelobt, kritisiert, werden Vorschläge gemacht, In einem freundlichen, herzlichen Ton, es wird nicht rumgezickt.

Die Bilder in dieser kleinen Galerie verdeutlichen was ich meine und zeigen auch, wo ich dann doch nicht kommentiert habe ;=)

 

 PS: Nachtrag:

da hab ich doch ein gutes Beispiel für die “AllenWohlUndNiemandWeh”-Mentalität gefunden. Zugegeben, der Kommentar war kurz und prägnant. Aber “Scheisse” ist doch heute genauso wie “geil” ein Allerweltswort geworden, hat also nicht mehr den “Schimpf-Wert” wie früher, als wir noch unartig waren …

Kommentar-Kultur

Screenshot: Kommentarkultur

Kleiner Kranz

Kleiner Kranz

um diesen Adventskranz geht es hier (Bild aus der Google-Bildersuche) und Suchargument war übrigens “gestrickte scheisse” , hihi ;=)


Er kann es einfach nicht…

Kategorie: Wockensolle » Polemik -

der amerikanische Präsident, der mit viel Enthusiasmus und einer hohlen Wahlparole gewählt wurde. Aus Yes We Can ist nun allenthalben ein Nein Ich Kanns Doch Nicht geworden. Seine Gegner treiben ihn vor sich her. In Guantanamo werden immer noch Menschen in KZ-Haft gehalten, den Ukraine-Konflikt heizt er an, damit Europa von der Gasversorgung durch Rußland abgeschnitten wird und auf das elende Fracking-Gas aus USA angewiesen sein wird.
Millonen Menschen in den USA haben ihre Häuser verloren in einer ungebremsten kapitalistischen Immobilienkrise, nicht einmal eine Sozialversicherung für die Arbeiter und Angestellten der angeblich führenden Industrienation der Welt hat er durchsetzen können.
Anstelle einer allgemeinen Sozialversicherung, in die Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzahlen, scheinen in God’s Own Country die Arbeitgeber die Versicherungsleistungen für ihre Angestellten selbst zu definieren.

Was das für die beschäftigten Frauen bedeutet, ist klar. Frömmelnde Erzreaktionäre, für die das Wort “konservativ” ein Lob wäre, entscheiden wieder einmal über die Gesundheit und das Leben der Frauen, indem sie in ihrer Selbstherrlichkeit Versicherungsleistungen für Kontrazeptiva, Verhütungsmittel verweigern.

44 Millionen USA-Amerikaner haben keine Krankenversicherung und weitere 38 Millionen nur eine unzulängliche Versicherung. In wirtschaftlichen Krisen werden als erstes Versicherungen gekündigt, und …  Die Haupt-Leidtragenden in Krisen sind Frauen und Kinder.

Alle sozialen und gesellschaftlichen Errungenschaften der Neuzeit sind in den USA noch nicht wirklich angekommen oder werden wieder demontiert. 

Was das mit meinem Thema hier zu tun hat? Nun, ich habe immer für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen gestritten, unser Bauch gehört uns, mich gegen Bevormundung und reaktionäre Chauvis gestellt. Ich  engagiere mich gegen das geplante Freihandelsabkommen der EU und der USA und beobachte deshalb das politische Geschehen genau. Auf der anderen Seite habe ich gestern bei KnitLuck einen Beitrag über den Boycott einer großen Hobby- und damit auch Handarbeits-Kette gesehen. Die Handelskette “Hobby Lobby” weigert sich, Verhütungsmittel mitzufinanzieren und bevormundet damit ihre Angestellten, nimmt ihnen das Recht auf Selbstbestimmung. 

Religiöse Selbstgerechtigkeit ist eine starke gesellschaftliche Kraft in den USA, aber es gibt auch Widerstand. HobbyLobbyBoycott bei Facebook zeigt die ganze Bandbreite des Widerstands. 

Ein Aspekt kommt in der Debatte auch immer wieder klar zum Vorschein, der uns Frauen klar vor Augen führt, wo unsere Feinde sitzen:

Es sind die bigotten alten Männer, die Religion und wirtschaftliche Macht nutzen, um Frauen zu unterdrücken.

No Birth Control, no Viagra!Deshalb bin ich für ein klares Viagra-Verbot!


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