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Als ich 1976 mit meinem Freund von Ägypten bis Marokko reisen wollte, tat sich uns ein großes Hindernis auf: Herr Ghadafi, der gerade 10 Jahre an der Macht war, wollte uns kein Visum erteilen lassen, weil wir mit einem alten Ford Escort Kombi unterwegs waren und dieser Autohersteller auf der arabischen Boykott-Liste stand.

Zu unserem Glück stach ein alter VW T1 (der mit Doppelscheibe vorn und kleinem Fenster hinten) auf dem Vatertagsausflug ins Auge, den wir dann für 100,00 DM kauften und in monatelanger Arbeit komplett um- und ausbauten.

Dieser Bus war einfach toll, das Reisen mit ihm machte sehr viel Spaß.
In der Sahara hielt er sich tapfer, kletterte die steilsten Trassen im Hoggar-Gebirge hoch ohne zu murren und hielt nach meiner Zeit auch noch durch bis an die Elfenbeinküste. Heute steht er in Spanien in einer Garage und wartet auf seine dritte General-Überholung, inzwischen ein wirklicher Oldtimer, 54 Jahre alt!

Für die Jungfernreise nach Nordafrika 1976 strickte ich mir damals einen Raglanpulli, in dessen Passe ich die Namen der Länder, die wir besuchen wollten, einstrickte. Auch am Nordrand der Sahara braucht man was Warmes am Abend;=)
Herbst 1980 mit Fair Isle

Leider habe ich kein Foto von diesem Werk gefunden.
Dafür ein Photo von einer Herbstreise 1980, auf dem ich endlich mal was Selbstgestricktes zeige.

Heute nennt man das wohl "Fair Isle"-Technik.

 

Die Reisen des Bulli sind auf einer eigenen Webseite dokumentiert: Die WI-LU-Story. 
Und warum ich das so ausführlich beschreibe? Nun, bei ebay gibts grad ne Wollmütze für solch einen (nicht ganz so alten Bus):

bestrickender T3 bei ebay

 Mehr Infos zu diesem Strick-Monster:
http://www.strickbulli.de/ + ein Artikel in der Frankfurter Rundschau: Wenn Autos Wolle tragen