Vortrag beim Lieper Klöntreff

Der Vortrag beim Lieper Klöntreff in Rankwitz auf Usedom am Sonnabend hat nicht nur mir Freude gemacht; bei Kaffee und Kuchen lauschten die Gäste aufmerksam und der Applaus zum Schluß zeigte dann auch, daß  der Reisebericht gut angekommen ist. Auf einem separaten Tisch hatte ich einige Strickstücke und auch die wichtigen Bücher ausgelegt und natürlich lagen an prominenter Stelle die Pottmützen.

Die Flyer mit den Anleitungen zur Pottmütze waren schnell verteilt und die vielen interessierten Fragen brachten uns auf neue Ideen.
Ja, wenn alles klappt, wird es wohl im nächsten Jahr Stricktreffen im Rankwitzer Heimathof zum Thema "Pottmütze" geben und die feine Wolle für die Mütze kommt dann vielleicht sogar von den Spinnrädern der Spinnerinnen des Heimathofs.

Ich freue mich.

Vortrag “Reisen und Stricken im Baltikum”

Am Sonnabend, den 2. November, ab 15:00 Uhr halte ich einen Vortrag "Stricken und Reisen im Baltikum -  Stricktraditionen im südlichen Ostseeraum" beim Heimatverein Lieper Winkel auf Usedom  im Gasthaus „Rankwitzer Hof“, Dorfstraße 15, 17406 Rankwitz.

Dazu lade ich herzlich ein!

Die Ankündigung:

Aus Neugierde auf die europäische Kulturhauptstadt, Riga, fuhr Cornelie Müller-Gödecke 2014 zum ersten Mal nach Lettland. Seitdem bereiste sie Lettland und Estland wohl mehr als 15 Mal, nahm an Konferenzen (u.a. Nordic Knitting Symposium 2018), an Workshops (Landeskunde, Stricken, traditionelle Handarbeitstechniken) der Kultur-Akademie Viljandi (EST) und des Lettischen Kultur-Instituts teil, besorgte für das Trachtenzentrum SENA KLETS (Riga) die Übersetzung des lettischen Standardwerkes „Latviešu Cimdi“ (Handschuhe aus Lettland)  ins Deutsche und lernt die lettische Sprache.

Auf ausgedehnten Rundreisen, sommers wie winters, lernte sie die Menschen und ihre Kulturen kennen, stieß auf Unerwartetes und Vertrautes.

My location
Routenplanung starten

Ihre letzten Reisen führten sie zum St. Martins-Markt nach Tallinn, eine der größten Kunsthandwerkermesse des Baltikums, und auf Einladung des Trachtenzentrums SENA KLETS nach Riga 2018 zur 100-Jahr-Feier Lettlands und zur Internationalen Workshopwoche „Craft Camp“ In Viljandi / Estland.

Davon berichtet sie in ihrem Bilder-Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Lieper Klöneck“ des Heimatvereins Lieper Winkel e. V. und zeigt auch einige wunderschöne Handarbeiten aus beiden Ländern. <p">Die Veranstaltung beginnt am Sonnabend, den 2. November 2019, um 15:00 Uhr im Gasthaus „Rankwitzer Hof“, Dorfstraße 15, 17406 Rankwitz. Es wird sehr empfohlen, telefonisch unter 038372 70563 einen Platz zu reservieren.

Der Eintritt ist frei,  über Spenden freut sich der Heimatverein Lieper Winkel e. V.

Informationen auf dieser Seite

Solch ein Blog wie die Wockensolle besteht ja nicht nur aus den aktuell geposteten Beiträgen, die dann in der "timeline" nach unten, aus dem Fokus rutschen, sondern auch aus Seiten, die dauerhafter ihren Inhalt präsentieren. So habe ich im Hauptmenü über dem großen Bild etliche Angebote:

  • Webtechnisches (hier gehst ums Web, nicht um die textile Fertigkeit des Webens)
  • Info mit (wie der Name sagt) Informationen zu verschiedenen Themen (Handschuhe aus Lettland - Wolle kaufen in Riga etc.)
  • oder auch die Downloads (z.B. der großartige Klingelton)

Diese Informationen werden oft übersehen, sind aber immer wieder gefragt. Das merke ich wenn ich per Mail oder über das Kontaktformular nach Informationen gefragt werde, z.B. über Tipps zum Wollekaufen in Lettland.

Und deshalb werde ich diesen Infobereich auch weiter ausbauen.

Vor kurzer Zeit erhielt ich eine Mail von einer Leserin  dieses Blogs, die gerade mit dem Wohnmobil durch Lettland reist (die Glückliche!) und nachfragte, wo man denn in Lettland sonst noch Wolle kaufen könne, es gäbe immer nur Infos zu Riga.
Ja, das stimmt, auch auf der Wockensolle gibt es nur eine Karte mit Geschäften in Riga. Aber nichts zu Lettland und nichts zu Tallinn.
Also werde ich das nachtragen.
Ich habe dann einige Infos zusammengesucht und diese verschickt,
Und tatsächlich hat Frau L. dann auch den Fabrikverkauf von Pace Wolle in Dundaga (und später auch Sena Klets in Riga und den Fabrikverkauf von Limbažu tīne in Limbaži) besucht und mir richtig appetitmachende Bilder geschickt. Danke!

wie immer: aufs Bild klicken für eine größere Ansicht

wie immer: aufs Bild klicken für eine größere Ansicht

Ich werde also die Info-Seiten erweitern.

My location
Routenplanung starten

Workshop mit Maruta Grasmane in Greifswald

Nur ein kurzes Stimmungsbild von dem wunderbaren Tag gestern, der Workshop von Maruta Grasmane bei den Baltischen Kulturtagen Greifswald war ein ganz besonderes Erlebnis!

Ich werde noch ausführlich darüber berichten, aber jetzt muss ich erstmal frühstücken und dann gibt es heute ja auch noch den Film "Ruch un Norie" im Koeppenhaus in Greifswald, 18:00 Uhr!

Ich bin richtig glücklich!

Ausstellung “Draudziba” aus Riga

Die Eröffnung der Ausstellung der kunsthandwerklichen Vereinigung Draudzība aus Riga rückt auch näher! 
Am Dienstag, dem 1. Mai,  kommt Dace Gaile von Draudzība mit zwei Koffern voller wunderschöner Arbeiten angeflogen, ich hole sie in Berlin am Flughafen ab und dann geht es sofort an den Aufbau der Ausstellung, denn am 2. um 19:00 findet im Koeppenhaus in Greifswald  die Vernissage statt.

Bis MItte Juni werden die wunderbaren Web- und Strickarbeiten dann in der Galerie des Koeppenhauses gezeigt, und ein Besuch der Ausstellung lohnt sich wirklich!

Ich war ja schon zweimal in Riga in Präsentationen des Studios Tautas lietišķās mākslas studija "Draudzība" und war immer wieder fasziniert.

 

Das Kunsthandwerkzentrum Ritums (gerade um die Ecke von Sena Klets), in dem die Ausstellungen gezeigt werden, informiert auf seiner Webseite auch über Draudzība und mit einem Online-Übersetzungstool oder -browser versteht man auch den Inhalt der Seite.

In meinem Bericht über einen Riga-Aufenthalt im November 2015 habe ich auch eine Bildergalerie vom Ausstellungsbesuch eingebunden und vom Dezember 2017 gibt es auch einen Bericht.

In Riga und im Nationalen Kunstmuseum

Als ich die Reise plante, den Flug und Hotel buchte, hatte ich gar kein festes Programm für diese Tage in Riga im Kopf. Nur eine Liste was ich tun möchte, sehen möchte, speisen möchte, lesen möchte... und wie immer: ein Tag fügt sich an den anderen und jeder Tag bringt interessante Begegnungen, intensive Gespräche und Erlebnisse.

Über die Anreise brauche ich nicht viel zu sagen, der kleine Leihwagen stand bereit und nach etlichem Rätseln und Blättern in der nur lettisch-sprachigen Betriebsanleitung des nagelneuen Klein-Japaners fand ich dann doch heraus, wie ein Automatik-Gefährt zu starten ist. Meine Lettisch-Kenntnisse sind limitiert, mehr passiv als aktiv, aber Bremze verstand ich und die entsprechenden Comic-Zeichnungen dazu auch.. Also ging es los.

Immer schon hatte ich vorgehabt, das Lettische Nationale Kunstmuseum zu besuchen, viel hatte ich gehört, wie schön es sei nach der grundlegenden Renovierung 2016, wie interessant die Ausstellungen dort, und an einem grauen Sonntagmorgen ist ja ein Museumsbesuch immer geraten..

wie immer: auf die Bilder klicken

Das Nationale Kunstmuseum in einem prachtvollen Bau zeigt Kunst vom 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts und spiegelt in seinen Sammlungen die lettische Geschichte, nicht nur die Kunstgeschichte: die baltisch-deutschen Maler, die Italiensehnsucht, die Maler der Petersburger Schule, der Akademismus, klassische Moderne, Russische Avantgarde, sozialistischer Realismus und Dissidenz ... das sind nur Stichworte, die respektable Sammlung mit rund 500 Werken ist eindrucksvoll und zeigt wie sehr Lettland sich immer im Strom der Zeit befand, wie europäisch geprägt der Lettische Kulturelle Kanon ist.

Das Museum ist auch virtuell erreichbar: das Google Cultural Institute präsentiert 360 Werke aus dem Bestand des Museums online und stellt sie damit der Welt zur Verfügung.

Die temporäre Ausstellung über Künstler-Schmuck, "Von Picasso bis Koons", wurde im Kuppelsaal auf originelle Weise präsentiert. Wertvollste Schmuckstücke, mit Packpapier und Gurtstraffern umgeben.

Meine Favoriten? Werke aus verschiedenen Epochen: von Janis Rozentāls, Miervaldis Polis und Janis Tidemans, die ich nachstehend hier einbinde.

Janis Rozentals: Ganu meitas dziesma | Lied der Schäferin, 1898
das einzige Gemälde im Museum, auf dem eine Strickerin zu sehen ist.

Janis Tidemanis: Meitene tautas tērpā | Mädchen in Tracht, 1930

Miervaldis Polis: Sapņojums | Tagtraum, 1982

Polis gilt als einer der wichtigen Vertreter des Photorealismus und hier hat er auf altmeisterliche Art ein Porträt gestaltet, welches auf verblüffende Weise der estnischen Textildesignerin Kristie Joeste ähnelt...

Die Berichte über den Ausflug an die Küste, den Besuch im Ritums-Zentrum und die Fahrt nach Cesis folgen in den nächsten Tagen!