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Dem ZDF-Magazin "Heute in Europa" ist es heute wieder einmal gelungen, einen Beitrag zu senden, der mit allen abgedroschenen Klischees eingeleite wird, ein paar Stimmungsbilder zeigt, keine Fakten nennt (welche Universität? ) und dann zum Schluß etwas Werbung für ein StartUp betreibt.  Also wenig Hand und wenig Fuß, aber es geht um Handarbeiten.

Vorgestellt wird der Strickunterricht an der Kulturakademie Viljandi in Estland, ein Institut der Universität Tartu und den Wockensolle-Leserinnen sicherlich nicht unbekannt, bin ich doch jedes Jahr mindestens einmal dort und berichte auch davon hier auf der Wockensolle.
Es ist aber nicht erkennbar, ob die versammelte Stricker-Gruppe zum Ausruhen vom angestrengten Digitalen Leben zusammengekommen ist oder welchen Rang dieser Unterricht hat. Die renommierte Lehrerin Kristie Joeste wird nicht vorgestellt, ihre Aussage willkürlich zusammengeschnitten und dann ein kurzer Schwenk über die wunderbaren Handschuhe bevor zu einem Neuen Modelabel übergeleitet wird.

Die unvermeidliche Großmutter wird wieder anmoderiert, "zwei rechts zwei links zwei fallenlassen" darf auch nicht fehlen - einfallslos wie sonstwas ist diese Anmoderation, Klischees sind halt immer leicht zur Hand.

Aber kann man mehr von einem Magazin, auch wenn es vom Sender als Nachrichtensendung rubrifiziert wird, erwarten?
Nun schaut's Euch an, hier kommt der Ausschnitt aus der betreffenden Sendung, die noch bis zum 28.01.2020 online sein wird.

Aber schön ist ein VIljandi, der viele Schnee - das habe ich leider noch nicht erlebt. Als ich im WInter dort war, gabs nur ein wenig Puderzucker auf den Bäumen ...