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Ich glaube jeder kennt das: eigentlich möchte man faul sein, nur lesen, nur stricken aber das gelingt nicht weil so viele Gedanken im Kopf herumsausen und weil einiges Unerledigtes ansteht... dabei ist es sehr schön warm, die Rosen blühen, die Sonne scheint - ach ja.

Nicht mehr lange hin, dann geht es nach Riga und dann nach Viljandi zum CraftCamp. Ich sammle schon die Kleinigkeiten ein, die immer so leicht vergessen werden (Mückenschutz, Ladegeräte für Notebook + Tablett + Telefon und und und), aktualisiere noch Webseiten für Freunde, kämpfe mit Hacker-Attacken auf dem Server, aber irgendwie das Gefühl, daß das alles nicht reicht.

Dabei habe ich

  • eine Strickjacke fertiggestellt
  • ein Sockenpaar zu 3/4 parat, das wird noch fertig
  • ein Babymützchen gestrickt
  • einen wunderschönen Tag mit Ursula, die ich vom Craft Camp kenne, verbracht, denn sie macht Urlaub in Wolgast und wir haben die Handweberei von Iris Schöne in Pulow besucht und das Café Biedenweg und die kleine Stadt Lassan
  • ich habe Rosen im Garten gepflanzt, die prächtig blühen und freue mich unbändig über die unglaublich kräftigen Stockrosen, die voller Blüten und Knospen sitzen
  • bei Ravelry in einem Forum Artikel zu verschiedenen Stricktechniken geschrieben (nein, mehrfarbiges Stricken ist nicht FairISle!) und auch Widerspruch geerntet, wenn mir eine Sache am Herzen liegt werde ich halt öfter mißverstanden,,.
  • eine Strickjacke angefangen und immer wieder geribbelt (aber die wäre auch zu warm für die Reise)
  • ...

Gleichtzeitig verfolge ich das Geschehen am Persischen Golf und bin erstaunt und erschrocken wie gelassen unsere Zeitungen und Kommentatoren mit der drohenden Kriegsgefahrt dort umgehen. Wie oft noch darf das Machtstreben der USA und der NATO-Staaten (vornehm mit Geopolitik umschrieben) die Nahostregion in Kriege stürzen? Da wird gezündelt und gelogen und unterstellt und kolportiert als ob es um geklaute Äpfel ginge. Es geht aber um Frieden. Und den bekommt man nur wenn man mit allen Ländern gemeinsam Abrüstung und Entspannungspolitik betreibt. Aber das ist ja nicht mehr zeitgemäß.

Zeitgemäß ist ein simplizistisches Weltbild voller Haß, Testosteron und Kriegstreiberei, allen voran der Präsident mit dem toten Tier auf dem Kopf.

Da tut es gut, daß das geliebte Ravelry-Netzwerk den Trump-Fanatikern die Stirn bietet. Was die großen Netzwerke nicht schaffen oder nicht schaffen wollen, das schafft Ravelry. Kein Platz und keine einzige Masche für Haß und Ausgrenzung!