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Durch die Einführung der Strickmaschine wurde die Handstrickerei allmählich zurückgedrängt, und es lohnen sich jetzt nicht mehr Zeit und Mühe bei der Herstellung von Strümpfen und anderen leichten Bekleidungsgegenstände in Handstrickerei. Jedoch ist es geboten, die nützliche Technik zu erlernen und zu üben, denn durch die Selbstherstellung von warmen Bekleidungsgegenständen für den Winter und das Anstricken von Strümpfen läßt sich viel ersparen. Dazu kommt noch der Vorzug, daß Handstrickerei dauerhafter ist als Maschinenstrickerei. Dabei vertreten wir den Standpunkt, daß in Strickarbeit nur solche Gegenstände ausgeführt werden sollen, die sich am besten für die Technik eignen und nicht den Schönheitssinn verletzen, z.B. wäre es geschmacklos, Bettdecken oder Kissenbezüge zu stricken, die in Näharbeit schneller, schöner und zweckmäßiger herzustellen sind.

Ich kann handarbeiten, Seite 74
Illustriertes Hausbuch für die Techniken der weiblichen Handarbeit
Unter Mitwirkung der Handarbeits-Redaktion der Frauenblätter des Verlages Ullstein & Co sowie unter Mitarbeit von Aurelie Obermayer-Wallner und Elisabeth von Wedel
herausgegeben von Mizi Donner und Carl Schnebel
Verlag Ullstein & Co / Berlin und Wien, 1914

Und wie siehts heute aus? πάντα ῥεῖ, οὐδὲν μένει , wenn man mal bei amazon stöbert.