Zu Besuch an der Bucht von Riga

Am Sonntag nach dem Markt verließ ich Riga noch einmal. Maruta Grasmane, die Autorin des Handschuh-Buches und Gründerin von Sena Klets in Riga, hatte mich in das Haus am Meer eingeladen. Und dieses Mal konnte ich die Einladung auch wirklich mit frohem Herzen annehmen, denn mein Rückflug war ja erst für Dienstag am frühen Abend gebucht.

Also packte ich den Rucksack und nahm den Bus. So kam ich durch den berühmten Badeort Jurmala und dann ging es noch eine Stunde weiter entlang der Bucht von Riga.

Lange geht die Fahrt durch den Küsten-Kiefernwald, oder durch kleine verschlafene Orte, in denen nicht nur der Flieder träumt.

Dann zweigt ein kleiner Weg von der Hauptstrecke ab und nach 200m sind wir am Meer. Dort steht das Haus, in dem ich nun zwei Tage in angeregtem Gespräch oder im Spiel mit den Enkeltöchtern Laura und Nora verbringen durfte.

Draußen saßen die Kormorane auf den Felsen im Meer und wir unterhielten uns am großen Tisch.

Ich erfuhr vieles über Maruta Grasmanes Arbeit und die Vor- und Entstehensgeschichte des Buches „Handschuhe aus Lettland“. Die Enkelin Nora zeichnete diese Unterhaltung für die Nachwelt auf.

Ein wunderschönes lichtdurchflutetes Haus, das Meer unmittelbar davor, saubere Luft und ein dunkler Wald hinter dem Garten, ein Paradies.

Schwäne, Kormorane und einen Silberreiher habe ich gesehen, und ich werde diesen Blick immer in Erinnerung behalten,

Ob es aber auch die Schildkröten, wie Laura sie gezeichnet hat, hier gibt, weiß ich nicht, Ich habe aber auf jeden Fall ein sehr schwieriges lettisches Wort gelernt:

bruņurupucis – die Schildkröte!         

Kurzeme TV / Rokdarbu Tourismus / Handarbeitstourismus

Am ersten Tag in Liepaja waren wir in das Museum von Liepaja eingeladen, Auf der Tagesordnung standen die Workshops Variations of Mitten Cuffs with masters Gaida Gertnere and Solvita Zarupska und „Beaded Mittens” with masters Antra Kukuka, Aisma Demme und Astra Dzērve.

Im National Costume Center war extra für uns eine Ausstellung mit Perlenstrickereien organisiert wurden und der regionale Fernsehsender Kurzeme TV berichtete über das Seminar. Der Film ist auf der Webseite eingebettet, läßt sich aber nicht direkt verlinken. Es ist jedoch erlaubt, den Film in eigene Webseiten einzubinden. Und so zeige ich ihn hier.

Wenn Sie die Webseite im Chrome-Browser öffnen, erhalten Sie die Webseite auch übersetzt. Lohnt sich!

Gada Tirgus – Paradies

Der Kunsthandwerkermarkt im OpenAir-Museum in Riga ist eine riesige Attraktion. Die Busse sind voll, die Zufahrtsstrasse verstopft… und die Besucher voller Erwartungen. Und als Erstes sah ich diesen Kinderreigen, die Lütten hatten sichtlich Freude.

Ich bin erst einmal ein wenig spazierengegangen auf dem wunderschönen Gelände, bevor ich mich ins Getümmel stürzte.

Es ist nicht einfach auf solch einem großen Gelände und mit soviel Besuchern Freunde zu treffen, dachte ich, aber das war ein Irrtum. Wir Strickerinnen finden uns immer.

Nach einigen Blicken auf die Buchangebote (immer auf der Suche nach dem 2. Band der Reihe „Tautas Terpi“.. wie immer erfolglos) ging es dann Richtung Wolle und Wolliges.

Mit Ilze (ihr Ravelry-Name ist Bumbucis) hatte ich mich schon vor der Abreise verabredet und nun kam ich an ihren Stand und lernte auch ihre Mutter kennen, Und zu unserer Freude kam auch Solvita vorbei, in einem wunderschönen Suiti-Kostüm.

Und natürlich bat ich sie ihren Rock zu raffen damit ich die Suiti-Strümpfe bewundern konnte,

Meine Ausbeute ist erklecklich: die grössten Holzknöpfe, die schönste Wolle von Dundaga und Limbazu, und als grosse Überraschung ein neu aufgelegtes Buch aus Estland, Kihnu Roosi, das mir Kaidi schenkte. So beglückend!

Zu meiner Freude hatte ich Maijaa im Getümmel getroffen, bei Ravelry kennen wir uns schon lange, und es kam dann noch zu einem kleinen Ravelry-Treffen um 14:00 Uhr, nur Jeannie hatte sich wohl in diesem wolligen Paradies verlaufen,

Maijaas wunderbare Perlenstulpen machen sprachlos.

jede bewunderte die Beute der anderen oder ließ sich noch Tipps für weitere interessante Stände geben, und viele von uns trafen sich zum ersten Mal im „Real Life“, eine schöne Erfahrung!

Claudia und ich fuhren dann mit dem Taxi zurück in die Stadt und ruhten uns ersteinmal im Café Rigenses aus.

Abends dann eine letzte Schlemmerei mit Lizzy und Claudia und nun folgen noch zwei ruhige Tage.

In 2 Stunden nehme ich den Bus aufs Land, ich freue mich auf den Besuch bei Maruta Grasmane!

Wieder in Riga

Nun sind wir zurück in Riga, einige von uns sind gleich weitergereist, aber víele von uns bleiben noch in der Stadt.

Heute abend treffen wir uns im Restaurant Lido zu einem Ausklang, morgen ist der große Kunsthandwerkmarkt im Freilichtmuseum, Gada Tirgus, und am Sonntag fahre ich aufs Land, ich wurde von Maruta Grasmane eingeladen, Das ist mir eine besondere Freude,

Dies war eine unglaublich schöne Woche und eine ganz wunderbare Gruppe. Ich danke Allen für diese schöne Zeit!

Ach könnte ich die Zeit anhalten oder zurückdrehen oder durch Wände gehen wie der selige Herzog Jekabs / Jakob aus Kuldiga / Goldingen!

In Liepaja und in Kuldiga

So erfüllte Tage, daß ich nicht zum Berichten kam. Und auch diesmal wieder nur ein kurzer Rückblick.

In Liepaja gab es die Workshops zu den Themen „doppeltgestrickte Handschuhe“ und zum Fingerhandschuh-Stricken, Jetzt kenne ich die Formel für die Maschenberechnung,

Wir besichtigten ein Kunsthandwerkerzentrum und ein Bernsteinkünstler war so lieb und reparierte mir meinen altgedienten Bernsteinring.

Fasziniert war ich von der Installation aus ca. 17.000 Bernsteinstücken… soetwas habe ich noch nie gesehen

Wir freuten uns alle, dass Maruta Grasmane zu Besuch kam. Eine Ehre und eine Freude,

Dieser Tag klang aus mit einer humorvollen Präsentation des Folklore.Ensembles Atstaukas, und mit Erdbeeren und Prosecco, mitgebracht von Ansis Grasmanis,

Der lokale Fernsehsender hatte am ersten Tag im Museum von Liepaja gefilmt und einige Interviews geführt.

So wurde auch ich vors Mikro gehot und mein Name hat sich auf wunderbare Weise verändert: Aus Connie Müller-Gödecke wurde so Kunimile Gudike,,,

Der Bericht mit vielen Fotos und dem Filmchen ist online;  Adītājas no tuvām un tālām zemēm

Den Bericht werde ich sicherlich noch abspeichern können.

Heute, am letzten Tag, gab es noch einen u durWorkshop in der Bücherei des Museums von Kuldiga. Jolantha Medina, ich kenne sie schon vom letztjährigen Knitting Camp in Strazde, zeigte uns zeitgenössische Handschuhe und wir lernten ein einfaches, aber effektvolles Muster,

Es ist immer wieder wunderbar, diese Handschuh-Berge zu durchstöbern!

Kuldiga (früher Goldingen) ist ein wunderhübsches Städtchen und ich hätte gerne noch mehr Zeit dort, Aber ich werde wiederkommen!

Seite 1 von 2312345...1020...»»