Suiti Socken

Suitu Rakstainas Zekes – Gemusterte Socken aus Alsunga / Suiti

Ich habe über das Buch „Suitu rakstainās zeķes“  ja schon auf der Wockensolle geschrieben, aber heute habe ich mal eine Liste mit Infos zu diesem Buch für Ravelry zusammengestellt und da möchte ich das hier doch nicht unterschlagen.

Eine schöne Bildergalerie zur Präsentation dieses Buches Anfang April in Riga gibt es auf der Seite des Lettischen Kultur-Institutes.

Dort kann man auch nach Klick auf eines der Galeriebilder alle Bilder in einem ZIP-Archiv herunterladen.

Suitu rakstainas zekes
Autor: Lia Mona Gibiete
Herausgeber: Latvijas Nacionalais kulturas centrs
Sprache: lettisch / englisch
Seiten: 80
ISBN: 2100003635099
bestellbar (mithilfe eines online-Übersetzers): bei GramatnicaGlobuss.lv oder lgramata.lv

Stricken in Kurzeme – das aktualisierte Programm

Frauenhandschuh aus Kurzeme

Auf der Webseite von Sena Klets und bei Facebook ist das aktualisierte und erweiterte Kurs-Programm für das viertägige Knitting Camp in Kurland (29. Mai bis 2. Juni) veröffentlicht worden.

Neu ist:

  • Das Programm beginnt mit einer Einladung ins Zentrum Sena Klets in Riga am Montag vor der Fahrt nach Liepaja.
  • Zinta VārpiņaAm Montag-Nachmittag dann der erste Workshop in Liepaja:
    Zinta Vārpiņa, die ich auch vom letztjährigen Knitting Camp kenne, wird ihn leiten.
  • die Namen der Workshop-Leiterinnen sind nun bekannt, so z.B. Solvita Zarupska, eine wunderbare Perlenstrickerin
Frauenhandschuh aus Kurzeme
  • Im National Costume Information Center in Liepaja steht dann eine Präsentation des Buchs „Rakstainās suitu zeķes“ von Lia Mona Ģibiete durch die Autorin selbst auf dem Programm.

    Lia Mona Ģibiete, Liepaja

    Rakstainās suitu zeķes“ = gemusterte Socken aus Suiti … Schönes für die Füße!

  • Jolanta Medina

    Jolanta Medina

    auf der Rückfahrt nach Riga am Freitag wird ein Halt in Kuldiga eingelegt, und im dortigen Museum wird Jolanta Medina einen Workshop halten.
    Ich kenne Jolanta Medina vom Knitting Camp im letzten Jahr in Strazde, und ich freue mich.

Empfohlene Vorkenntnisse:

  • fortgeschrittene Strick-Kenntnisse (intermediate level)
  • stranded knitting – stricken mit mehreren Farben
  • man sollte schon mal mit dünnen Stricknadeln (1,5mm, 2,0mm) gestrickt haben und zumindest keine Angst davor haben!

Es sind noch Plätze frei und der Anmeldeschluß wurde auf den 15. April verlängert.

Und: man kann auch als Begleiter(in) teilnehmen! Die Ausflüge sind auch für Nichtstricker interessant und die Orte bieten jede Menge Abwechslung, sei es am Strand oder in der Stadt.

Fragen zu dieser Veranstaltung können Sie an diese Adresse richten: cimdi@senaklets.lv 

Und noch einmal die Eckdaten:

Termin: 29. Mai bis 2. Juni (im Anschluß daran findet vom 3. bis 4. Juni der große OpenAir-Kunsthandwerksmarkt in Riga statt, den man nicht versäumen sollte!)

Workshop-Sprache: englisch und lettisch

Preis: 450.00€ zzgl. 21% MwSt.

weitere Infos auf der Webseite von Sena Klets, und auf der Facebookseite

Stricken in Kurland – „Latvian Glove and Mitten Knitting Retreat“

Ein Retreat klingt ja übersetzt ein wenig wie Rückzug, aber dieser Retreat ist genau das Gegenteil!

In Kurzeme in Lettland, früher auch Kurland gehießen, findet vom 29. Mai bis zum 2. Juni dieses Jahres ein Knitting Camp / Knitting Retreat statt. (Ach, mir fällt einfach kein deutsches passendes Wort dafür ein.)  Und Kurzeme bietet, das weiß jeder, der schon mal in eines der schönen Bücher geschaut hat, Strickerinnen wirklich was!

Sena Klets, das Trachtenzentrum in Riga, Herausgeber des Buches ”Handschuhe aus Lettland” (!), organisiert das fünftägige KnittingCamp in Lettland von Montag, dem 29. Mai bis Freitag, den 2. Juni.

Thema ist ”Latvian Glove and Mitten Knitting: Let’s Knit in Kurzeme!

Kurzeme ist das lettische Wort für Kurland und das Knitting Camp findet in einem Hotel im Seebad Liepaja an der kurländischen Küste statt, und von dort aus starten auch die Ausflüge und Museumsbesuche, das Kursprogramm ist vielfältig: Strick-Workshops, Museums-Besuche, Treffen mit Kunsthandwerkern.

Die Kurs-Sprache ist englisch, aber natürlich wird auch deutsch gesprochen, einige Teilnehmerinnen kommen sogar aus den USA angereist, so ein Knitting Camp ist immer auch ein Ravelry-Treffen…

Die Teilnahmegebühr (Unterkunft, Workshop, Material, Eintrittsgelder, Verpflegung, alles inclusive) beträgt 450,00€ zzgl. 21% MwSt., also 544,50€

Weitere Informationen zum Programm finden Sie  auf der Webseite von Sena Klets und auf deren Facebook-Seite. Viele Infos zum Stricken in Lettland natürlich hier im “Knit Like a Latvian”-Forum ;=)

Das Anmeldeformular ist online unter dieser Adresse: https://goo.gl/forms/cXJu5Z9rNG0V7loI2

Das sind Bündchen von Handschuhen aus Kurland, aus der Region Liepaja… Wunderschön

Und zum Schluß eine Karte mit allen Orten, die auf dem Programm stehen: Unterkunft, Museen, Workshops, Besichtigungen..

Knitting Pretty….

Ich habe immer noch ein wenig Schwierigkeiten mit den Fehlern in der Seitengestaltung, deshalb halte ich mich ein wenig zurück und zeige den dritten Teil der Wollfabrik-Serie erst in ein paar Tagen, dann wenn die WordPress-Template-Hersteller zu Kreuze kriechen, meine meisterhaft dokumentierte Fehlerbeschreibung (gelernt ist gelernt) endlich verstehen und den Bug bereinigt haben..

Bis dahin ein wenig anderer Inhalt, aus aktuellem Anlaß ;=)

Meine liebe Freundin glaubt mir nicht, daß meine Maschenprobe mit Klinta-BASE-Wolle und 4er-Nadeln statt wie auf dem Etikett 25Mx33R nur 18Mx24R ergibt, sie meint, ich eine bekennende FestStrickerin stricke zu lose… Also werde ich gleich nochmal prüfen, ob ich mit den 3er Nadeln auf die genannte Maschenprobe komme und wenn das nichts hilft, dann hole ich mir Rat bei der Strick-Ratgeberin aus Yorkshire:

Dieser nette Film aus dem Yorkshire Film Archive kann leider nicht als Video eingebunden werden, aber ich kann auf die Seite mit dem Video verlinken, also: Klick aufs Bild

Jamieson’s of Shetland – in Sandnes auf Shetland

wenns zu langsam gleitet: auf die Bilder im Slider klicken!

Es soll Leute gegeben haben, die nach der günstigsten Busverbindung von Orkney nach Shetland fragten, wir nahmen die Nachtfähre von Kirkwall an Fair Isle vorbei nach Lerwick auf Shetland. Und gleich am ersten Vormittag kamen wir nach Sandnes, wo sich die renommierte Spinnerei Jamieson’s of Shetland befindet.

Wir wollen eigentlich nur einen ersten Eindruck von der Insel gewinnen und kamen gleich an diesen Hotspot!

Insgesamt 3x besuchten wir die Fabrik während unseres Aufenthaltes, und natürlich waren wir auch im Ladengeschäft in Lerwick.

Jamieson’s of Shetland, ein altes Familienunternehmen und nicht zu verwechseln mit „Jamieson and Smith“ (Jamieson ist nunmal der shetlandische Müller), verarbeitet Wolle. Wolle aus Shetland. Vom ersten Sortieren bis zum fertigen Kleidungsstück, alle Produktionsschritte unter einem Dach.

Und dann steht auch noch ein Auto in einer Fabrikhalle ;=)

Wir Gäste dürfen uns in den Produktionsräumen frei bewegen und Fragen stellen (sofern es der Maschinenlärm zuläßt). Aber erst einmal lockte der Fabrikladen, denn ich wußte, daß ich auf der späteren Textile Tour hier auch noch einmal alles aufs Sachkundigste gezeigt bekommen werde.

Hinter einem großen Vorhang, vor dem Tageslicht geschützt, sehe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine solche Farb-Woll-Vielfalt.  225 verschiedene Farben in den berühmten Qualitäten Spindrift, Double Knitting, Shetland Heather And Marl, Ultra und Ultra Cobweb, es verschlägt die Sprache.

In einem Korb dann noch Sonderangebote, je 10 Knäuel in Farbtönen, die nicht weitergeführt werden da der Kontrast zu anderen Tönen zu gering ist. Der Preisvorteil jedoch war nicht zu verachten!

Jamieson’s webt auch Shetland-Tweed-Stoffe und strickt Kleidungsstücke: Jacken, Pullover, Schals, traditionelle Muster im traditionellen Schnitt.

Hier in Sandnes kann man günstiger einkaufen als im Ladengeschäft in der Commercial Street in Lerwick, denn wenn eine gesuchte Farbe gerade nicht im Regal liegt, geht die nette Verkäuferin in die Produktionsräume und findet dort das Gesuchte. Zudem, wie schon geschildert, die Möglichkeit, reduzierte Partien zu ergattern…

Aber den Laden in Lerwick möchte ich hier natürlich auch würdigen. Die Präsentation ist etwas feiner, die Wollwand ist moderner gestaltet. Und die Auswahl ist hier auch riesigt…

Wer von uns Wollsammlern ist willensstark genug und kann hier widerstehen?

Zum Schluß noch ein schönes Video von Greg McCarron, der den Produktionsprozeß dokumentiert hat und danach noch ein paar Links….

nichts wie auf nach Shetland! Wolle kaufen! Wolle sammeln! Shetland ist immer toll und man muß ja nicht gerade zur WoolWeek kommen, wenns man lieber ein wenig ruhiger hat…

In Deutschland gibt es die Wolle z.b. im MyLys und bei wolle und design, Wolle Willich, umgarnt.de und anderen Geschäften. Einfach mal auf der Händlerseite von Jamieson’s of Shetland nachschauen!

Im nächsten Beitrag stelle ich dann Jamieson & Smith, ebenfalls aus Shetland, vor.

A Yarn from North Ronaldsay

wenns zu langsam gleitet: auf die Bilder im Slider klicken!

Und, Appetit bekommen?
Dies ist der erste Bericht über Wollmühlen, die ich schon besichtigen konnte oder noch besuchen werde.
Die Bilder im Slider über diesem Text zeigen Wolle von der Insel North Ronaldsay, der nördlichsten Insel des Orkney-Archipels.

Seit nunmehr 5 Jahren beschäftige ich mich mit Wolle und Stricken und Traditionen und allem zusammen…. Und von Anfang an verlor ich mich in den unendlichen Verlockungen dieser Faser, sammelte Wolle, die mir besonders erschien, leistete mir einige Stränge der Wolle, die ich wirklich unbedingt haben musste.

Und im Jahr 2014 begegnete mir zum ersten Mal die Wolle von der Insel North Ronaldsay,  ich las von den algenfressenden Schafen auf dieser Insel und war fasziniert.

Und habe mir erst einmal Wolle bestellt.

„North ron sheep“ von Ian Caldwell – Eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution 2.5 über Wikimedia Commons

North Ronaldsay Lighthouse Visitor Centre

Das Lighthouse Visitor Centre

North Ronaldsay

Einige Stränge dieser schönen Wolle in den verschiedenen natürlichen Farbtönen, zweifädig, habe ich damals geordert. Und daran geschnuppert und die Wolle bewundert, aber verstrickt habe ich sie noch nicht. Irgendwie habe ich Respekt vor diesem Garn.

Meine Neugierde wurde immer stärker und ich wollte diese Schafe unbedingt in echt sehen. So kam es, daß Heinz mit mir im Frühjahr 2015 auf die Reise ging, für einen Monat fuhren wir nach Orkney, North Ronaldsay und Shetland.

Das Wetter war schlecht, aber überall sprangen kleine Lämmchen herum und wir wanderten über die Insel.

North Ronaldsay im Mai 2015

Ganz im Norden, im schönen Leuchtturm, befindet sich die 2003 in Betrieb genommene Wollspinnerei, ein Projekt der Bewohner der Insel North Ronaldsay. Sie wollten bessere Preise für ihre Wolle erzielen und außerdem ihrer Wolle einen Markennamen erarbeiten, denn immerhin gehören die Schafe zu den seltenen und in ihrem Bestand gefährdeten Rassen Großbritanniens.

Im Leuchtturm befindet sich auch das Visitor Centre und ein kleines Café, man kann sich dort also gut aufhalten.  Wir saßen auch eine ganze Weile herum, da die junge Dame, die uns durch die Spinnerei führen sollte, am Flughafen gebraucht wurde, sie hat 2 Jobs. Das habe ich aber schon im Beitrag „Ein Tag auf North Ronaldsay“ ausführlich beschrieben. Deshalb noch einige Photos und dann stelle ich die Wollmühle vor.

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Liz Lovick: North Ronaldsay Sheep

North Ronaldsays are a primitive breed, genetically the most primitive in the UK. They are small, fine-boned sheep with small heads. Ewes have a dished face, and rams have big curly horns: some ewes have smaller, backward-facing horns. Fleeces can be any colour, from white to very dark brown, with a staple of about 10cm/4″. Unlike most sheep, North Ronaldsays have a double coat, the inner being as fine as cashmere and the outer being thicker. The outer coat, or guard hair, is structured to encourage water to run off the hair rather than soak into the undercoat.

Quelle: Liz Lovick, Northern Lace

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Garn-Charakteristik

Gewicht des Vlieses 1.0kg – 1.25kg
Faser-Länge 5cm – 15 cm
Faser-Durchmesser 23-28 Mikron
Gewicht double-knitting, DK
Naturfarben weiß, grau, braun, beige, schwarz

Quelle: Deborah Robson & Carol Ekarius, The Field Guide to Fleece, 2013

WollstrangSeit der Errichtung der Wollmühle müssen die Schafzüchter auf der Insel nun nicht mehr die Vliese zu schlechten Preisen verkaufen, das Angebot umfaßt nun vielmehr Strickwolle in verschiedenen Stärken (von 2ply bis Aran), Filzwolle, kardierte Wolle, Kammzüge und Strickwaren. Denn eine Filzpresse gehört auch zum Inventar.

Und die Erzeugnisse aus North Ronaldsay werden inzwischen zumindest englandweit verkauft, sodaß, wie ich es ja erlebt habe, auf der Insel selbst nur noch wenig im Angebot ist.

Im „Shop“ des Visitor Centres jedenfalls war keine Wolle zu sehen, aber Pullover, Jacken, Mützen etc. Dafür habe ich dann direkt in der Wollmühle noch einen Sack mit Wolle entdeckt und konnte so 850g schöne graue Wolle erstehen.

Und dann habe ich noch eine CD mit Photographien von der Insel und Strickanleitungen für die Wolle ergattert. Verfaßt von Liz Lovick. Und da diese Anleitungen inzwischen vergriffen und auch recht altbacken sind, arbeitet die Autorin gerade an einer erweiterten Neu-Auflage. Ich freue mich darauf.

 

North Ronaldsay in der Wikipedia

Ein Bericht im SPIEGEL: Insel der Seetang-Schafe aus dem Jahre 2012 samt dazugehöriger Foto-Strecke

Visit Orkney: North Ronaldsay + Orkney.com: North Ronaldsay

North Ronaldsay Birds Observatory

Ach ja, dann ist da noch der schöne Bericht auf der Seite des Frontiers Magazine, da möchte man gerade wieder losreisen..

 

 

 

 

 

A Yarn from North Ronaldsay – Die Garn-Company mit Online-Shop

The Orkney Sheep Foundation

Yarn Profile: North Ronaldsay Wool

Limited Edition  Rare  von BlackerYarns und noch ein netter Online-Shop: www.brityarn.co.uk

Ganz bunt wird es dann bei LittleOrkneyDyeShed

Und bei Ravelry: Die Anleitungen von Liz Lovick für diese Wolle!

da gibt es noch viel mehr Infos im Web, einfach mal „North Ronaldsay Yarn“ eingeben bei Tante Google… aber leider: preiswert ist diese Wolle nicht. Aber wert ist sie.

Und dann habe ich noch von Freda Bayne gehört, einer Weberin aus Kirkwall, die dieses Wolle mit Farben, welche sie aus Holzresten des 1740 gesunkenen Schiffes Svecia  gewinnt, färbt.  Aber bis auf eine knappe Wirtschaftsauskunft habe ich keine weiteren Informationen über diese sicherlich interessante Frau gefunden.

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