doch kein Stash-Abbau?

Ach, es ist ein (Woll-)kreuz…

da brauche ich ein „gedankenloses“ Strickstück, nachdem das blaugraue CelticMyths-Tuch so schnell fertiggestrickt war und meine Finger nach Neuem juckten. Ich möchte zwar, bevor es in einem Monat auf die Estland-Tour geht, noch Muhu-Strümpfe stricken, aber dafür hab ich im Moment nicht den Kopf…

Mary Rowe's #14

Mary Rowe’s #14

also habe ich mich an die Vorräte gesetzt und die Holst-Wolle herausgesucht. Die Wolle habe ich mir ja mal empfehlen lassen und dann war ich gar nicht so angetan. Die Supersoft fand ich einfach zu reißleicht (ja, soll das Gegenteil von reißfest sein..) , dauernd riß beim Stricken der Faden und mir dann der Geduldsfaden und mehr als ein Tam habe ich damit nicht verfertigt…

Die anderen „Cakes“ in der Samarkand-Qualität hatte ich noch gar nicht angefangen. Also hab ich die herausgesucht und ein neues Tuch angeschlagen, in Streifen, vier Farben, nach der Tuch-Konstruktion von Asita Krebs, Celtic Myths.. Da das dann aber das dritte Tuch dieser Art wird, werde ich wohl eine andere Kante stricken, und da ja da kamen die Bedenken: reicht denn das Garn? Kann ja gar nicht reichen! Wie dann?

Und dann stelle ich fest, daß das Garn bei deutschen Versendern doch recht teuer ist und schaue auf der Herstellerseite nach… tja, das Garn ist dort „discontinued“ und wird gerade verramscht, für 2,69€ das Knäuel… relativ moderate Versandkosten aber kein Garn in den Farben meines Tuchs mehr auf Lager.

Nun, was macht die Wollsammlerin? Sie sucht eine neutrale silbergraue Farbe aus und weils so günstig ist und immer noch billiger als beim deutschen Versender, noch 2 Knäuel dazu, Porto bleibt ja gleich…

und so wird der Stash wieder nicht kleiner..

Was solls, Ausreden brauche ich nur für mich selbst, sonst muss ich  mich niemandem gegenüber rechtfertigen ;=)

Die Zeit verfliegt,…

so schönes Wetter und ich sitze im Zimmer vor dem Rechner. Aber das habe ich mir ja selbst ausgesucht.

Gerade habe ich mal wieder ein wenig Webforschung betrieben. Ich möchte Kniestrümpfe mit Muhu-Muster stricken, habe etliche Anleitungen, kenne die Maschenprobe und weiß wie ich das stricken kann. Aber ich war neugierig, ob es nicht vielleicht einen ausgefuchsten Online-Socken-Kalkulator gibt…

Es gibt welche. Der am meisten verlinkte und ziemlich alte Kalkulator schmiß mir für meine Maschenprobe und meine Maße eine Maschenzahl von 1620 aus!!!!

Ich weiß nicht was der gerechnet hat, denn selbst wenn ich die 1620 durch Inch teile komme ich auf keine realistische Zahl… das wären ja immer noch so um die 640 Maschen…  Die Kniestrümpfe könnte ich aber dann dem Herrn Gulliver auf der Insel Usedom verpassen…

Gulliver auf Usedom

Gulliver auf Usedom

Knitting Lady…

das ist ein Titel, den sich wohl jede Strickerin ans Revers heften könnte. Aber eine Dame ganz besonders: The Knitting Lady,

Diese Webseite hat eine spezielle Zielgruppe:
“The knitting lady is a site dedicated to providing resources for all your miniature and small knitting needs. ”

Warren Hastings, Lange, gestrickte HandschuheGefunden habe ich diese Webseite im Zusammenhang mit den wunderschönen indischen Handschuhen (die ich hier auch schon einmal vorgestellt habe), und einem Forumthread bei Ravelry dazu. So fand ich die Knitting Lady und ihr Angebot und das möchte ich hier doch mal vorstellen:
ganz dünne Wolle und ganz feine Nadeln!

Ganz feine Stricknadeln

Es ist ja nicht immer leicht, feine dünne Nadeln zu finden, und das einzige wirklich feine Nadelspiel, das mir bisher unter die Finger kam, waren  0.7mm-Hiya Hiya Nadeln, bei MyLys in Hamburg erstanden.

Jetzt habe ich auch noch Nadelspiele (wenn auch nur immer 4 Nadeln einer Stärke) von 0.8mm über 0.9mm, 1.4mm, 1.6mm und 1.8mm, da müssten die Maschenproben doch hinkommen ;=)

Und mit dieser einfädigen feinen Wolle sollte doch jeder lettische oder estnische Handschuh aufs Feinste gelingen:

wie immer: für die Anzeige auf die Vorschaubilder klicken!

nun bin ich gespannt, wann ich diese Wolle auf die Nadeln hole.

Ein langes Strickerleben, Happy Together!

auf diesen Film bin ich durch einen Ravelry- Forumsbeitrag nach dem Motto „Den kennt Ihr sicherlich alle schon…“  gestoßen, aber nein, ich kannte diesen Film noch nicht. Aber ich habe mich sehr über die hier gezeigte Aktion gefreut.

Eine alte Rotterdamer Dame, mittlerweile 78 Jahre alt, hat sich nicht entmutigen lassen, ununterbrochen Pullover zu stricken, auch wenn anscheinend niemand diese Pullover haben wollte und ihr Haus überquoll. Mehr als 500 Pullover!

Und dann kam jemand auf die Idee, das Lebenswerk der Loes Veenstra zu würdigen. Musiker, Tänzer, Gardemädchen, Nachbarn, alle trugen am 20. November 2012 einen Pullover von Loes und tanzten auf der Strasse und ehrten sie so mit einem Flashmob.

Besonders gut gefällt mir die Idee, die Marching Bands farblich passend einzukleiden, die eine in rosa / rot  / hellrot, die andere Band in schwarz-weiß / grau / gestreift.

Und so haben Lous‘ Pullover, de Truien van Loes, ihre fünf warholschen Minuten der Berühmtheit erhalten und wir haben etwas zum Freuen. Farbe tut gut in diesem kalt-grauen Frühling, der eigentlich eine Eiszeit ist.

Die Frage, warum man so etwas macht, soviel Pullover zu stricken und dann trägt sie niemand, steht natürlich im Raum, aber da wir die Umstände nicht kennen, können wir die Frage nicht beantworten, Es gibt so vieles was auf den ersten Blick keinen Nutzen hat. Und was doch Freude macht.

Wenn der Stash mal umkippt …

nachdem ich nun gelernt habe, was ein Stash ist, daß man in Strick-Communities sogar Buch führen kann über die Ansammlung in diversen Schränken und Ecken und nachdem meine Netzbekannte sich geoutet hat und das Ausmaß ihres Stashes doch veröffentlichte (88kg!), habe ich diese wunderbare Installation von Orly Genger sofort mit Stash assoziiert…

Orly Genger

Orly Genger: Big Boss

Big Boss ist der Name der Installation. In der Larissa Golston Gallery gibt es noch mehr phantastische Installation zu sehen.

Orly Genger

Orly Genger: Big Boss

Orly Genger ist mit ihren Werken in führenden Museum zeitgenössischer Kunst vertreten, so im Moma in New York und Whitney Museum of American Art. Ich bin sehr beeindruckt. Und die starken Farben tun uns doch gut, wo wir gerade im dunkelsten Winter seit anno tobak leben, über 60 Stunden Sonnenschein seit Dezember fehlen…

Ich wurde durch einen Artikel in der art.daily auf Orly Genger aufmerksam, in dem über die Platzsorgen und die Gentrifizierung in New Yorks Galerienviertel berichtet wurde.

Orly GengerOrly GengerOrly GengerOrly GengerOrly GengerLarissa Goldston and Orly Genger
Orly Genger, eine Galerie auf Flickr.

Ein Klick auf ein Thumbnail lädt das Bild in Flickr