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Wie soll ich im Nachgang diese Konferenz, das Nordic Knitting Symposium 2018, beschreiben und das Wesentliche herauspicken? Das fällt sehr schwer. Eine ganze Woche gefüllt mit einem dichten Programm, unterschiedlichsten Aktivitäten und wenig Leerlauf.

Ich werde versuchen, anhand des ersten Tages, einen Konferenztag in seinem Ablauf zu schildern und das mit Fotos unterfüttern. Später werde ich dann auf die einzelnen Workshops und Vorträge eingehen, das gibt Stoff für viele Beiträge!

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Alles war außerordentlich umsichtig und phantasievoll organisiert. Bei der Registrierung erhielten alle, Teilnehmer wie Mitwirkende, ein Namensschild (die Mitwirkenden ein Namensschild mit dunkelrotem Hintergrund, wir Konferenzteilnehmer eines mit hellem Hintergrund), es gab eine Mappe mit Informationen (Programmheft, eine Broschüre mit Porträts der Referentinnen und Workshopleiterinnen, Informationen zu den Ausstellungen), die Übersicht über die "eingebuchten" Workhshops, Stadplan und Infos über Viljandi...), einen Patchwork-Project-Bag nach einer Vorlage aus dem Nationalmuseum,..

Alle, die an der Organisation beteiligt waren, trugen dunkelrote Schürzen (s. Ave Matsin bei ihrer Eröffnungsrede) und waren so leicht zu finden.

Zu Beginn eines Konferenztages und am Abend dann wieder, vor den Vorträgen, wurden wir über Wichtiges und Wissenswertes informiert. Alle 100 Teilnehmer versammelten sich dazu in der grossen Halle. Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit, zwei ganztägige und zwei halbtägige Workshops zu besuchen; zusätzliche Programmpunkte neben den Vorträgen am Abend waren dann ein "Craft Market", ein Tagesausflug nach Tartu ins Nationalmuseum, der Ausflug nach Heimtali in Heimatmuseum und Austragungsort der "Knit and Walk Olimpiade", das Layk Studio Café war der Platz für den abendlichen Absacker und eine leckere Süssigkeit zwischendurch und die Abschiedsveranstaltung mit Gala Diner und Musik fand dann im Folk-Music-Centrum auf dem Burgberg statt.

Pavlova - ein süßer Traum im Café Layk . Fast zu schön zum Verspeisen!

In 2 Gebäuden fanden die Workshops statt, zum Einen in den repräsentativen Räumen des Sakala-Centers, zum Anderen in den Werkstätten und Meetingräumen der KulturUniversität. Wir kamen in kleinen Gruppen zusammen und die Athmosphäre war immer fröhlich, aber konzentriert.

Mein erster Workshop war der Workshop "The order of the Muhu-Fly" der fabelhaften Anu Pink. Es ging darum, einen "Orden" mit dem Motiv der Muhu-Flliege zu stricken, mit 1.25er-Nadeln und möglichst klein. Eine Breite unter 4cm mit 48 Maschen in der Runde, das war das Ziel. Ich habe mich wirklich angestrengt und das Strickstück zwar nicht fertiggestellt, es ist aber immerhin 3,5cm breit. Das entspricht einer Maschenprobe von 69 Maschen / 10 cm. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber für mich ein Rekord!

Siiri Reimann und Anu Pink hielten die ersten Vorträge;  AnuPink gab eine Einführung in estnisches  Stricken und stellte ihre Doktorarbeit über die 30 verschiedenen Sockenkonstruktionen, die in Estland vorkamen, vor,  Siiri Reimann refererierte über  Haapsalu Spitze.

Wer dann noch nicht genug hatte, nahm einen letzten Trunk in der  "Knitting Lounge" im Café Layk. Ich habe das nicht immer geschafft...

In den nächsten Beiträgen gehe ich dann intensiver auf die Vorträge und Workshops ein; wir verbringen zwar gerade ruhige Tage in Kuressaare auf der Insel Saaremaa, aber die Tage sind trotzdem ausgefüllt. Ich beschäftige mich mit den Besonderheiten der Ruhnu-Handschuhe und habe einige Zeit gebraucht, die vor dem Strickstück liegende horizontale Borte zu üben. Und dann musste ich auch das Bündchen neu beginnen, 96 Maschen mit Nadelstärke 1.25 - das ist zu knapp für meine schmalen Gelenke.

Heute, am 3 Juli, habe ich noch eine Verabredung in Riina Tombergs Werkstatt, ich bekomme ein neues Kleid!