Das Logo der fabelhaften Seminar-Woche „Let’s knit in Kurzeme“ und das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen, Wir haben gestrickt! Und deshalb beginne ich mit dem Bericht vom ersten Tag dieser fabelhaften 5 Tage (es war tatsächlich ein Tag mehr als angekündigt, denn auf dem Rückweg nach Riga gab es noch einen Zwischenstop und Workshop in Kuldiga).

Ein abwechslungsreiches und atemberaubendes Programm war da für uns zusammengestellt worden!
Und das Schöne? Dieses Programm wird in Zukunft wieder angeboten werden, die nächsten Termine kann ich bald weitergeben.

Im Zentrum Sena Klets

Alles begann am Montag, den 29. Mai, im Trachtenzentrum Sena Klets in Riga. Und das brauche ich ja eigentlich hier auf der Wockensolle nicht mehr vorstellen. Ziedite Muzis und Ansis Grasmane stellten die Arbeit des Zentrums vor und präsentierten einige der ältesten und / oder schönsten Stücke in der Sammlung.

Ein erstes Gruppenbild vor Sena Klets. Alle sind gespannt auf das Kommende und auf die Mitstricker,

ich habe nicht nur „alte Freundinnen“ wiedergetroffen (Pat, Lizzy, Claudia, Angharad, Baiba… to name a few), sondern auch neue Freundschaften geschlossen.

Strickerinnen sind schon eine besonders freundliche und aufgeschlossen Spezies.

Vor dem Zentrum und vor der Abfahrt nach Liepaja

Unser erster Halt auf der Fahrt nach Saldus war auf der Farm Puteni, wo uns Rasma Balode herzlich willkommen hieß und aufs lettischste bewirtete. Junge Gänse und Enten und ein eitler alter Truthahn liefen frei herum, ich hatte viel Freude daran und habe mich an lange zurückliegende Kindheitstage auf dem Dorf erinnert.

ein Handschuh aus Saldus

In Saldus gibt es ein Kulturzentrum, das Kapeller-Haus. Dort trafen wir Zinta Vārpiņa, die den Workshop über überlieferte Socken aus dieser Region leitete. Zinta Vārpiņa hatte uns auch schon beim Knitting Camp 2016 in Strazde wunderschöne Arbeiten gezeigt und uns einen Vorgeschmack auf die Besonderheiten der Bündchen dieser Handschuhe gegeben.

Im Hof des Hauses noch eine Überraschung: Nach einer Führung durch eine Töpferwerkstatt, wo besonders dunkle Tonwaren hergestellt wurden, konnten wir noch lernen, aus welchen Bestandteilen lettischer Schmuck besteht und selbst auch Armbänder oder Ketten zusammenstellen.

In Liepaja im Hotel dann angekommen, waren wir doch alle recht müde und sehr erfüllt vom ersten Tag. Nach dem Essen saßen wir noch zusammen, unsere Dolmetscherin Baiba kam dazu und wir stellten uns gegenseitig vor, Jede der Teilnehmerinnen hatte eine tiefe Beziehung zur lettischen Kultur und auch eine sehr emotionale zum Stricken.

Das tut mir so gut.

Vorstellungsrunde im Hotel