Aber warum Facebook?

shetlandersfairisleClaudia war in Shetland zur Shetland Wool Week und sie hat mir ein neues FairIsle-Buch mitgebracht:

A Shetlander’s Fair Isle Graph Book (in colour)

das Buch ist etwas außer der Reihe entstanden, denn die  Shetland Guild of Spinners, Knitters, Weavers and Dyers kam  zufällig in den Besitz eines alten Musterbuches, das anders als sonst üblich, farbige Sketches enthielt und nicht nur schwarz-weiße Kästchen…

Darüber und über Ähnlichkeiten, die mir in den Sinn kamen, schreibe ich demnächst, muß noch ein wenig forschen.

Aber erstmal ein großes Dankeschön an Claudia!

Ich habe mal wieder meine Fotographien von der Shetland-Reise 2015 durchgeschaut, ich wollte herausfinden ob ich nicht irgendwo eine lange FairIsle-Fischermütze aufgenommen habe, eine dieser langen Mützen in buntem Muster mit lustiger Bommel.

 

FairIsle-Mützen

FairIsle-Mützen bie Google-Images (Screenshot)

aber mein Hauptaugenmerk lag damals auf Tams, Handschuhen, Kniestrümpfen… solche Keps tauchen nur auf einem Bild aus dem Shetland Textile Museum auf, ganz oben links und unscharf…

und dann ging ich auf die Suche, es müsste doch eine Anleitung für diese Mützen geben. Zuerstmal bei Ravelry, und da kann man dann auch gleich den Original-Fisherman’s Kep von Anne Sinclair bewundern. Aber mehr gibts auch nicht, denn der angegebene Link  zum George Waterston Museum, Fair Isle führt auch wieder nur zur Pattern-Seite.  Dann aber las ich den Hinweis, daß man sich an die Museums-Leute von FairIsle wenden könne und Mary „Imayjipsee“ schickte mir email-Adresse und weitere Hinweise.

Und wieder war das erfolglos. Denn nach ein paar Tagen bekam ich eine freundliche Antwort, daß es die Broschüre mit dieser Anleitung nur über die Facebook-Seite „The Fair Isle Fisherman’s Kep Page gäbe, dort finde man auch ein Bestellformular. Und bezahlen könne man per Paypal. Und das sei alles auch ganz einfach.

Ich verstehe das alles nicht. Warum muß ich be Facebook bei einer geschlossenen Gruppe um Aufnahme bitten um eine Anleitung  kaufen zu dürfen.. ich bin ja gewillt den recht hohen Preis als Spende an das Museum zu zahlen, aber muß ich deshalb bei Facebook in einen Verein eintreten?
Und warum gibt es das nicht als PDF zum Herunterladen nach dem Bezahlen???

Das hat mich gefuchst. Was bin ich manchmal doof, da habe ich ein ganzes Regal voller Strickbücher, viele Shetland- / FairIsle-Bücher darunter und DVDS von Liz Lovick und Hazel Tindall… also warum schaue ich da nicht nach?
Und selbstverständlich habe ich bei Liz Lovick eine Anleitung gefunden.

Liz Lovick's Fair Isle Ha'af Cap

Liz Lovick’s Fair Isle Ha’af Cap

und in einem japanischen Buch, Treasures of Shetland Knitting, ebenfalls.

Treasures of Shetland Knitting

Treasures of Shetland Knitting

Da bin ich aus der Facebook-Gruppe, in die ich wohlwollend aufgenommen worden war, wieder ausgetreten, es herrscht dort eine mir befremdliche Folklore, Gedichte zu Ehren dieser Kopfbedeckung sind gerade ausgelobt, erscheint mir zu monothematisch.

Aber es wäre eine tolle Sache, wenn man die Anleitung bei Ravelry kaufen könnte, sollte doch nicht so schwer sein ;=)

 

Craft Camp 2017, ich bin (sicherlich) dabei

Olustvere!Man weiß ja nie was wird,

aber ein Datum habe ich mir für 2017 jetzt schon in den Kalender geschrieben:

9. bis 15. Juli 2017: Craft Camp in Olustvere!

Denn diese Nachricht erhielt ich gestern:

Dear Craft Camp participant, We are gladly announcing the dates of 2017 Craft Camp which is going to take place in Olustvere on 9th – 15th July.

There are going to be good old workshops from the previous years and some surprising newcomers as well.

A detailed description together with the registration form will be up in the beginning of December. If interested in coming, book the dates well in advance.

Ich bin gespannt. Und freue mich auf Nächstes Jahr.

Schade … sollte anders laufen

Estonian National Museum Letztes Jahr im November war ich in Tartu / Estland und wollte das Estnische Nationalmuseum besuchen. Aber es war leergeräumt, denn der Umzug in das neue Museum war in vollem Gange.

Nun ist das Museum eröffnet und wie ich bei Facebook sehen konnte, waren viele Strick- und Handarbeitsmeisterinnen auch zur Eröffnung in Tartu. Die Freude war sicherlich groß und das nun modernste europäische Museum hat sicherlich endlich Platz für großartige Sammlungen und Ausstellungen.

Aber es gab auch Enttäuschungen. Gäste äußerten ihren Unmut über die Angebote im Museums-Shop. Marie Forsell schrieb sich ihre Enttäuschung und ihren Ärger über das schlechte Angebot von der Seele, die Quintessenz des estnischen Textes, übersetzt durch Google-Translator, lautet:

Der Untergang des estnischen Handwerks wird zum Einen durch die Käufer, die die billigen Angebote kaufen, und zum Anderen durch den Staat (hier also das ERM) befördert.

So verdient die Mehrheit der estnischen Kunsthandwerker nicht mehr als 11.000 – 16.00 € / Jahr, wie kann man davon leben?
Wenn man die tatsächlichen Kosten und den Wert der erzeugten Produkte betrachtet, muss man zum Schluss kommen, daß alle Erzeugnisse unter ihrem Wert verkauft werden. Daran nicht ganz unschuldig sind die vielen „Hobby-Makers„, die keine Kosten-Kalkulation vornehmen und alle Einnahmen als Zubrot zur Rente vershen, was ja nicht falsch ist, was aber den Anschein, Estnisches Kunsthandwerk sei billig, verstärkt.
Und da kommt das Estnische Nationalmuseum (ERM)  ins Spiel, das in seinem neuen Museums-Shop Finger-Handschuhe für 12,00 € anbietet. Die Angebote dort seien von sehr schlechter Qualität.

Wie kann das sein?
Haben die Verantwortlichen dort kein Gespür, kein Verantwortungsgefühl gegenüber den Produzenten?

Qualitativ hochwertige estnische Fingerhandschuhe können nicht unter 100€ verkauft werden und nur solche Handschuhe sollten die estnischen Kunsthandwerker im Museum repräsentieren. Die 12,00€-Sonderangebots-Handschuhe gehören in den Supermarkt…

Was wird aus unseren nationalen Kunsthandwerkern, wenn sie ihre Produkte nicht zu einem fairen Preis verkaufen können, ihre Arbeit gehört wie jede andere anständig bezahlt!

Werden diese Fachkräfte, die heute schon mit Verlust arbeiten, morgen bankrott gehen?

Welche Botschaft wird hier vermittelt? Wie kann man die Künste erhalten und entwickeln, wenn das Museum, dessen höchste Aufgabe dies ist, diese Produkte nicht anbietet?

Ist das das Ende des estnischen nationalen Kunsthandwerks?

Ich kann diese Sorge verstehen und verstehe eben auch nicht wieso das Museum so wenig gute Produkte anbietet. Ich erwarete von einem Museum Wertschätzung für das, wovon es lebt (ohne das Handwerk gebe es keine kulturhistorischen Museen!) und von einem Museums-Shop ein höherwertiges und authentischeres Angebot als im Souvenir-Laden oder im Straßenhandel. Und da bin ich sicherlich nicht alleine mit meiner Meinung. 

Links:

 

 

Gestrickte Werbung…

Ich mag TV-Werbung nicht, besonders nicht die zielgruppen-orientierte Werbung beim ZDF für alles was die Senioren angeblich so brauchen mit ihren müden Knien, hellgrauen Zellen, verrottteten Muskeln und kalten Füssen und fast immer erscheint mir die deutsche TV-Werbung altbacken und ideenlos oder testoteron-übergeschwängert mit vergötterten Autos oder moralbrechenden Klo-Sitzungen…

Da sind unsere angelsächsischen Nachbarn und ihre weltweiten Ableger doch anders drauf, da scheint immer mal wieder Humor durch. Und weil Wolle und Stricken dort ein ganz anderes standing hat, gibt es eben auch gestrickte Werbung. 

Und nun habe ich dieses Video gefunden, eine Compilation von Werbe-Anzeigen, alle wollig nachgestrickt. Das lass ich mir gefallen!

Ach ja, und zum Titel-Tier: wie meinte doch Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow?

Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos

nun endlich ist das Buch lieferbar: Handschuhe aus Lettland

Maruta Grasmane: Handschuhe aus LettlandMaruta Grasmane: Handschuhe aus Lettland

Jeden Tag haben wir bei Amazon.de vorbeigeschaut, ob das Buch endlich bestellbar ist, und nun hat es endlich geklappt:

die erste Lieferung ist nicht nur im Lager eingetroffen, sondern im Bestand eingetragen, man kann es jetzt bestellen!

Das ist eine Freude.

Strikk latviske votter!

Strikk latviske votter!

Dann stelle ich mal alle momentanen Bezugsquellen zusammen:

Und noch eine Info, die ich gerade gefunden habe:

Am 5. November wird Maruta Grasmane einen Workshop in Oslo halten, und dieser Workshop ist jetzt schon ausverkauft. Das möchte ich auch mal in Deutschland erleben!

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