Ein Hamburger Freund von mir reist demnächst wieder in seine 2. Heimat, nach Beijing. Ich habe ihn dort, als wir 1993 zum ersten Jazzfestival nach Beijing kamen, kennengelernt. Also wieder mal: Hamburger in der weiten Welt.

Damals interessierte ich mich noch nicht so sehr fürs Stricken und als Souvenir brachte ich ein scharfes Küchenmesser, schöne Teetassen und einen Satz Buchhaltungsstempel mit nach Hause. Heute würde ich mich nach anderen Dingen umschauen.

Da ich aber wegen einer überlebten Thrombose + Embolie  nicht mehr so lange Flugreisen unternehmen darf und deshalb wohl nicht mehr nach China kommen werde,  suche ich im Netz nach eventuellen Aufträgen für Jörg… das könnte ein Buch sein oder schöne Wolle, aber bis jetzt habe ich nur japanische Strickbücher in chinesischer Übersetzung gefunden und die Wolle, die bei diversen Online-Portalen angeboten wird, sieht auch nicht so vertrauenerweckend aus.

Es scheint keine wirklich chinesischen Strickbücher zu geben, ich habe jedenfalls noch keine gefunden, dafür aber Übersetzungen der Klassiker „The Magic of Shetland Lace Knitting“ von Elizabeth Lovick oder die Musterbücher von Mary Jane Mucklestone.

Allerdings hat sich 2011 die All-China Women’s Hand-knitting Association gegründet.Da werde ich noch ein wenig suchen gehen…

Vielleicht finde ich ja noch etwas Interessantes bis Jörgs Abreise … oder hat jemand meiner Leser einen  Tipp?

Ich bin aber auf ein interessantes VIdeo gestossen, das mich recht verwundert: Eine junge Dame sitzt in einem großen Raum vor einem Computer, neben ihr, hinter ihr, ihr gegenüber lauter junge Menschen in Straßenkleidung, mit unbewegten Gesichtern. Und die junge Dame mixt auf ihrem Schreibtisch Nudelmehl mit Wasser, formt einen Teig, rollt dünne Teigfäden, eben Nudeln, und fängt an Maschen anzuschlagen.. alles mit recht stoischem Gesichtsausdruck.

Ich verstehe das eigentlich nicht. Ist aber interessant. Mal ein anderer Verwendungszweck für diese Instant-Glutamat-Kompositionen… Stricken ist allemal besser!

 

Und nachdem sie sich solche Mühe gegeben hat, zwei kleine Vierecke aus Nudelteig zu stricken, geht sie zu den Straßenköchen und besorgt sich die weiteren Zutaten einer Büro-Pausen-Instant-Nudelsuppe.

WIe das nun mal ist in China: Alles ist essbar.

Aber verstehen tue ich dieses Filmchen nicht.