In Cesis: intensive Begegnungen

Print Friendly, PDF & Email

Nun ist es an der Zeit, die Berichte über meine Winterreise nach Lettland fertigzustellen, ich habe hier ja noch nicht über den Tag in Cesis, das dortige Weberzentrum und unser Treffen mit Jana von Klintawolle berichtet.

Heute, am 3. Januar des Jahres 2018, gestehe ich ein,  daß ich diesen Beitrag aus dem letzten Jahr noch schuldig geblieben bin.

Cesis gilt den Letten als eine der lettischsten Städte des Landes und es liegt in einer wunderschönen Landschaft der Region Vidzeme. Neben vielen historischen Sehenswürdigkeiten (Johanniskirche, Burg etc.) ist auch das kulturelle Angebot interessant.

Immer mehr kreative Menschen ziehen hierhin, denn im Gegensatz zum Überzentrum Riga ist das Leben hier noch einigermaßen preiswert, das Leben verläuft ruhiger, und es gibt wohl ausreichend Platz für Ateliers und andere Wirkungsräume.

Aušanas darbnīca Vēverīšas

Das Weberzentrum "Vēverīšas" in der Rigaer Str. 19 in Cesis
http://www.veverisas.lv/

90 Kilometer sind es von Riga bis Cesis und je weiter man vorankommt, desto harmonischer wird die Landschaft. Und wir hatten großes Glück: In Riga lag noch kein Schnee, nur ein wenig Puderzucker auf der großen Tanne, aber dann schneite es. Ich liebe Schnee!

wie immer: auf die Vorschaubilder klicken!

Linda Rubena hatte mir den Tipp gegeben, das Weberzentrum Vēverīšas aufzusuchen und Jana hatte gleich einen Besuchstermin für uns vereinbart.

In Riga hatten wir ja schon im Zentrum Ritums herrliche Webereien und Handarbeiten bewundert und ich freute mich daß ich nun noch weitere Arbeiten sehen durfte. Diese Zentren bewahren das immaterielle Kulturerbe des Landes und pflegen es, einige halten sich strikt an die überlieferten Muster und Farben, in andere Zentren werden die überkommenen Muster weiterentwickelt. Hier im Zentrum Vēverīšas hält man an der Tradition fest und verteidigt sie.

Die Leiterin des Zentrums, Dagnija Kupče, empfing uns und erzählte voller Stolz von den Aufgaben und Prinzipien des Zentrums. Dagnija Kupče ist eine renommierte Wissenschaftlerin und Spezialistin für historische Textilien. So hat sie zusammen mit Aija Jansone, der Leiterin der ethnographischen Abteilung des OpenAir Museums Riga und vielbekannte Autorin wunderbarer Bücher, das Buch "Piebalga ir, bija un būs: piebaldzēnu ģērbšanās kultūra 19. gadsimtā" herausgegeben. Auf Deutsch übersetzt: "Piebalga ist, war und wird bleiben: Die Kleiderkultur des 19. Jahrhunderts". Piebalga ist ein Ort nicht weit von Cesis.

Dagnija Kupče stellte uns die verschiedenen Tätigkeiten des Weber- und Handarbeitszentrums vor. Auch die mittelalterliche, blau-goldene Tracht, die auch von der lettischen Kultusministerin und von Maruta Grasmane getragen wird, wurde hier gewebt. Mich faszinierte daß die goldenen Ringe schon am Webstuhl eingearbeitet und nicht erst nachträglich aufgebracht werden.

Piebalga ir, bija un būs: piebaldzēnu ģērbšanās kultūra 19. gadsimtā,
Autoren: Aija Jansone, Dagnija Kupče
Veröffentlicht 2014, 182 Seiten, ISBN 9934140519, 9789934140518

wie immer: auf die Vorschaubilder klicken!

Aber nicht nur Gewebtes wird hier angefertigt, Kopfbedeckungen werden gestickt, Perlengürtel, Perlenstulpen, Webgürtel, bunte Strümpfe, Handschuhe, ein Bad in Farben!

Nach diesem eindrucksvollen Besuch frönten wir einer anderen lettischen traditionellen Kultur, der Konditorei-Kultur! Nun fand sich auch die Zeit, mit Jana Projekte zu planen und zu besprechen, die wir für 2018 avisiert haben. So werden wir im Laufe des Jahres einige KnitALongs im KlintaWolle-Ravelry-Forum durchführen, an der großen Handschuh-Aktion "Cimdota Latvija!" zum lettischen Jubiläum teilnehmen, Workshops stehen auf unserer Ideenliste... 

Das Jahr 2018 wird nicht langweilig werden.

Jana führte uns dann noch durch die Altstadt von Cesis, am Rosenplatz strahlte der Weihnachtsbaum, es fiel immer mehr Schnee und in der mittelalterlichen Burg mit dem städtischen Museum waren wir fast die einzigen Besucher.

Den Museumsbesuch jedoch habe ich mir für den nächsten Besuch im Sommer aufgespart, ich hatte inzwischen winterlich-kalte Füße und mochte nicht in ungeheizten Räumen herumstreunen.

Und zum Schluß noch ein, nein kein Uhren-Vergleich, sondern ein Handschuh-Vergleich!
Im Klintawolle-Forum bei Ravelry läuft ja ein Knitalong / KAL, bei dem Handschuhe nach den Anleitungen und Mustern von Janas Großmutter gestrickt werden.

Ich habe mir ein Paar weiß-violette Handschuhe gestrickt, auch wenn ich an dem KAL außer Konkurrenz mitlaufe, und bei dem dichten Schnee in Cesis konnte ich diese nun endlich auch mal richtig einweihen!
Bis jetzt war der 5. Dezember der einzige, richtige Wintertag in dieser Saison, und umso mehr freut es mich, daß ich an diesem Tag in Cesis sein konnte und soviele wunderbare Eindrücke gewinnen konnte.

An der Ostküste Kurlands

Print Friendly, PDF & Email

Kurzentschlossen verließen wir Riga für einen Ausflug an die Küste. Ein bekannter Küstenort ist ja Jurmala,  das 1783 zum russischen Zarenreich kam und seit langem ein beliebter Urlaubs- und Kurort / курорт  für ältere, begüterte Russen ist. Ich kann dem Ort nicht viel abgewinnen, wunderschöne alte Holzhäuser werden entweder gentrifiziert oder verfallen vor sich hin und dazwischen wächst eine Investmentruine oder Apartmenthaus nach der anderen aus dem Boden. Kein Wunder, macht Lettland es doch ausländischen Investoren leicht. Wer eine Immobilie für eine bestimmte Summe erwirbt, erhält eine temporäre zweite Staatsbürgerschaft, kann sich dadurch visa-frei im EU-Raum bewegen und kann nach einiger Zeit sogar die uneingeschränkte lettische Staatsbürgerschaft erhalten.

Dies erklärt die vielen nur zeitweise belebten Apartmenthäuser und die Neubauten, aber dies macht den Ort nicht schöner und den Aufenthalt nicht reizvoller. Deshalb beließen wir es bei einem kurzen Blick auf den Strand und fuhren weiter nach Nordwesten.

Es hat seinen Reiz, an einem Wintertag über Land zu fahren.

Ein schmaler Landstreifen trennt die Bucht von Riga von einigen langgestreckten Binnenseen und immer wieder blitzt die Ostsee zwischen den Kiefern durch, das Licht wechselt viertelstündlich, mal grauer Himmel, mal strahlender Sonnenschein.

Wir fuhren bis zu dem kleinen Hafenort Engure, etwa 70km nordwestlich von Riga. Ein kleines verschlafenes Städtchen mit einer hochmodernen Bootswerft und einem wohl aufgegebenem Hafen. Blauer Himmel, die strahlende Sonne und ein Regenbogen machten unseren Auftenthalt dort zu etwas ganz Besonderem.

Wie immer: auf die Vorschaubilder klicken!

Ein eigenartiges Gebäude steht da am Hafen, könnte aus einem Tarkovsky-Film stammen, ziemlich unheimlich.

In Riga, im Zentrum „Ritums“

Print Friendly, PDF & Email

Ganz in der Nähe von Sena Klets, nur wenige Schritte weiter, findet sich der Ausstellungssaal des Kulturellen Zentrums "RItums". Ritums (Rhythmus) ist eine Dachorganisation verschiedener Kulturvereine. Schon bei einem ersten Rundgang am Sonnabend sahen wir eine Adventsfeier in den festlichen Räumen, und vom 16.11. bis zum 10.12. lud die Vereinigung Draudzība (Freundschaft) in ihre Ausstellung. Schon bei einem Aufenthalt vor 2 Jahren hatte ich eine Ausstellung dieser Gruppe im Zentrum Ritums besucht und die wunderbaren Exponate bestaunt.

Aber vor dem Ausstellungsbesuch erst noch ein Spaziergang durch das etwas angeschneite Riga... viel blieb ja nicht liegen..

Bei jedem Besuch in „Sena Klets″, dem „Alten Speicher, schaue ich genauer hin, entdecke immer mehr Besonderheiten und erfreue mich immer wieder an den schönen Trachten, eine unendliche Fülle.

Das rechte Bild zeigt eine Brosche, ein Schmuckstück, das vom banalen Zweck, ein Tuch zusammenzuhalten, zu einem der wichtigsten Accessoires der lettischen (und auch der estnischen) Trachten wurde. Diese Broschen gibt es in allen Ausführungen, von einfach bis prachtvoll.

Aber jetzt zur Ausstellung im Ritums-Zentrum. Schon ein Blick durchs Fenster zeigt den Reichtum der Ausstellung.
Gewebte Tücher und dazu passende Handschuhe, Perlenarbeiten, Web-Gürtel, die ganze Bandbreite der traditionellen Textilien wird gezeigt.

Jede Arbeit ist mit einer Nummer versehen und aus ausliegenden Listen erfährt man die Namen der Künstlerinnen. Dabei habe ich allerdings eine Information übersehen: die wunderbaren Handschuhe mit 5 Farben in einer Reihe...

Beim Knitting Camp im Frühjahr bekamen wir während des Aufenthaltes in Rucava die Wolle und die Vorlage für diese Handschuhe, die uns aus zweierlei Gründen erstaunten: zum Einen die Dollarzeichen im Bündchen und dann Runden mit 5 Farben gleichzeitig!
Ich komme geradeso mit drei Fäden in einer Reihe zurecht, aber fünf? Das habe ich gar nicht erst probiert.

Inta Jansone aber hat sich daran gesetzt und dieses Paar gestrickt und nach Tallinn mitgenommen. Ich konnte die Handschuhe bei unserem Treffen am Mardilaat bewundern.
Deshalb schrieb ich ihr auch gleich, nachdem ich dieses hier im Ritums sah, daß sie ja jetzt eine museumswürdige Strickerin sei! Und hier zeigte sich, wozu Facebook gut ist: schnell kam die Korrektur, daß dieses Prachtpaar von Anda Mazvērsīte gearbeitet sei.

Anda war auch bei unserem Knitting Camp dabei und sie ist wirklich eine Meisterin!

Mit welcher Phantasie und Meisterschaft die Kunsthandwerkerinnen hier fähig sind, ist erstaunlich.

Immer wieder setzen sie neue Akzente, wie hier mit diesem Bündchen, das mit seinen bunten Tannennadel-Mustern dem schwarz-violetten Fingerhandschuh einen bunten Abschluß verleiht.

Vielleicht ein Einzelstück, ich habe diese Variation hier zum ersten Mal gesehen.

Nun aber zum Abschluß dieses Berichtes eine bunte Galerie. Handschuhe, Tücher, Perlen, und auch ungewohnte Variationen: statt mit einer Kontrastfarbe wurde bei manchen Arbeiten das Muster mit Perlen gearbeitet, sehr exquisit!

Wie immer: Auf die Vorschaubilder klicken!

Und noch ein paar Informationen für Riga-Reisende:

Kultūras un tautas mākslas centrs "Ritums"
Jauniela 29a, Rīga (Altstadt)
Telefon: 67105667
Webseite: https://www.ritums.lv/lv

50 m von Sena Klets entfernt, eine ideale Lage!

Loading
Karte zentrieren
Verkehr
per Fahrrad
Transit
Google MapsRoutenplanung starten

In Riga und im Nationalen Kunstmuseum

Print Friendly, PDF & Email

Als ich die Reise plante, den Flug und Hotel buchte, hatte ich gar kein festes Programm für diese Tage in Riga im Kopf. Nur eine Liste was ich tun möchte, sehen möchte, speisen möchte, lesen möchte... und wie immer: ein Tag fügt sich an den anderen und jeder Tag bringt interessante Begegnungen, intensive Gespräche und Erlebnisse.

Über die Anreise brauche ich nicht viel zu sagen, der kleine Leihwagen stand bereit und nach etlichem Rätseln und Blättern in der nur lettisch-sprachigen Betriebsanleitung des nagelneuen Klein-Japaners fand ich dann doch heraus, wie ein Automatik-Gefährt zu starten ist. Meine Lettisch-Kenntnisse sind limitiert, mehr passiv als aktiv, aber Bremze verstand ich und die entsprechenden Comic-Zeichnungen dazu auch.. Also ging es los.

Immer schon hatte ich vorgehabt, das Lettische Nationale Kunstmuseum zu besuchen, viel hatte ich gehört, wie schön es sei nach der grundlegenden Renovierung 2016, wie interessant die Ausstellungen dort, und an einem grauen Sonntagmorgen ist ja ein Museumsbesuch immer geraten..

wie immer: auf die Bilder klicken

Das Nationale Kunstmuseum in einem prachtvollen Bau zeigt Kunst vom 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts und spiegelt in seinen Sammlungen die lettische Geschichte, nicht nur die Kunstgeschichte: die baltisch-deutschen Maler, die Italiensehnsucht, die Maler der Petersburger Schule, der Akademismus, klassische Moderne, Russische Avantgarde, sozialistischer Realismus und Dissidenz ... das sind nur Stichworte, die respektable Sammlung mit rund 500 Werken ist eindrucksvoll und zeigt wie sehr Lettland sich immer im Strom der Zeit befand, wie europäisch geprägt der Lettische Kulturelle Kanon ist.

Das Museum ist auch virtuell erreichbar: das Google Cultural Institute präsentiert 360 Werke aus dem Bestand des Museums online und stellt sie damit der Welt zur Verfügung.

Die temporäre Ausstellung über Künstler-Schmuck, "Von Picasso bis Koons", wurde im Kuppelsaal auf originelle Weise präsentiert. Wertvollste Schmuckstücke, mit Packpapier und Gurtstraffern umgeben.

Meine Favoriten? Werke aus verschiedenen Epochen: von Janis Rozentāls, Miervaldis Polis und Janis Tidemans, die ich nachstehend hier einbinde.

Janis Rozentals: Ganu meitas dziesma | Lied der Schäferin, 1898
das einzige Gemälde im Museum, auf dem eine Strickerin zu sehen ist.

Janis Tidemanis: Meitene tautas tērpā | Mädchen in Tracht, 1930

Miervaldis Polis: Sapņojums | Tagtraum, 1982

Polis gilt als einer der wichtigen Vertreter des Photorealismus und hier hat er auf altmeisterliche Art ein Porträt gestaltet, welches auf verblüffende Weise der estnischen Textildesignerin Kristie Joeste ähnelt...

Die Berichte über den Ausflug an die Küste, den Besuch im Ritums-Zentrum und die Fahrt nach Cesis folgen in den nächsten Tagen!

Und noch einmal nach Riga (und Cesis)

Print Friendly, PDF & Email

Die wirklich letzte Reise dieses Jahr, wenn ich von dem geplanten Aufenthalt in Hamburg kurz vor Weihnachten absehe, geht noch einmal nach Riga.

Ich habe dies als Ferienreise geplant, also Museen besuchen, herumstromern, im Café sitzen, Treffen mit Freunden, auch ein Gang über den Weihnachtsmarkt... und dann konkretisiert sich auf einmal das Programm.

Endlich das Nationale Kunstmuseum besuchen, im Zentrum Ritums die aktuelle Ausstellung "Svetki"  bewundern (gerade mal 10 Schritte von Sena Klets entfernt, an der nächsten Ecke), nach Büchern stöbern, und an einem Tag fahren wir auch nach VIdzeme, nach Cesis, und treffen dort Jana, die gute Seele von Klintawolle.

Das alles dient der Freude und der Vorbereitung einer Veranstaltungsreihe, über die ich noch nichts verlauten lasse.

 

Und noch was:

Die Anmeldung zum Craft Camp 2018 in Olustvere  / Estland ist nun möglich (und empfehlenswert, denn Frühbucher können etwas sparen).

Die Anmeldung geht in 2 Schritten voran, die Links dazu sind etwas versteckt unten auf der "About"-Seite zu finden;

in Step 1 gibt man seine persönlichen Daten ein, mit Step 2 trifft man die Auswahl für Workshops und Ausflug,

Zurück aus Tallinn, glücklich, müde

Print Friendly, PDF & Email

Ausgefüllte Tage waren das, donnerstag nach Tallinn geflogen, am Freitag auf dem Mardilaat und im Rahva Raamat - Buchladen, am Samstag bei Karnaluks und wieder auf dem Mardilaat und am Sonntag gemächlich zurückgeflogen - aber müde macht es schon! Wir haben viele Freunde getroffen, und viel erlebt.

Das fing gleich mit einem Komplett-Stromausfall bei unserer Ankunft im Hotel an, mit einem Abendessen im Dunkeln, naja, es gab nur kalte Küche - Schinken-Käse- und Zimtschnecken... aber da Simone auch im Economy-Hotel abgestiegen war, ging uns der Gesprächsstoff und Spaß nicht aus. Am Morgen dann trafen wir Maja und ihren Mann beim Frühstück, und auf der Messe war es nur noch ein einziges Hallo! Aus Lettland, aus Litauen, aus der Schweiz, aus Estland, Teilnehmerinnen und Lehrerinnen der Knitting Camps in Lettland und dem Craft Camp...  diese Kunsthandwerksmesse ist schon etwas ganz Besonderes.

 

Ich habe mich schon vor der Reise auf den Seiten der estnischen Buchhandlungen umgeschaut und eine Bestellung bei Rahva Raamat aufgegeben, die Filiale dieser größten Buchhandelskette Estlands im EInkaufszentrum Rocca al Mare hatte dann auch alle meine bestellten Bücher für mich bereitgelegt. Ich will noch nicht zuviel verraten, aber ich hatte nicht nur für mich Bücher bestellt...

Ganz besonders ersehnt und erwartet und deshalb habe ich es auch für eine Freundin mitgebracht: die Neuauflage des Klassikers "Kihnu Roosi Kindakirjad. Mitten Patterns From Kihnu Island",  dieses Buch war ja nicht mehr zu bekommen.

Und noch ein tolles neues Buch: Das grosse Buch der estnischen Kopfbedeckungen,  "Suur Mütsiraamat. Eesti Kihelkondade Peakatted", Lustigerweise übersetzt der Google-Translator diesen Titel mit "Großes Jagdbuch. Sitz der estnischen Pfarreien"

Ein gemeinsames Abendessen mit lieben Freunden ist inzwischen eine von mir gepflegte Tradition bei solchen Ereignissen und in Tallinn lade ich dann gerne in das Restaurant "F-Hoone" ein. So auch diesmal. Ein langer Tisch war nötig, und es wurde auf englisch, lettisch und estnisch parliert.

Eine ganz besondere Freude war, daß Kaidi-Kätlyn und Nele Laos dabei waren, Nele, die die ersten Craft Camps der Cultural Academy organisiert hatte und Kaidi-Kätlyn, die beim Kurzeme-Knitting-Camp dabei war und mich immer wieder mit Geschenken überrascht. Lieben Dank, Kaidi!

Am Samstagmorgen stand der Besuch bei Karnaluks, dem riesigen Kurzwarenmagazin, auf dem Programm und ich war baff. Ein Reisebus stand vor dem Haus und geschätzte hundert Finninnen standen Schlange an der Kasse! Wieder einmal die Bestätigung, daß schon allein dieses Geschäft eine Reise nach Tallinn lohnt. Aber ich habe mich diesmal zurückgehalten, kein Kaufrausch, nur ein paar Stricknadeln..

Zum Schluß dieses Beitrags noch einige Bilder, mehr von meiner Reise in den nächsten Beiträgen!